11. Oktober 2020 / 09:52 Uhr

Mit Kampfgeist und Glück: VfB Leisnig entführt drei Punkte aus Bennewitz

Mit Kampfgeist und Glück: VfB Leisnig entführt drei Punkte aus Bennewitz

Wilko Finke
Leipziger Volkszeitung
Freude bei Leisnig nach dem Abpfiff1
Große Freude bei den Leisnigern nach dem Abpfiff. © Bettina Finke
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Am Samstagnachmittag gastierte in der Kreisoberliga der VfB Leisnig bei Blau-Weiss Bennewitz. Vor 74 Zuschauern konnte sich die Truppe von Trainer Rico Meister knapp mit 1:0 durchsetzen.

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Bennewitz. Gar zu viele Chancen bekamen die 74 Zuschauer in Bennewitz nicht zu sehen. Dafür aber ein Fußball-Kreisoberligaspiel, das bis zum Abpfiff spannend war und die Gäste vom VfB Leisnig knapp mit 1:0 gewannen.

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Zu diesem Urteil kam nach dem Abpfiff VfB Coach Rico Meister. „Diesen Sieg haben wir uns erkämpft, wir haben dieses Spiel gewonnen, das eigentlich keinen Verlierer verdient hatte.“ Insgeheim habe er auf ein Unentschieden gehofft, Bennewitz hatte Saisonsieg vier auf der Agenda und in der 6. Minute zwei Riesenchancen.

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In einer umkämpften Partie konnte der VfB Leisnig auswärts in Bennewitz einen 1:0-Sieg einfahren. Das goldene Tor schoss Philipp Kluttig. Zur Galerie
In einer umkämpften Partie konnte der VfB Leisnig auswärts in Bennewitz einen 1:0-Sieg einfahren. Das goldene Tor schoss Philipp Kluttig. ©

Zunächst wuchtete Daniel Neustadt per Kopf die Kugel an die Unterkante des VfB Tores. Kurz vor der Linie sprang der Ball auf, nach der zu kurzen Abwehr ballerte Georg Dögnitz das runde Leder auf das gegnerische Tor. Sein Pech: Der Gästehüter Joel Eigenwillig parierte hervorragend.

Neustadt scheitert vom Elfmeterpunkt

In der 16. Minute meldeten sich die Spieler aus dem Altkreis Döbeln ins Spiel an, bei einer Eingabe von rechts kam es zum Gewusel, bevor die Graul-Schützlinge die kritische Strafraumsituation bereinigen konnten. Kurz danach erkämpfte sich Hannes Meyer den Ball an der Mittellinie, setze auf der linken Seite zum Alleingang an, den er mit Schuss knapp am langen Tor vorbei beendete. Dögnitz sprang nach Eingabe der Ball etwas zu weit vom Fuß, wurde beim Schuss noch abgeblockt. Tobias Ernst verpasste bei der Eingabe von Eric Graf die Kugel nur knapp.


Die größte Chance im Spiel gab es in der 41. Minute: Christian Poppe fällte den baumlangen Dögnitz im Strafraum, sofort ertönte von Schiedsrichter Sven Schaupke der Elfmeterpfiff. Martin Neustadt trat an, aber der Gästeschlussmann hielt den zu schwach und ungenau geschossenen Strafstoß. Warum ihm das gelang, klärte er auf: „Als er (der Schütze) den Ball hinlegte, hat er sich die Ecke ausgeguckt, in die er schießen wollte, darauf spekulierte ich.“

Im Nachhinein signierten einige Bennewitzer Fans, wie wohl das Spiel ausgegangen wäre, wenn die Ihren das 1:0 geschossen hätten. Das fiel aber nicht, dafür kurz nach Wiederanpfiff das 1:0 vom Team Toni Schulz und Co. Beim Abwehrversuch wurde ein Spieler angeschossen und dadurch der Ball so abgefälscht, optimal vor die Füße von Philipp Kluttig rollerte. Der hielt voll drauf und sicherte mit dem goldenen Tor des Spiels (1:0 , 55 Sekunden nach Wiederanpfiff) den Dreier.

Fairplay

Im weiteren Verlauf bemühten sich die Hausherren redlich, die Wende einzuleiten. Doch aus dem Spiel heraus gelang es vorerst nicht, für die ganz große Gefahr vor dem VfB-Tor zu sorgen. Ein Hauch Gefährlichkeit gab es im Anschluss von gut timten Eckballeingaben von Graf. Bei einer lag der Ausgleich, als der Ball knapp am Pfosten vorbei rollerte in der Luft.

Fairplay gab es auch: Es folge eine Spielszene, in der die Leisniger einen verheißungsvollen Konter in Überzahl starteten, als sie aber sahen, dass ein BW-Akteur am Boden lag, spielten sie den Ball ins Aus.

In der Schlussphase drückten die Platzherren vehement auf den Ausgleich, der hochverdient gewesen wäre. Je ein Kopfball von Robert Franke (etwas zu schwach) und einer von Daniel Neustadt (Hüter auf dem Posten) brachten nichts ein. Sekunden vorm Abpfiff kanonierte Philipp Niederberer per flachen Hinterhalt-Scharfschuss auf den VfB-Kasten. Sein Pech: Schlussmann Eigenwillig lenkte den Ball aus dem rechten unteren Eck in großer Manier noch um den Pfosten ins Aus.