20. Januar 2020 / 19:24 Uhr

Mit Real Madrid statt dem HSV: Duo des VfL Rötgesbüttel feiert eFootball-Triumph

Mit Real Madrid statt dem HSV: Duo des VfL Rötgesbüttel feiert eFootball-Triumph

Nick Heitmann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
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Stark an der Konsole: Niklas Kollay (l.) und Max Neumann vom VfL Rötgesbüttel wurden Dritte. © NFV-Kreis Gifhorn
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Eigentlich wollten Niklas Kollay und Max Neumann bei der eFootbal-Niedersachsenmeisterschaft in Hannover den HSV ins FIFA-20-Rennen schicken. „Aber kurz davor haben wir uns für Real Madrid entschieden, das hat von den Positionen her besser gepasst“, so Kollay. Eine gute Wahl. Das Duo des VfL Rötgesbüttel glänzte vor knapp 1000 Zuschauern in der Swiss Life Hall an der PlayStation, belegte unter 96 Zweier-Teams den dritten Platz.

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Der NFV hatte für die zweite Auflage seines eFootball-Cups groß aufgefahren. 24 Konsolen-Stationen waren auf dem Kunstrasenplatz der Veranstaltungshalle aufgebaut, eine weitere gab’s auf der Bühne, deren Spiele auf einer Videowand und im Internet per Livestream übertragen wurden. „Das war super“, schwärmte Yannick Porada, der mit Ken-Adrian Konnegen für den 1. FC Wedelheine startete. Qualifiziert hatten sie sich wie fünf weitere heimische Teams über Kreismeisterschaften.

In der Gruppenphase blieben nur Leroy Scharke und Jens UIlmann (MTV Hattorf) hängen, in der ersten K.o.-Runde erwischte es dann neben Merlin Schick und Alexander Widdrat (TSV Sülfeld) auch die Wedelheiner. „Das war enttäuschend“, so Porada. Die Unterstützung durch ihre 20-köpfige Fangruppe war jedoch ein Trostpflaster. „Das war einfach genial.“

Bei der Premiere in Isenbüttel waren 24 Teams am Start.

Das war's! Shakehands nach dem Finale, Wilsche besiegte Sprakensehl an der Konsole mit 2:0. Zur Galerie
Das war's! Shakehands nach dem Finale, Wilsche besiegte Sprakensehl an der Konsole mit 2:0. © NFV-Kreis Gifhorn

Die Atmosphäre in der Swiss Life Hall begeisterte auch die anderen Teilnehmern. „Vor so einer Kulisse zu spielen, macht richtig Spaß. Da schlug die Pumpe schon schneller“, sagte Christopher Rücker schmunzelnd. Der 20-Jährige trat mit Oguz Sözen für die DJK Germania Wolfsburg an. „Wir haben auf den FC Liverpool gesetzt und gut gezockt.“

Im Viertelfinale war jedoch gegen Rötgesbüttel Endstation. „Sie waren besser“, gab Rücker nach der 1:4-Pleite zu. Den VfLern Kollay und Neumann, die zwei Runde zuvor bereits Daniel Camehl und Michael Lüning (SV Sprakensehl) besiegt hatten, fehlte nicht viel zum Finaleinzug, erst in der Nachspielzeit fiel das 1:2 gegen den späteren Titelträger SG Wehrstedt/Salzdetfurth. Kollay: „Unser Innenverteidiger hat einen Gegenspieler angeköpft, der den Ball nur noch reinmachen musste. Bitter.“

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Durch einen 3:1-Sieg im kleinen Finale schafften die beiden 18-Jährigen aber einen tollen Abschluss, einen Teambekleidungs-Gutschein im Wert von 1500 Euro gab’s obendrauf. „Ich denke, wir hätten das Turnier gewinnen können“, so Kollay, „trotzdem sind wir zufrieden.“