12. August 2021 / 20:08 Uhr

Mit Neuzugang Lovro Jotic: SC DHfK Leipzigs Rückraum wächst zusammen

Mit Neuzugang Lovro Jotic: SC DHfK Leipzigs Rückraum wächst zusammen

Tilman Kortenhaus
Leipziger Volkszeitung
Lovro Jotic nimmt sich beim Testspiel des SC DHfK Leipzig gegen den EHV Aue einen Wurf und trifft vier Mal.
Lovro Jotic nimmt sich beim Testspiel des SC DHfK Leipzig gegen den EHV Aue einen Wurf und trifft vier Mal. © PICTURE POINT
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Man kennt sich, man schätzt sich und wenn es hektisch wird, spricht man Kroatisch: Neuzugang Lovro Jotic ist mit seinen Landsmännern Marko Mamic und Sime Ivic bereits eingespielt.

Leipzig. Innerhalb der vergangenen sechs Tage standen für die Handballer des SC DHfK drei Testspiele und zahlreiche Trainingseinheiten an. Die Vorbereitung auf die Saison ist hart, der völlig neue Rückraum der Sachsen muss bis zum 8. September bestens eingespielt sein. Am Donnerstag gab es mit dem Match gegen den EHV Aue den nächsten Test gegen den bisher stärksten Zweitligisten, das mit 35:35 (18:19) in einem etwas ernüchternden Remis endete. Offensiv spielten die Sachsen auch am Donnerstag auf gutem Niveau, brachten in der Abwehr aber nicht ihr volles Potenzial auf die Platte.

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„In intensiven Situationen kroatische Wörter“

Ein Baustein im neuen Aufgebot der Grün-Weißen ist der Kroate Lovro Jotic, der sich bei seinen bisherigen Sparring-Matches zusammen mit Landsmann Sime Ivic bereits als eingespieltes Duo beweisen konnte. Neben seinem Jugendfreund Marko Mamic konnte er allerdings noch nicht auf der Platte spielen, da der Mittelblocker sich von einer kleineren Muskelverletzung erholt. „Ich kenne Marko schon länger als Sime. Wir waren zusammen in der Jugend-Nationalmannschaft und sind im selben Alter. Sime habe ich erst im A-Nationalteam kennengelernt“, sagt Jotic, dessen Deutsch noch nicht für ein Interview ausreicht.

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Dafür ist das Englisch des 26-Jährigen hervorragend und auch die wichtigsten deutschen Handballbegriffe hat er bereits parat. „Wir versuchen im Spiel und im Training so viel Deutsch wie möglich zu sprechen – aber in intensiven Situationen benutzen Sime und ich noch oft kroatische Wörter, um uns besser zu verständigen“, gesteht der Nationalspieler.

Gut im Team angekommen

Das straffe Programm dieser Tage setzt den Handballern sichtlich zu und hinterlässt auch bei Jotic seine Spuren. „Diese Wochen sind immer die schlimmste Zeit des Jahres für uns Profis. Wir trainieren zwei Mal am Tag, es ist sehr anstrengend, die Beine sind schwer, die Muskeln brennen – aber das muss so sein, wenn wir für die Saison optimal vorbereitet sein wollen“, so der Kroate, der sich schon sehr auf den Saisonauftakt mit seiner neuen Mannschaft freut. Bisher fühlt sich Jotic – abgesehen von der extremen physischen Belastung im Training – in Leipzig richtig wohl. „Ich war im April zum ersten Mal für ein paar Tage hier und Marko hat direkt die Gelegenheit genutzt, um mir die Stadt zu zeigen. Leipzig ist wunderschön und so grün – voller Parks, Wälder und Seen. Ich freue mich sehr auf die Zeit hier“, schwärmt der 26-Jährige.

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Und auch im Team von André Haber ist der Kroate bereits gut angekommen. Dabei hat vor allem die „Kennenlernfahrt“ in Oberwiesenthal geholfen. „Wir haben kein Handball gespielt. Stattdessen waren wir Mountainbiken und haben Biathlon ausprobiert. Das war schon lustig, aber ich habe mich nicht besonders gut angestellt“, so Jotic und lacht.

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