24. September 2021 / 10:27 Uhr

Mit etwas Glück winkt Platz eins: Blau-Weiß Wermsdorf reist zum Spitzenspiel

Mit etwas Glück winkt Platz eins: Blau-Weiß Wermsdorf reist zum Spitzenspiel

Christian Kluge
Leipziger Volkszeitung
Capitano Justus Keller (Nr. 15) und seine Wermsdorfer kicken am Sonnabend in Süptitz. 
Capitano Justus Keller (Nr. 15) und seine Wermsdorfer kicken am Sonnabend in Süptitz.  © Andre Kamm
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Am Samstagnachmittag gastiert der FSV Blau-Weiß Wermsdorf beim Tabellenzweiten SV Süptitz. Beide Mannschaften sind bisher ungeschlagen und weisen eine ähnliche Tordifferenz auf. Am Sonntag will dann Wacker Dahlen gegen Zschortau drei Punkte holen, um weiter in der Spitzengruppe mitmischen zu können. Ebenso hofft der FSV Oschatz gegen Belgern einen Sieg einfahren zu können.

Wermsdorf. Wenn Denny Beckedahl an das Sonnabend-Spiel beim SV Süptitz denkt, dann weiß er, was auf die Männer vom FSV Blau-Weiß Wermsdorf zukommt. „Süptitz hat seit Jahren eine spielstarke Truppe und hat sich punktuell noch verstärkt“, sagt der FSV-Freistoßspezialist. „Ich rechne mit einem engen Spiel. Aber bei uns sind alle wichtigen Spieler an Bord.“ Besonders eng waren die letzten Vergleiche mit Süptitz allerdings nicht. Zuhause siegte Wermsdorf 2020 und 2019 mit 4:0 und 2:0. Davor gab es mehrere Niederlagen der Blau-Weißen, die in Süptitz schon mit 5:0 und 5:1 abgefertigt wurden.

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Auf solche Ergebnisse hofft der Süptitzer Coach Markus Kessel auch am Sonnabend ab 15 Uhr in der heimischen Sportarena. „Ich bin zufrieden mit dem Saisonstart“, erklärt Kessel, dessen Team nach vier Siegen in vier Spielen mit zwölf Punkten hinter Concordia Schenkenberg Tabellenzweiter ist. „Mir fehlen zwar vier Stammspieler, aber der Ersatz hat seine Sache immer gut gemacht. Ich weiß, dass gegen Wermsdorf was drin ist. Wir sind auf keinen Fall chancenlos.“

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Für Wermsdorf und Süptitz sowie weitere sechs Nordsachsenligisten wurden jetzt vom Nordsächsischen Fußballverband (NFV) auch die vier witterungsbedingt abgesagten Spiele vom dritten Spieltag neu angesetzt. Sie sollen am ersten Dezemberwochenende nachgeholt werden. Wermsdorf erwartet am 4. Dezember um 13.30 Uhr Schenkenberg, während Süptitz zeitgleich in Rackwitz antreten muss. Außerdem spielt Krostitz II gegen Schildau und Naundorf gegen Zschortau.

Wacker-Trainer hofft auf Heimsieg

„Darüber hinaus wirbt der NFV, Partien vom November auf das Wochenende 9./10. Oktober kostenfrei vorzuziehen“, erklärt der Spielausschussvorsitzende Volkmar Beier. „Dies gilt für Mannschaften, die bereits aus dem Pokalwettbewerb ausgeschieden sind.“

Also nicht für Dahlen und Oschatz, die am kommenden Wochenende beide Heimrecht haben. Die Elf von Wacker-Coach Thomas Patommel empfängt am Sonntag um 15 Uhr die SG Zschortau im Heidestadion. „Beim Personalbestand sieht es gegen Zschortau noch enger aus“, sagt Patommel. „Zwei Spieler sind jetzt im Urlaub und einer meiner Innenverteidiger fällt mit einem Sehnenriss mindestens zwölf Wochen aus.“

Dennoch hofft der Wacker-Trainer auf einen Heimsieg und die drei Punkte, um weiter in der Spitzengruppe mitmischen zu können. Als Zschortau zuletzt im Juni 2019 zu Gast in Dahlen war, gab es einen glatten 4:1-Erfolg der Hausherren. Warum das SG-Team recht schwach mit nur vier Punkten aus vier Spielen in die Saison gestartet ist, darüber kann Patommel auch nur rätseln – und er warnt sein Team: „In diesem Jahr gibt es in der Nordsachsenliga keine einfachen Gegner!“


Oschatz trifft auf Angstgegner

Der Oschatzer Trainer Steffen Wiesner freut sich, dass im Sonnabend-Heimspiel gegen den SV Roland Belgern zwei wichtige Akteure wieder dabei sind. Das sind Demba Mbye – der in der laufenden Punktspielsaison als bester FSV-Spieler schon fünf Treffer erzielt hat – und Peter Gärtner, der viermal erfolgreich war. „Aber Oliver Erdmann und Johannes Runge fallen mit muskulären Problemen leider weiterhin aus“, berichtet Wiesner, der auch von anderen Vereinen weiß, in denen viele Spieler an Muskelproblemen laborieren.

„Hartenfels Torgau beispielsweise hat 14 Verletzte“, weiß der Oschatzer Trainer, der beste Kontakte zum Torgauer Landesklasse-Coach Nico Bachmann hat. Wiesner vermutet, dass die lange Corona-Spielpause und das fehlende Fußballtraining daran nicht ganz unschuldig sind. Nur mit joggen allein kann die spezielle Muskulatur der Kicker eben nicht trainiert werden.

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Zurück zum Sonnabend-Heimspiel gegen die Rolandstädter. „Belgern ist sicher ein Angstgegner von uns“, sagt Wiesner. „Die haben eine kampfstarke Mannschaft und der Trainer Olrik Schulze macht seine Männer immer richtig heiß.“ Am letzten Sonntag schickte Belgern den SV Zwochau mit einer 5:1-Klatsche nach Hause – das war allerdings der erste Sieg in fünf Spielen.