16. Oktober 2020 / 16:19 Uhr

Mit klarem Verstand und freiem Kopf: Chemie Premnitz will den Heimsieg

Mit klarem Verstand und freiem Kopf: Chemie Premnitz will den Heimsieg

Christoph Laak
Märkische Allgemeine Zeitung
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Elias Große möchte mit seinen Premnitzern in die Erfolgsspur zurückkehren. © Christoph Laak
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Landesliga Nord: Chemiker empfangen am Samstag den Tabellennachbarn vom SSV Einheit Perleberg.

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Die 0:7-Niederlage beim BSC Fortuna Glienicke hängt den Landesliga-Fußballern des TSV Chemie Premnitz auch zwei Wochen später noch nach, gibt Defensivspieler Elias Große unumwunden zu: „Klar, so eine heftige Pleite geht einem nicht so schnell aus dem Kopf. Aber wir müssen das Spiel abhaken und jetzt zu Hause einen Dreier einfahren.“

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Am Samstag (Anstoß: 14 Uhr) empfangen die Chemiker den Tabellennachbarn vom SSV Einheit Perleberg, spielt der Tabellenachte beim Neunten. Und die Prignitzer sind aktuell so etwas wie das Team der Stunde. Zuletzt setzte sich der SSV gegen den Aufstiegsaspiranten vom FC Concordia Buckow/Waldsieversdorf deutlich mit 5:1 durch und gerade auswärts hat das Team von Trainer Maik Arndt schon richtig gute Auftritt hingelegt.

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„Perleberg ist gut in die Saison gestartet, sie haben ein gutes Team zusammen und scheinen besser als in den letzten Jahren zu sein. Es wird ein richtig schweres Spiel“, schätzt Elias Große, der seit 2017 für den TSV Chemie spielt, ein. Gerade nach der herben Pleite vor zwei Wochen haben die Premnitzer etwas gutzumachen. „Das 0:7 sitzt tief, aber es muss jetzt aus dem Kopf raus. Wir haben uns in Glienicke nicht so präsentiert, wie man es vom TSV gewohnt ist, das muss gegen Perleberg unbedingt wieder anders werden“, verrät der 23-jährige Große.

Für ihn und seine Mannschaft wird es gegen die robusten Perleberger vor allem darum gehen, erst einmal hinten sicher zu stehen und die Null zu halten. „Wir haben in den letzten Wochen auch einfach zu viele Gegentore gefressen, das muss besser werden“, so Große, der als Großhandelskaufmann bei Obeta in Rathenow arbeitet und als Verteidiger eine der beiden Premnitzer Außenbahnen beackert. In der Vergangenheit hatte er aber auch schon als Mittelstürmer agiert.

Perleberg ist ein Gegner auf Augenhöhe

Doch auch offensiv werden die Chemiker auf eigenem Platz etwas anbieten müssen, erwartet man defensiv ausgerichtete Gäste. „Wir müssen einen guten Plan haben, den wird uns der Trainer aber schon an die Hand geben. Und dann müssen wir den aber auch auf den Platz bringen“, so Elias Große, der mit Perleberg einen „Gegner auf Augenhöhe“ erwartet.

Doch die drei Punkte sollen natürlich unbedingt in Premnitz bleiben. „Wir wollen das Spiel natürlich unbedingt gewinnen und wieder an Perleberg vorbeiziehen. Dafür muss aber jeder einzelne von uns vollen Einsatz zeigen. Wir müssen alles was wir haben auf dem Platz lassen, aber das müssen wir eigentlich immer“, so Große der bei den Premnitzern absoluter Stammspieler ist.

Peter Oberschmidt stehen einige Alternativen zur Verfügung

Auch er wird einen großen Anteil dazu beitragen müssen, wenn es mit dem Heimsieg klappen soll. Denn es werden einige Premnitzer am Wochenende fehlen. Kevin Stelb, Martin Weber und Mario Delvalle werdden verletzungsbedingt ausfallen. Benjamin Huxol weilt im Urlaub und Torjäger Sebastian Krumbholz ist nach seiner Gelb-Roten Karte in Glienicke gesperrt. Dafür werden Eric Sagewka und Christian Freidank wieder mit dabei sein und Alternativen für die Premnitzer Defensive sein. Auf jeden Fall sollte ein Sieg des TSV Chemie Premnitz im Bereich des Möglichen, dazu sind aber ein klarer Verstand und ein freier Kopf gefordert.