07. November 2020 / 17:22 Uhr

Mit starker Vorstellung in die Pause: RB Leipzig holt 3:0-Sieg gegen Freiburg

Mit starker Vorstellung in die Pause: RB Leipzig holt 3:0-Sieg gegen Freiburg

Elena Boshkovska
Leipziger Volkszeitung
Jubel nach dem 1:0: Ibrahima Konaté hat zum ersten Mal seit Januar 2019 wieder getroffen.
Jubel nach dem 1:0: Ibrahima Konaté hat zum ersten Mal seit Januar 2019 wieder getroffen. © Picture Point
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Die Mini-Krise ist auch in der Bundesliga beendet. RB Leipzig feiert einen 3:0-Erfolg (1:0) gegen den SC Freiburg, stemmt sich erfolgreich gegen die eigene Müdigkeit. Dennoch: Die nun folgende Länderspielpause ist dringend nötig.

Leipzig. RB Leipzig hat die Mission "Rückkehr zur alten Form" erfolgreich abgeschlossen. Gegen den SC Freiburg gewinnen die Roten Bullen das Heimspiel mit 3:0 durch Tore von Ibrahima Konaté, Marcel Sabitzer und Angelino. Der 21-jährige Franzose nahm im Spiel die Rolle von Abwehrchef Dayot Upamecano ein und zeigte sich von seiner besten Seite. Upamecano hatte sich beim 2:1-Champions-League-Sieg gegen Paris Saint-Germain eine Muskelfaserverletzung zugezogen und muss etwa zwei Wochen lang pausieren.

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Reichlich Chancen für RB

Ins Spiel finden die RB-Profis konzentriert, zeigen hohe Laufbereitschaft. Das ist nach den vergangenen englischen Wochen und dem anspruchsvollen Spiel gegen PSG in der Königsklasse nicht selbstverständlich. In der ersten Halbzeit sind sie dem Sportclub in allen Belangen überlegen. Der Druck der Roten Bullen ist sehr hoch, die Profis aus dem Breisgau stehen hinten sehr tief.

DURCHKLICKEN: Einige Bilder zum Spiel

RB Leipzig hat die Pflichtaufgabe gegen den SC Freiburg souverän erfüllt: Die Nagelsmann-Elf schlug die Gäste aus dem Breisgau mit 3:0. Zur Galerie
RB Leipzig hat die Pflichtaufgabe gegen den SC Freiburg souverän erfüllt: Die Nagelsmann-Elf schlug die Gäste aus dem Breisgau mit 3:0. ©

In der Verteidigung macht der SCF seine Arbeit sehr gut, muss lediglich vorne nachlegen. In der ersten Viertelstunde bringen sie keinen Schuss auf's Tor. Die Hausherren erarbeiten sich dagegen Chance um Chance. Konaté köpft einmal links am Tor von Florian Müller vorbei, Yussuf Poulsen setzt die Pille einmal rechts neben den Kasten. In der 15. Minute köpft auch Willi Orban, diesmal an den Pfosten.

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In der 26. Minute ist es dann endlich so weit. Christopher Nkunku führt einen Freistoß aus, gibt den Ball an Sabitzer weiter, der in der Box auf Nordi Mukiele passt. Der Franzose findet im Strafraum seinen Landsmann Konaté, der nach dieser herrlichen Kombination zur 1:0-Führung einnetzt. Für einige Stunden ist RB Leipzig jetzt wieder Tabellenführer, zumindest bis zum Abpfiff des Duells zwischen Borussia Dortmund und dem FC Bayern München am Abend.

Müdigkeit allmählich sichtbar

Ausruhen ist auch mit Führung im Rücken nicht: In der 31. Minute hat Mukiele seine eigene Chance, eine Minute später legt Emil Forsberg mit einem Schuss knapp am Tor vorbei noch Einen drauf. Kurz vor der Halbzeitpause versucht es auch Kevin Kampl mit einem Distanzschuss, der aber leider ins Leere geht. Zufrieden können die Roten Bullen in die Kabine.

In der zweiten Hälfte kommt der Sportclub besser ins Spiel. Man merkt den Roten Bullen die Müdigkeit an, auch dem 1,70-Meter-Übermenschen Angelino. Der Leihspieler war erst kurz vor Anpfiff in die Startelf gerutscht, weil sich Marcel Halstenberg beim Warmmachen verletzte. Zur Halbzeit muss auch Mukiele ausgewechselt werden, geht mit einem leichten Humpeln vom Platz. Für ihn kommt Benjamin Henrichs.

DURCHKLICKEN: Guido Schäfers Noten für die RB-Elf

(1) Peter Gulacsi: Bekommt in der ersten Halbzeit keinen Ball aufs Tor. Hält danach einen Höfler-Kopfball mit Klasse und Routine. Note: 2 Zur Galerie
(1) Peter Gulacsi: Bekommt in der ersten Halbzeit keinen Ball aufs Tor. Hält danach einen Höfler-Kopfball mit Klasse und Routine. Note: 2 ©

Nach einer knappen Stunde Spielzeit merkt Coach Julian Nagelsmann: Seine Jungs brauchen einen Impuls. Er wechselt Alexander Sörloth und Dani Olmo für Forsberg und Amadou Haidara ein. Den Sieg sichert allerdings mehr oder weniger Schiedsrichter Felix Zwayer, der einen schmeichelhaften Elfmeter nach Foul an Christopher Nkunku gibt. Kapitän Marcel Sabitzer übernimmt die Verantwortung, verwandelt souverän und erhöht so auf 2:0.

Angelino kann es nicht nur mit dem Kopf

Nun sind die Gastgeber wieder wacher, üben Druck aus, agieren offensiv trotz Müdigkeit in den Knochen (fast) aller Beteiligten. Der 24-jährige Norweger Sörloth zeigt sein Können gleich mehrfach: In der 72. Minute netzt er nach Vorlage von Poulsen zwar ein, der Däne stand allerdings davor im Abseits, kein Tor. Knappe vier Minuten später hat er seine beste Chance, aber Freiburgs Schlussmann Müller pariert.

Bis zur letzten Minute bleibt RB dran, drückt nach vorne, erobert Bälle, erspielt sich Chancen. In der 84. Minute donnert auch Olmo das runde Leder aus der Distanz in Richtung Tor, leider drüber. „Sehr gut, Dani!“, hört man Coach Nagelsmann am Spielfeldrand rufen. In der Stille des leeren Stadions sind seine Anweisungen bestens zu verstehen. Zufrieden ist er nicht mit allem, lobt trotzdem reichlich.

In der 89. Minute hat er noch einmal Gelegenheit dazu. Denn Angelino beweist, dass er es nicht nur mit dem Kopf kann, zimmert einen Freistoß direkt in die Maschen. Freiburgs Keeper kann den Hammerschuss nur noch mit einem resignierten Blick ins eigene Netz verfolgen. Absolut unhaltbar.