02. Mai 2022 / 12:11 Uhr

Mit Kampf zum Unentschieden: NHV Delitzsch mit "Arbeitspunkt" in Glauchau

Mit Kampf zum Unentschieden: NHV Delitzsch mit "Arbeitspunkt" in Glauchau

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
NHV-Coach Jan Jungandreas hatte sich in Glauchau mehr erhofft.
NHV-Coach Jan Jungandreas hatte sich in Glauchau mehr erhofft. © Alexander Prautzsch
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Aufgrund einer kämpferischen Leistung holte der NHV Concordia Delitzsch beim HC Glauchau/Meerane einen glücklichen, aber verdienten Punkt. Zum Playoff-Auftakt spielten die Nordsachsen 22:22-Unentschieden.

Delitzsch. Nach einer vierwöchigen Pause nach dem Ende der Hinrunde in der Mitteldeutschen Handballoberliga der Männer startete der NHV Concordia Delitzsch am späten Samstagnachmittag in die Playoffrunde der besten Acht. Die Delitzscher trafen in Glauchau auf den gastgebenden HC Glauchau/Meerane, der erst am letzten Spieltag der Hinrunde den Einzug in die Playoffs perfekt machen konnten.

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Delitzsch, erstmals in dieser Saison mit voller Kapelle (Ausnahme Yves Voigtländer), wollte die seit November andauernde Erfolgsserie fortsetzen und unbedingt in der Sachsenlandhalle gewinnen.

Die Gäste starteten wie erwartet mit hohem Tempo und einer sicheren Abwehr. Steve Baumgärtel eröffnete den Torreigen und bis zur 25. Minute schien das Spiel den erwarteten Verlauf zu nehmen. Die Abwehr hatte Glauchaus Toptorschützen Klimt gut im Griff, Marian Voigt im Tor entschärfte reihenweise die Würfe der Gastgeber (zwölf Paraden) und im Angriff wurden die Chancen genutzt. Beim Spielstand von 9:12 fing es aber plötzlich an zu stocken. Die Abwehr des HC agierte jetzt deutlich aggressiver und Torhüter Kylisek avancierte zum Schrecken der Delitzscher Angriffsspieler. Somit war der Halbzeitstand von 12:12 keine Überraschung.

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Zittern bis zum Schluss

Die Delitzscher Fans hofften natürlich auf eine stärkere zweite Halbzeit und mit zwei schnellen Toren nach Wiederanpfiff durch Michael Günther schien diese Hoffnung nicht unberechtigt zu sein. Aber es sollte die letzte Führung im Spiel für Delitzsch gewesen sein. Glauchau agierte immer konsequenter in der Abwehr und Kylisek im Tor ließ den NHV verzweifeln. Die Wurfquote bewegte sich Richtung mageren 50 Prozent und zwölf technische Fehler waren einfach zu viel. Zwischenzeitlich führten die Gastgeber sogar mit vier Toren (50 Minute, 21:17).

Würde das die erste Niederlage der Concordia seit Oktober letzten Jahres werden? Die Antwort darauf ließ die Delitzscher Fangemeinde bis zum Schluss zittern. Die Gäste warfen jetzt ihr gesamtes kämpferisches Potenzial in die Waagschale. Glauchau kam in den letzten zehn Minuten nur noch zu einem Treffer und der NHV erarbeitete sich ein Tor nach dem anderen. Eine Minute vor dem Ertönen der Schlusssirene war der Jubel groß, Michael Günther, mit insgesamt acht Toren bester Torschütze der Concorden, netzte zum 22:22 Ausgleich ein. In den verbleibenden 60 Sekunden wurde dieses Unentschieden verbissen verteidigt, so dass den Gastgebern das erhoffte Siegtor nicht mehr gelang. Es war sicherlich ein glücklicher Punkt für die Gäste, aber auf Grund der kämpferischen Leistung nicht unverdient.

Hartmut Sommerfeldt

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