10. Juni 2021 / 16:16 Uhr

Mit Rückkehrern: Lübzer SV will sich taktisch weiterentwickeln

Mit Rückkehrern: Lübzer SV will sich taktisch weiterentwickeln

Johannes Weber
Ostsee-Zeitung
Jonas Holtkamp kehrt nach einem Jahr beim Malchower SV wieder zurück zum Lübzer SV.
Jonas Holtkamp kehrt nach einem Jahr beim Malchower SV wieder zurück zum Lübzer SV. © Ulf Lange
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Der Landesligist geht die Sommervorbereitung positiv gestimmt an. Für die Offensive holte der Lübzer SV Jonas Holtkamp und Kevin Spilgies zurück.

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Seit vergangenen Freitag rollt beim Lübzer SV wieder der Ball. Sieben Monate mussten die Landesliga-Kicker auf diesen Moment warten, wieder zusammen trainieren zu können. 22 Akteure waren bei der Auftakt-Einheit dabei. „Wir haben locker, unter anderem mit kleineren Spielchen angefangen", fasste LSV-Coach Remo Sahm kurz zusammen.

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Um zu überprüfen, auf welchem Stand seine Schützlinge nach der langen Pandemie-Zwangspause sind, ließ er auch einen Cooper-Test (eine Distanz bei voller Belastung in zwölf Minuten laufen) durchführen. Die Werte seien laut Sahm in Ordnung gewesen. „Ich bin positiv überrascht, wie weit die Jungs läuferisch schon sind."

Das sind die wichtigsten Transfers im kommenden Sommer in MV (Stand: 15. Juni 2021):

Justus Guth (zur TSG Neustrelitz), Matej Jazvic (zum MSV Pampow) und Stefan Voß (zum SFV Nossentiner-Hütte) sind nur einige von schon mehreren Transfers im MV-Amateurfußball. Zur Galerie
Justus Guth (zur TSG Neustrelitz), Matej Jazvic (zum MSV Pampow) und Stefan Voß (zum SFV Nossentiner-Hütte) sind nur einige von schon mehreren Transfers im MV-Amateurfußball. ©

Dennoch will Sahm seine Mannschaft wieder behutsam an die gewohnte Belastung im Trainingsbetrieb heranführen. Das alles geschieht in Abstimmung mit einem örtlichen Arzt. „Er sagt auch, dass wir es mit dem Kraft- und Sprinttraining ruhig angehen lassen sollen. Daran halten wir uns auch", so Sahm.



Für die kommende Spielzeit kann der Übungsleiter wieder mit zwei Rückkehrern für die Offensive rechnen. Jonas Holtkamp wechselt nach einem Jahr beim Verbandsligisten Malchower SV zurück nach Lübz. Ebenso wird Kevin Spilgies wieder das LSV-Dress überstreifen. Der 24-Jährige war 2018 von den Brauereistädtern studiumsbedingt nach Magdeburg gewechselt und hatte sich dort Rot Stern Sudenburg angeschlossen. Beim Landesklasse-Klub aus Sachsen-Anhalt wird der Stürmer angemeldet bleiben und beim Lübzer SV ein Zweitspielrecht erhalten.

Ebenfalls zurück beim LSV ist Sebastian Haase. Er kommt vom Plauer FC und wird als Torwartcoach das Trainerteam verstärken. Haase stand zu Verbandsliga-Zeiten bei den Lübzern zwischen den Pfosten.

Trotz der guten personellen Nachrichten - und das ohne Abgänge - wagt Remo Sahm nur einen vorsichtigen Ausblick auf die kommende Saison. Er erwartet eine ausgeglichene Landesliga West, die wohl in ihrer aktuellen Besetzung im Gros zusammenbleiben wird. Für Verbandsliga-Aufsteiger Dynamo Schwerin dürfte die SG Einheit Crivitz (Aufsteiger Landesklasse IV) in die Spielklasse rutschen. „Es wird in dieser Liga unter anderem auf die Tagesform ankommen. Wir sind positiv gestimmt und können das oberere Mittelfeld anpeilen, wenn wir von größeren Verletzungssorgen verschont bleiben", meint Sahm, der auf viele Eigengewächse in seiner Auswahl setzt.

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Großer Schwerpunkt für ihn in der langen Vorbereitung ist das Team vor allem taktisch voranzubringen. Er will das System aus der Vorsaison ein wenig umstellen. Die Mannschaft soll höher verteidigen und im Spiel nach vorne mehr Lösungen gegen tiefstehende Gegner finden.

Taktische Variationen wird Remo Sahm in den Testspielen ausprobieren. Mit dem Oberligisten MSV Pampow haben die Lübzer am 26. Juni um 19 Uhr gleich einen ambitionierten Gegner vor der Brust. Weitere Freundschaftsspiele steigen in den folgenden Wochen gegen die zwei Landesligisten FSV Malchin (10. Juli) und TSV Graal-Müritz (17. Juli) sowie gegen den FC Seenland Warin (24. Juli) aus der Landesklasse.

Danach plant der LSV noch ein Trainingslager vom 30. Juli bis zum 1. August in Altmark (bei Stendal). Für den Zeitraum warten die Lübzer noch auf eine Bestätigung für ein weiteres Testspiel gegen Rot Stern Sudenburg. Den Trip nach Sachsen-Anhalt wollen die Westmecklenburger vor allem für den Zusammenhalt im Team nutzen. „Fast die komplette Mannschaft hat zugesagt. Da gilt auch unserem Betreuer ein großer Dank, dass er das organisiert hat", kommentiert Sahm.