18. September 2020 / 19:31 Uhr

Mit neuem Co-Trainer: Forst Borgsdorf will die Negativserie beenden

Mit neuem Co-Trainer: Forst Borgsdorf will die Negativserie beenden

Matthias Schütt
Märkische Allgemeine Zeitung
Die Oranienburger gewannen ihr Achtelfinale gegen Ligakonkurrent Forst Borgsdorf mit Spielertrainer Jonny Ratajczak (r.) klar mit 7:0.
Wartet mit Forst Borgsdorf noch auf den ersten Saisonsieg: Spielertrainer Jonny Ratajczak (r.). © Robert Roeske
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Landesklasse Nord: Die Mannschaft aus Oberhavel, die noch punktlos ist, erwartet am vierten Spieltag den Schönower SV. FSV-Spielertrainer Jonny Ratajczak bekommt dabei zusätzliche Unterstützung.

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Drei Spiele, drei Niederlagen und ein Torverhältnis von 4:9. Den Start in die neue Landesklasse-Saison in der Nordstaffel hat sich der FSV Forst Borgsdorf anders vorgestellt. „Wir sind dabei in den Spielen nicht immer die schlechtere Mannschaft gewesen“, sagt Forst-Trainer Jonny Ratajczak. „Wir müssen uns nur langsam für unsere Mühen auch belohnen. Es ist nur eine Frage der Zeit, wann der Knoten endlich platzt.“ Aus Sicht der Mannschaft aus Oberhavel sollte dies schnell passieren. Denn die Borgsdorfer stehen aktuell nur auf Rang 13. Ebenso wie Borgsdorf haben mit dem 1. SV Oberkrämer, Eintracht Wandlitz, Fortuna Britz und Einheit Grünow noch vier weitere Mannschaften aus der Staffel keine Punkte auf dem Konto verbuchen können.

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Einen Rückschlag in der Entwicklung erlebten die „Förster“ aber zuletzt doch. Am vergangenen Wochenende verloren die Borgsdorfer mit 2:5 beim Kreisoberligisten FC Kremmen und schieden in Runde zwei des Kreispokals Oberhavel/Barnim aus. Damit kassierten die Borgsdorfer in vier Pflichtspielen in diesem Spieljahr vier Niederlagen. „In Kremmen haben wir uns wie einige andere Landesklasse-Mannschaften in der Pokalrunde ganz schlecht verkauft. Der Gegner war einfach das bissigere Team und wollte den Sieg mehr“, so der Forst-Trainer, der mit seiner Mannschaft am Sonnabend auf dem heimischen Platz gegen den Tabellensechsten Schönower SV (Anstoß 15 Uhr) spielt. Dort wollen die Borgsdorfer ihre Negativserie der letzten Wochen endlich stoppen und in die Erfolgsspur zurückkehren. Die Sehnsucht nach einem Erfolgserlebnis in der Landesklasse ist groß. „Die Spieler wissen, wozu sie in der Lage sind. Das müssen wir nun gegen Schönow auch abrufen“, so Ratajczak, der um die Stärken und Gefährlichkeit des Gegners aus der Uckermark weiß.

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Dabei muss die Defensive der Borgsdorfer vor allem auf Schönow-Offensivakteur Dariusz Szmulski aufpassen, der in den bisherigen drei Saisonspielen schon fünf Treffer für seine Mannschaft erzielte. „Das ist ein gefährlicher Spieler, der Jahr für Jahr seine Tore schießt und Qualität mitbringt“, analysiert Ratajczak. Damit hat der Schönower Angreifer einen Treffer mehr auf dem Konto als die gesamte Mannschaft aus Borgsdorf. Denn die Förster trafen in dieser Spielzeit erst vier Mal und verzweifelten in der Liga zuletzt vor allem immer wieder an der eigenen Chancenverwertung. „Wir müssen einfach als Team an uns glauben und mit einer ordentlichen Portion Mentalität auf den Platz gehen“, fordert Ratajczak, der aufgrund der angespannten Personalsituation wohl wieder selbst auf dem Rasen stehen wird. Denn neben „einigen angeschlagenen und kranken Spielern“, so Ratajczak, verletzten sich bei der Pokalniederlage auch noch die FSV-Kicker Dirk Warnke und Philipp Degener. „Unser eigentlich großer Kader wird immer kleiner.“

Unterstützung für Rataczjak an der Seitenlinie

Damit der Forst-Spielertrainer aber mehr Unterstützung erhält, steht ab sofort mit Marco Drost ein neuer Co-Trainer bereit. Dieser soll als verlängerter Arm dienen, wenn Ratajczak selbst auf dem Platz steht. „Es war ein Ziel von mir und dem Verein, dass mir dann der Rücken frei gehalten wird“, so Ratajczak. Nach der 2:3-Auftaktniederlage gegen den OFC II verloren die Borgsdorfer in der Meisterschaft jeweils mit 1:3 gegen Pinnow und Aufsteiger Zepernick. „Sicherlich spielen diese Niederlagen auch im Kopf eine Rolle. Das müssen die Spieler aber abschütteln“, fordert Ratajczak. „Ich bleibe nach wie vor dabei: Wir haben uns qualitativ gut verstärkt und haben das Potenzial, um im Mittelfeld zu landen.“