21. Juli 2021 / 12:54 Uhr

Mit Mentalität und "Männerfußball": FSV Zwickau will Gegner "auffressen"

Mit Mentalität und "Männerfußball": FSV Zwickau will Gegner "auffressen"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
FSV Zwickau
Die Zwickauer Mannschaft für die kommende Spielzeit beim Fototermin. © dpa
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Trotz des Abgangs von Torjäger Morris Schröter herrscht beim FSV Zwickau vor dem Saisonstart Optimismus. Um sich in der Liga zu behaupten, setzen die Sachsen neben ihrem Teamgeist auch auf die Rückkehr zur alten Heimstärke.

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Zwickau. Kleiner Kader, bescheidene Ansprüche: Auch vor der sechsten Saison in der 3. Fußball-Liga vermeiden Trainer und Spieler des FSV Zwickau Kampfansagen und utopische Ziele. Für die Westsachsen hat erneut der Klassenverbleib oberste Priorität. Sind die dafür notwendigen Punkte eingesammelt, darf es aber auch gern ein bisschen mehr sein. "Die Mannschaft hat Qualität und ist auf jeden Fall in der Lage, eine gute Rolle in dieser sehr interessanten Liga zu spielen", sagte Trainer Joe Enochs vor dem Saisonauftakt am Samstag (14.00 Uhr) gegen Aufsteiger Borussia Dortmund II.

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"Gute Mischung"

Nach dem zehnten Tabellenplatz in der Saison 2020/2021 wurde in der Sommerpause ein Umbruch im FSV-Kader vollzogen. Elf Spieler gingen, neun Profis wurden bislang verpflichtet. Zum Aufgebot gehören insgesamt 20 Feldspieler und drei Torhüter. "Wir sind zufrieden mit dem kleinen Kader. Die Jungs haben einen sehr guten Eindruck in der Vorbereitung hinterlassen", betonte Enochs.

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In Morris Schröter, der zu Zweitliga-Aufsteiger Dynamo Dresden ging, haben die Zwickauer allerdings ihren torgefährlichsten Akteur der vergangenen Saison verloren. Der Außenbahnspieler war mit elf Treffern und acht Vorlagen an 19 Toren beteiligt.

Auf einen Neuzugang, der diese Werte zumindest auf dem Papier versprechen kann, hat der FSV auch aus wirtschaftlichen Gründen verzichtet. Mentalität und ein starker Teamgeist sollen auch in dieser Saison wieder die Trümpfe des Enochs-Teams sein. "Wir haben für diese Liga eine sehr gute Mischung aus jungen, alten und erfahrenen Spielern. Sicherlich muss sich alles noch etwas finden und einspielen, aber wir sind da auf einem sehr guten Weg", sagte Rückkehrer Patrick Göbel.

Hoffen auf stimmgewaltige Fans

Der 28-Jährige, der zwischenzeitlich auch für die Würzburger Kickers und den Halleschen FC aktiv war, will sich nach einem turbulenten Jahr beim insolventen Absteiger KFC Uerdingen in Zwickau wieder ausschließlich auf Fußball konzentrieren: "Ich hoffe, dass hier etwas sehr cooles und schönes entstehen kann."

Für eine erfolgreiche Saison hoffen die FSV-Profis auch auf die stimmgewaltige Unterstützung ihrer Fans. Die als Heimmacht bekannten Zwickauer schwächelten im vergangenen Spieljahr in der coronabedingt zumeist leeren GGZ-Arena. "Die Heimspielstatistik in der letzten Saison war nicht so, wie wir uns das vorgestellt haben. Unser Stadion muss wieder eine Festung werden. Den Gegnern darf es hier keinen Spaß machen", erklärte Kapitän und Torwart Johannes Brinkies.

Auftaktgegner Dortmund soll die Zwickauer Bissigkeit am Samstag gleich zu spüren bekommen. Das wünscht sich auch Max Reinthaler. Der Innenverteidiger ist neben Nils Butzen und Leihspieler Luca Horn einer von drei ehemaligen Rostockern im Team des FSV. "Wir wollen die Dortmunder mit Männerfußball so ein bisschen auffressen. Nicht unfair, aber mit einer gewissen Härte. Wir müssen ihnen von Anfang an zeigen, dass hier nichts zu holen ist", sagte Reinthaler.