23. Juli 2019 / 16:09 Uhr

Mit dem Fußball um die Welt: Daniel Müller vom FC Brome war unterwegs in Nepal

Mit dem Fußball um die Welt: Daniel Müller vom FC Brome war unterwegs in Nepal

Yannik Haustein
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Mit dem Fußball unterwegs: Daniel Müller (l.) vom FC Brome hat den Sport zur Vermittlung mit den einheimischen Kindern und Jugendlichen benutzt.
Mit dem Fußball unterwegs: Daniel Müller (l.) vom FC Brome hat den Sport zur Vermittlung mit den einheimischen Kindern und Jugendlichen benutzt.
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So viele Kilometer wie Daniel Müller von Bezirksliga-Aufsteiger FC Brome dürfte kaum ein heimischer Fußballer in 2019 abgerissen haben – wenn auch neben dem Platz: Gerade erst ist der 22-Jährige nach einem halben Jahr auf Hawaii und Nepal zurückgekehrt, das nächste Ziel hat er dabei schon vor Augen.

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Mit der Organisation „Youth With A Mission“ war der Bromer unterwegs, „um christliche Werte in die Welt zu bringen“, so Müller. Vor allem mit Jugendlichen arbeitete er zusammen – zunächst ging es dafür nach Hawaii, und dort wurde Müller für einen Einsatz in Nepal geschult. „Da haben wir auch schon ein Projekt mit Obdachlosen gemacht“, so der gelernte Industriemechaniker über die Vorbereitungszeit.

Arbeit in den Slums

Anschließend ging’s für zwei Monate nach Nepal – schon bei der Ankunft sorgte das Land für Staunen: „Es war krass, als wir in Nepal eingeflogen sind – da schaust du aus dem Fenster und siehst Berge, die so hoch sind, wie das Flugzeug gerade fliegt. Das war schon eindrucksvoll“, berichtet Müller. Doch neben der schönen Landschaft gab’s auch die weniger schönen Seiten des Landes zu sehen – der Bromer arbeitete unter anderem in den Slums.

Wichtig dabei: Fußball als gemeinsame Sprache. „Wir haben den Sport zur Vermittlung benutzt“, so Müller, der auch Englischunterricht gab. Am beeindruckendsten seien aber die Erlebnisse auf dem Platz gewesen – das begann schon beim ersten Besuch auf dem Feld. „Am ersten Tag auf dem Platz habe ich zwei, drei Jungs gesehen, die dort gekickt haben“, erinnert sich Müller. „Sie haben mich gefragt, ob ich mitspielen will. Am Ende des Tages waren bestimmt 25 Leute zum Zuschauen da, so viele wie noch nie“, schmunzelt Müller über seinen Exotenstatus. „Wir haben bestimmt vier Stunden gespielt.“ Und das, obwohl der Platz den Namen kaum verdient hatte. Müller: „Sehr groß war er nicht, und die Tore mussten wir oft mit Schuhen abstecken.“

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Auch sonst war Nepal eine Umstellung. Müller erklärt: „Wir haben in Kathmandu gelebt, direkt neben den Blechhütten der Slums. Die Stadt ist sehr staubig, deshalb hatten viele von uns mit Lungenproblemen zu kämpfen, wir mussten uns erst einmal daran gewöhnen.“ Trotzdem: „Die ganze Reise war eine Erfahrung, die ich jedem nur empfehlen kann. Und meine Liebe zum Fußball ist dabei nicht weniger geworden – eher im Gegenteil“, betont Müller.

Den Aufstieg vom FC Brome verpasst

Eine Sache verpasste Müller dabei aber: Den Aufstieg seines FC in die Bezirksliga, pünktlich zum 100-jährigen Vereinsjubiläum. „Das war der größte Herzschmerz – da habe ich die halbe Saison mitgespielt und bin dann ausgerechnet zum Aufstieg nicht da“, so Müller, der aber per WhatsApp auf dem Laufenden gehalten wurde. „Das hat das Heimweh natürlich etwas verstärkt“, sagt der Bromer. Nun ist er wieder da, kann für den FC in der Bezirksliga gegen den Ball treten – bis September. Dann bricht Müller in das nächste Abenteuer auf, es geht ein Jahr nach Südafrika. Dazu arbeitet der 22-Jährige aktuell in einem Ferienjob in Bayern, um sich die Reise zu finanzieren – verspricht aber: „Vorher will ich in Brome wieder richtig Gas geben.“

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