25. August 2020 / 18:39 Uhr

Mit der Bendtner-Nummer: Wolfsburgs Zugang Lacroix übt erstmals mit dem Team

Mit der Bendtner-Nummer: Wolfsburgs Zugang Lacroix übt erstmals mit dem Team

Engelbert Hensel, Marcel Westermann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Hat einen guten ersten Eindruck hinterlassen: VfL-Neuzugang Maxenca Lacroix.
Hat einen guten ersten Eindruck hinterlassen: VfL-Neuzugang Maxenca Lacroix. © VfL Wolfsburg
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Der VfL Wolfsburg hat Maxence Lacroix vom FC Sochaux verpflichtet, am Dienstagnachmittag absolvierte der französische Innenverteidiger seine erste Einheit beim Fußball-Bundesligisten.

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Dass der VfL Maxence Lacroix schon länger an der Angel hat, war bekannt. In den letzten Tagen kam Bewegung in den Ablösepoker, am Dienstagvormittag bestätigte der Wolfsburger Fußball-Bundesligist die Verpflichtung des 20-jährigen Innenverteidigers vom französischen Zweitligisten FC Sochaux, der am Dienstagnachmittag zum ersten Mal mit seinen neuen Kollegen trainierte – und zwar mit der Rückennummer 3. Die hatte zuletzt Abwehrmann Paul Verhaegh und davor Skandalprofi Nicklas Bendtner beim VfL...

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Fällt für mehrere Monate aus: Xaver Schlager. Foto: Erwin Scheriau/APA Zur Galerie
Fällt für mehrere Monate aus: Xaver Schlager. Foto: Erwin Scheriau/APA ©

Der in Villeneuve-Saint-Georges geborene Lacroix bekommt einen Vier-Jahres-Vertrag. „Ich freue mich sehr auf die neue Herausforderung beim VfL und in der Bundesliga. Die Bedingungen in Wolfsburg sind toll, das Stadion gefällt mir total gut und gleich bei meinem ersten Besuch wusste ich, dass ich hier richtig bin und mich hier am besten weiterentwickeln kann“, so der Verteidiger. Nun sei es „erst einmal mein Ziel, anzukommen“, und der 1,90-Meter-Mann will „meine neuen Mannschaftskollegen und das ganze Umfeld kennenlernen. Ich werde von Beginn an hart arbeiten, um so viele Spiele wie möglich zu machen und mit dem VfL erfolgreich zu sein.“

Lob von Schmadtke

Beim VfL trauen sie ihm große Schritte zu. „Das ist ein robuster Zweikämpfer, er verfügt über eine Grundschnelligkeit“, nennt Jörg Schmadtke Stärken des Neuzugangs. Der Manager weiter: „Wir erhoffen uns von ihm, dass er den Weg, den er eingeschlagen hat, bei uns fortführt, sich auch noch verbessert – und ein Bestandteil dieser Mannschaft wird, hoffentlich ein wertvoller.“

Erstes VfL-Training von Maxence Lacroix

"Das ist die Idee"

Nach der Verpflichtung des 18-jährigen Bartosz Bialek (wurde gerade von Zaglebie Lubin geholt) ist mit Lacroix das nächste Talent da. Sowohl Schmadtke als auch Sportdirektor Marcel Schäfer hatten vor nicht allzu langer Zeit betont, auf solche Spieler setzen zu wollen. Spieler, die sich in Wolfsburg entwickeln sollen – und klappt das alles so, wie geplant, schafft der VfL damit Werte und kann womöglich bei einem Wechsel hohe Ablösesummen kassieren. Schmadtke: „Wir haben gesagt, dass wir junge Leute holen, sie bei uns einbauen und besser machen wollen. Und dann wird man sich irgendwann vielleicht voneinander verabschieden oder sie bleiben als Leistungsträger da. Das ist die Idee.“ Alles Zukunftsmusik, zunächst einmal sollen Bialek und Lacroix hier zu festen Bestandteilen des Teams reifen.

Bei seiner ersten Trainingseinheit präsentierte sich der Franzose agil und stellte direkt seine Qualitäten unter Beweis - er ist beidfüßig, technisch versiert und geht keinem Zweikampf aus dem Weg. Seinen robusten Körper weiß er gekonnt einzusetzen. Als er um kurz nach halb fünf mit der Mannschaft zum ersten Mal den Platz betreten hatte, orientierte er sich zunächst an den seinen Landsleuten Josuha Guilavogui und Jerome Roussillon. Später wurde in kleineren Gruppen geübt, auch dort wurde der Neuzugang sofort integriert.

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„Er bringt alles mit, was es braucht, um sich in der Bundesliga durchzusetzen", sagt Sportdirektor Schäfer über den Neuzugang. Die Ablöse für Lacroix soll wie beim polnischen Sturmtalent Bartosz Bialek 5 Millionen Euro betragen. Lacroix gilt als Top-Talent, durchlief in Frankreich die Jugend-Nationalteams von der U16 bis zur U20.

Zwei Innenverteidiger könnten gehen

Er ist neben Marin Pongracic, John Anthoy Brooks, Marcel Tisserand und Jeffrey Bruma jetzt der fünfte Innenverteidiger im Kader der VfL-Profis, bei denen zudem aktuell Tim Siersleben aus der U23 mittrainiert. Mit der Lacroix-Verpflichtung ist der VfL für den Fall vorbereitet, dass Tisserand (denkt an einen Abschied) und/oder Jeffrey Bruma (darf gehen) den Klub verlassen. Auch ein Wechsel von John Anthony Brooks ist nicht ausgeschlossen. Drei zentrale Innenverteidiger dürfte der Klub jedoch nicht gehen lassen – zwei jedoch schon.