03. September 2020 / 09:00 Uhr

Mit der Schweiz die DFB-Elf ärgern? Wolfsburgs Steffen hätte nichts dagegen

Mit der Schweiz die DFB-Elf ärgern? Wolfsburgs Steffen hätte nichts dagegen

Engelbert Hensel
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Will zum Führungsspieler reifen: Renato Steffen vom VfL Wolfsburg.
Trifft mit der Schweiz auf Deutschland: Renato Steffen vom VfL Wolfsburg. © 2020 Getty Images
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Kevin Mbabu und Renato Steffen vom VfL Wolfsburg müssen mit der Schweiz in der Nations League gegen Deutschland ran...

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Mitt Josip Brekalo (Kroatien), Koen Casteels (Belgien), Pavao Pervan, Xaver Schlager (beide Österreich), Bartosz Bialek (Polen, U21) und Kevin Mbabu sowie Renato Steffen (beide Schweiz) fehlen zurzeit sieben VfL-Profis auf dem Trainingsplatz des Wolfsburger Fußball-Bundesligisten, weil sie bei ihren Nationalmannschaften weilen. Die neue Saison der Nations League startet. Mbabu und Steffen sind besonders heiß, weil die Eidgenossen nach dem Ukraine-Spiel (Donnerstag, 20.45 Uhr, in Lemberg) am Sonntag (ebenfalls 20.45 Uhr) in Basel gegen Deutschland ran müssen.

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Renato Steffen: Seine Karriere in Bildern

 Vom FC Solothurn (1. Liga in der Schweiz - vierthöchste Spielklasse) ging es für Renato Steffen zum FC Thun. Seine Empfehlung waren acht Tore in 28 Spielen. Dort startete er zuerst in der U21 (fünf Spiele, ein Tor). Bei seinem Debüt in der Schweizer Super League am 2. September 2012 legte er gleich ein Tor auf, nachdem er sechs Minuten vor Spielende eingewechselt wurde. Neun Torbeteiligungen machten die Young Boys Bern auf den Flügelterrier aufmerksam.  Zur Galerie
 Vom FC Solothurn (1. Liga in der Schweiz - vierthöchste Spielklasse) ging es für Renato Steffen zum FC Thun. Seine Empfehlung waren acht Tore in 28 Spielen. Dort startete er zuerst in der U21 (fünf Spiele, ein Tor). Bei seinem Debüt in der Schweizer Super League am 2. September 2012 legte er gleich ein Tor auf, nachdem er sechs Minuten vor Spielende eingewechselt wurde. Neun Torbeteiligungen machten die Young Boys Bern auf den Flügelterrier aufmerksam.  ©

Steffen und Mbabu wollen mit der Schweiz die DFB-Elf ärgern. „Das wäre schön“, sagt Steffen grinsend. „Aber das wird schwer. Ich weiß gar nicht, wann wir zum letzten Mal mit der Schweiz gegen Deutschland gewonnen haben – das ist sicher schon ein bisschen her.“ Im Mai 2012 hatte es das vorerst letzte Spiel beider Länder gegeben, die Schweiz gewann mit 5:3, VfL-Offensivmann Admir Mehmedi (ist nach seiner Achillessehnen-Verletzung diesmal nicht dabei) hatte mit seinem Treffer damals den Schlusspunkt gesetzt.

„Es wäre cool, wenn wir das wieder mal hinkriegen, denn Deutschland gehört zu den Top-Nationen. Und wenn wir den Anspruch haben, oben mitzuspielen, muss man versuchen, auch gegen solche Mannschaften zu gewinnen“, so Wolfsburgs Flügelkämpfer, der froh ist, dass er nach langer Zeit seine Nationalelf-Kollegen treffen darf. Wegen der Corona-Pandemie waren die letzten Länderspiele abgesagt worden.

Rangliste: Die Bundesliga-Schweizer des VfL Wolfsburg

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Schweizer beim VfL Wolfsburg ©

Nun geht’s jedoch wieder los – und Steffen, der nach einer guten Rückrunde in der vergangenen Saison beim VfL seinen Vertrag verlängern soll, will sich in den Trainings so aufdrängen, „damit ich auch in der Nationalelf meine Spiele machen kann. Ich möchte es dem Trainer schwer machen, mich nicht aufzustellen, das ist mein Ziel“, so der Wolfsburger, der mit Steven Zuber (Eintracht Frankfurt) und Breel Embolo (Gladbach) starke Konkurrenten hat. Aber Steffen will sich nicht verstecken, er sagt selbstbewusst: „Wenn man in der Nationalelf dabei ist, sind halt die 23 Besten da. Dann musst du deine Qualitäten einbringen, und dann kommst du auch auf deine Spiele.“

Vor dem Deutschland-Spiel geht’s jedoch erst einmal in die Ukraine. Hat er wegen Corona Bedenken, in dieses Land zu reisen? Steffen: „Nein. Ich glaube, dass das Hygiene-Konzept gut ist. Ich freue mich darauf, ein anderes Land und ein neues Stadion zu sehen.“

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Mit dem Ukraine-Spiel beginnt für Steffen und die anderen VfL-Nationalspieler eine intensive Zeit. Denn nach der Rückkehr von ihren Nationalteams wartet auf die Wolfsburger die erste Pokalrunde, die Euro-League-Quali und der Liga-Start, bevor im Oktober erneut Länderspiele anstehen. Diese vielen Spiele – ein Problem? „Als Spieler hast du es gern, wenn du viele Spiele hast, das ist schön“, so Steffen. Gleichwohl werde es wichtig sein, nun eine gute Trainingssteuerung zu haben, die richtige Balance zwischen Be- und Entlastung hinzubekommen. Steffen: „Vor allen Dingen in der Phase bis zur Winterpause.“