12. Januar 2020 / 21:53 Uhr

Mit Ex-Hanseat Philipp Puls: Malchower SV stoppt den Titelverteidiger

Mit Ex-Hanseat Philipp Puls: Malchower SV stoppt den Titelverteidiger

Dirk Harten
Ostsee-Zeitung
Hatten großen zum Jubeln am Sonnabend: Der Malchower SV und seine Fans.
Hatten großen zum Jubeln am Sonnabend: Der Malchower SV und seine Fans. © Malchower SV
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Die Reserve von Hansa Rostock belegt lediglich Rang drei beim 46. Hans-Scheidemann-Gedenkturnier in Güstrow. Sieger wird der Malchower SV aus der Verbandsliga.

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Güstrow. Für Philipp Puls war es ein überwältigendes, aber auch ein komisches Gefühl. Ende Dezember hatte er noch das Hansa-Trikot getragen, am Sonnabend bei der 46. Auflage des Scheidemann-Gedenkturniers in Güstrow debütierte er dann nicht nur für den Malchower SV, sondern war sofort der Garant für den Turniersieg des Verbandsligisten.

Puls treibt ehemalige Teamkollegen zur Verzweiflung

Bevor der 19-jährige Keeper im Finale gegen den Güstrower SC zum Held im entscheidenden Neunmeterschießen wurde, er zwei der drei Güstrower Versuche parierte, hatte er im Halbfinale auch seine ehemaligen Mannschaftskollegen zur Verzweiflung gebracht. Dort erreichten die Malchower gegen Titelverteidiger FC Hansa II ein 1:1 und zogen durch ein 3:1 vom Neunmeterpunkt in das Endspiel ein.

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Kein Wunder, dass Philipp Puls auch als bester Torhüter des Turniers ausgezeichnet wurde. „Wir haben dieses Turnier als Mannschaft gewonnen, mit Tobias Täge auch den besten Spieler des Turniers gestellt“, betonte Puls.

Hansa Rostock II mit Testkeeper

Die Malchower Freude war das Leid der Hansa-Reserve, die nach dem Abgang von Puls keinen eigenen Torwart mehr zur Verfügung hatte und mit dem 31-jährigen Maurice Manthey einen Gastspieler aufbot, der zuletzt zwei Jahre lang inaktiv war.

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Mit Manthey im Tor blieben die Hanseaten in der Vorrunde zunächst zweimal ohne Gegentreffer, bevor es nach einer 1:4 Pleite gegen den MSV Pampow im abschließenden Spiel gegen den FSV Kühlungsborn einer Energieleistung bedurfte, um noch das Wunder vom Halbfinaleinzug zu schaffen. Und es wurde eine Entscheidung für den Rechenschieber!

Sascha Schünemann bester Torschütze

Thore Böhm gelang unmittelbar vor der Sirene noch das 8:1 und schoss sein Team damit ins Halbfinale. „Unsere Vorrunde war eine Achterbahnfahrt. Wenn man dann im Halbfinale ins Neunmeterschießen muss, ist es immer Glückssache. Doch das Spiel um Platz 3 haben wir wieder vernünftig gemacht, ich bin zufrieden“, resümierte Hansa-Trainer Axel Rietentiet nach dem klaren 6:2 über die TSG Neustrelitz im kleinen Finale. Bei den beiden Kantersiegen erzielte Sascha Schünemann sechs Treffer und wurde damit bester Torschütze des Turniers.

Wie eng es in der Gruppe A zuging, verdeutlicht auch die Tatsache, dass bei einem Unentschieden im letzten Spiel zwischen Pampow und Güstrow vier Mannschaften punktgleich und die Hausherren als Tabellenvierter ausgeschieden wären. Doch sie gewannen 3:2 und waren plötzlich Gruppensieger. Sehr zum Leidwesen des SV Warnemünde, der dann noch das Spiel um Platz fünf gegen den FC Neubrandenburg mit 1:2 verlor.

FSV Kühlungsborn ohne Punkt in der Vorrunde

Der FSV Kühlungsborn wiederum blieb als einzige Mannschaft in der Vorrunde punktlos, wurde am Ende aber Vorletzter durch ein 3:2 über Schwerin im Neunmeterschießen um Rang neun.

Enttäuschend war in der anderen Gruppe das Abschneiden des Rostocker FC, der lediglich gegen Schwerin punktete, bevor er im Neunmeterschießen gegen Pampow (2:1) noch Rang 7 einfuhr.

Endstand
Gruppe A

1. Güstrower SC - 8:5 Tore - 9 Punkte
2. FC Hansa II - 10:5 - 7
3. SV Warnemünde - 9:5 - 7
4. MSV Pampow - 12:9 - 6
5. FSV Kühlungsborn - 4:19 - 0

Gruppe B
1. Malchower SV - 10:6 - 10
2. TSG Neustrelitz - 11:8 - 9
3. 1. FC Neubrandenburg - 12:4 - 6
4. Rostocker FC - 6:13 - 3
5. FC Mecklenburg Schwerin - 3:13 - 1

Halbfinals
Güstrower SC - TSG Neustrelitz 2:1
Malchower SV - FC Hansa II 4:3 n.E.

Spiel um Platz 3
TSG Neustrelitz - FC Hansa II 2:6

Finale
Güstrower SC - Malchower SV 4:5 n.E.

Unterdessen wurde bereits am Freitagabend der Lübzer-Pils-Cup der zweiten Mannschaft des Güstrower SC ausgespielt. In der Sport- und Kongresshalle setzte sich der FSV Rühn durch. Im Finale besiegte der Kreisoberligist die GSC-Reserve.

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