15. Oktober 2016 / 21:42 Uhr

Mit Doppel-Neuverpflichtung: Schönberg plant die Flucht nach vorn

Mit Doppel-Neuverpflichtung: Schönberg plant die Flucht nach vorn

Redaktion
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Steht vor seinem Regionalliga-Heimdebüt: Schönbergs Neuer Orkun Tugbay.
Steht vor seinem Regionalliga-Heimdebüt: Schönbergs Neuer Orkun Tugbay. © Jens Upahl
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Gegen Viktoria Berlin wollen die Mecklenburger an den Ruf als Favoritenschreck profilieren.

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„Wir freuen uns, nach vier Wochen endlich mal wieder ein Heimspiel zu haben“, blickt Anton Müller, der Kapitän des Regionalligisten FC Schönberg, auf den heutigen fünften Heimauftritt in dieser Saison im heimischen Palmberg-Stadion. Um 13 Uhr ertönt der Anpfiff zur Partie gegen Viktoria Berlin, einem der Geheimfavoriten der Liga. Die Berliner sind nach Auffassung von Schönbergs Trainer Axel Rietentiet ein „absolutes Spitzenteam“ der Regionalliga Nordost. Damit sind die Vorzeichen eigentlich klar. „Wir sind der krasse Außenseiter, aber so etwas scheint uns ja zu liegen“, blickt der Coach auf die Heimsiege gegen den BAK, Wacker Nordhausen und Energie Cottbus zurück. Lediglich gegen Lok Leipzig war der FC 95 chancenlos.

Das war allerdings auch in einer Phase, in der den Schönbergern das Verletzungspech förmlich an den Stiefeln klebte. Die Situation hat sich deutlich verändert, nicht zuletzt durch die beiden in den letzten Tagen getätigten Neuverpflichtungen von Orkun Tugbay und Adnan Asildas. Bis auf die Langzeitverletzten Okada, Tille, Max Rausch und Makangu-Rafael sowie dem rotgesperrten Grotkopp stehen Rietentiet heute erstmals 19 Spieler zur Verfügung, so dass noch einer kurzfristig aus dem 18er Kader gestrichen werden muss. „Unsere Personalsituation hat sich deutlich verbessert und lässt viele Möglichkeiten offen“, hofft Rietentiet nach dem gestrigen Abschlusstraining darauf, dass seine Mannschaft an das 0:0 im letzten Punktspiel beim SV Babelsberg anknüpfen kann. Wie die Schönberger (2:0 in Bützow im MV-Landespokal) feierten auch die Viktorianer, die erst eine Saisonniederlage kassierten, übrigens ebenfalls eine gelungene Generalprobe mit dem 3:1 n.V. beim Oberligisten SV Lichtenberg im Berliner Landespokal.

„Wir haben nichts zu verlieren und wollen uns nicht verstecken, sondern die Flucht nach vorn antreten“, kündigt Rietentiet mögliche Überraschungen in der Startelf an. „Unsere Mannschaft würde sich natürlich freuen, wenn viele Fans heute den Weg ins Stadion finden würden und die Mannschaft genauso wie in den bisherigen vier Heimspielen unterstützen“, so Trainer Rietentiet.