24. September 2020 / 10:14 Uhr

Mit ganz viel Moral: Optik Rathenow ringt Lok Leipzig einen Punkt ab (mit Galerie)

Mit ganz viel Moral: Optik Rathenow ringt Lok Leipzig einen Punkt ab (mit Galerie)

Christoph Laak
Märkische Allgemeine Zeitung
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Marcel Subke hatte in der Schlussphase des Lok-Spiels die Verantwortung als Trainer bei Optik. © Christoph Laak
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Regionalliga Nordost: In einer irren Schlussphase trifft der eigewechselte Lucas Will zum Ausgleich für die Rathenower.

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Marcel Subke, Co-Trainer der Regionalliga-Fußballer des FSV Optik Rathenow, musste am Mittwochabend erst einmal kräftig durchpusten. In einem intensiven Spiel trennte sich seine Mannschaft 2:2-unentschieden vom 1. FC Lokomotive Leipzig und verdiente sich dabei einen Punkt. „Wahnsinn, was hier heute alles passiert ist“, erklärte der Rathenower Trainer im Anschluss an eine Partie, die vor allem auch ihm in der letzten Viertelstunde alles abverlangte.

Den besseren Start in die Partie vor 580 Zuschauern am Vogelgesang hatten die Gäste, ein Kopfball von Djamal Ziane, der am Tor vorbei flog, und ein 30-Meter-Hammer von Robert Berger, den Lucas Hiemann aber stark parierte, sorgten für Torgefahr. Doch entgegen der letzten Wochen zeigte sich Optik sehr effektiv. Jonathan Muiomo wurde bei seinem ersten Schussversuch noch geblockt, den Nachschuss nahm er direkt und traf zur Rathenower Führung unhaltbar ins lange Eck (16.).

In Bildern: Optik Rathenow und Lok Leipzig trennen sich 2:2-unentschieden

Die Hausherren (in Rot) zeigten eine riesige Moral und verdienten sich somit auch den Punktgewinn. Zur Galerie
Die Hausherren (in Rot) zeigten eine riesige Moral und verdienten sich somit auch den Punktgewinn. © Christoph Laak

Im Gegenzug kam Lok fast zum Ausgleich, als Gabriel Boakye nur den Pfosten traf. Die Gäste waren optisch zwar überlegen, doch Rathenow verteidigte leidenschaftlich und hatte immer noch ein Bein dazwischen. Nach einem Konter hätte Nicola Köhler sogar fast erhöht, doch Lok-Keeper Jannes Tasche lenkte den Ball um den Pfosten. Und kurz vor der Pause hätte der Ausgleich eigentlich fallen müssen. Lucas Hiemann parierte aber zweimal aus Nahdistanz ausgezeichnet. „Wir sind in den ersten 15 Minuten nicht gut reingekommen, haben dann glücklich das Tor gemacht. Danach spielten wir besser, die Führung zur Pause war dennoch etwas glücklich“, schätzte Marcel Subke, der seit 2011 beim FSV Optik ist, ein.

Die erste Chance der zweiten Hälfte hatte Glodi Zingu. Sein Schuss aus der Drehung verfehlte aber knapp das Ziel. Doch nur wenig später lag der Ball auf der anderen Seite im Tor. Eine Flanke rutschte bis zum zweiten Pfosten durch und Ziane köpfte mit etwas Glück ein (59.). Und nur fünf Minuten später hatte Lok das Spiel gedreht. Bei einer Ecke wurde Sascha Pfeffer sträflich allein gelassen und köpfte zum 1:2 für die Gäste ein (65.). „Wir kriegen da zwei ganz einfache Gegentore. Das war zu billig“, erklärte Subke.

Lucas Will drückt den Ball über die Linie

Es folgte eine wilde Schlussphase, in der Ingo Kahlisch nach zwei Gelben Karte hinter die Barriere musste und dadurch Marcel Subke in der Verantwortung stand. „Das war schon komisch, den Hut aufzuhaben. Jeder will etwas von einem. Und nach dem 2:2 musste ich ja auch noch auf den Platz, um Caner Özcin zu behandeln. Das war schon irre“, lachte der 28-Jährige nach dem Spiel und hatte dazu auch allen Grund.

Denn in der letzten Spielminute kamen die Hausherren noch zum gar nicht mal unverdienten Ausgleich. Eigentlich hatte Lok-Keeper Tasche den Ball schon sicher, doch Zingu setzte nach und Lucas Will spitzelte den Ball zum 2:2 über die Linie. „Ich bin wahnsinnig stolz auf die Truppe. Sie hat gekämpft und sich für die riesige Moral mit einem Punkt belohnt. Das waren Emotionen pur“, sagte Marcel Subke, der mit dem FSV Optik bereits am Sonntag (13.30 Uhr) beim starken BFC Dynamo antreten muss.

FSV Optik Rathenow: Hiemann – Techie-Menson, Dramé, Turan, Zingu – Langner, Gorbunow (52. Will) – Wilcke, Köhler (70. Metschinkowski), Muiomo (65. Karupovic) – Özcin.