31. Oktober 2021 / 22:24 Uhr

Mit Tor von Jan Rudlaff aus eigener Hälfte: SV Pastow stürmt die Spitze

Mit Tor von Jan Rudlaff aus eigener Hälfte: SV Pastow stürmt die Spitze

Johannes Weber
Ostsee-Zeitung
Pastows Jan Rudlaff (l.) setzt sich auch in dieser Szene gegen Tom Dornick durch und rennt danach auf das FSV-Tor zu.
Jan Rudlaff (l.), hier im Spiel gegen den FSV Kühlungsborn, traf aus längerer Distanz für den SV Pastow in Güstrow. © Johannes Weber
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In der Verbandsliga führt der SV Pastow jetzt das Tableau an. Beim 2:1-Erfolg gegen den Güstrower SC trifft Offensivspieler Jan Rudlaff aus schätzungsweise 60 Metern.

Das war ein irres Ding, das Pastows Jan Rudlaff da in der zweiten Minute der Nachspielzeit rausholte. Das Tor des Güstrower SC war frei nachdem GSC-Keeper Florian Kirsch bei einem Freistoß mit nach vorne geeilt war und die Hausherren im Anschluss den Ball verloren. Rudlaff nahm das Spielgerät aus schätzungsweise rund 60 Metern direkt und es rollte in die Maschen der Barlachstädter. „Er hätte auch Tony-Glen Siegmund anspielen können, macht es aber verrückterweise selbst", kommentierte Heiner Bittorf, Trainer des SV Pastow.

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Seine Elf landete am Sonnabend einen 2:1 (0:0)-Erfolg beim Güstrower SC, der mit 13 Punkten auf Rang zehn im Niemandsland der Tabelle zu versinken droht. Das Tor von Rudlaff war das zwischenzeitliche 2:0 für die Pastower. Das Anschlusstor des GSC durch Sava Mihajlovic kurz danach kam zu spät. Es war ein kleiner Makel am fünften Ligasieg des SVP in Folge. Durch den Mihajlovic-Treffer riss bei den Gästen eine Serie von mehr als 360 Minuten ohne Gegentor.

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„Wir hatten uns das vorgenommen mit einem Sieg Platz eins zu erobern. Das haben wir geschafft. Somit haben wir kommenden Sonnabend ein absolutes Topspiel gegen Dynamo Schwerin“, sagt Bittorf. Die Pastower profitierten vom 3:2-Erfolg des FC Anker Wismar beim vorherigen Ligakrösus FSV Einheit Ueckermünde. Dadurch konnte sich der SVP mit seinem Sieg in der Barlachstadt am FSV ganz vorn vorbeischieben.


Zum Spiel in Güstrow meinte Bittorf, dass es „eine Begegnung auf Augenhöhe" gewesen wäre. Die Gastgeber hätten die Pastower ordentlich gefordert. In den ersten 20 Minuten musste das sich das Gastteam erst zurechtfinden, bis es danach hochkarätige Möglichkeiten ausließ. Die Blau-Hemden liefen zweimal alleine auf Kirsch zu, scheiterten aber jeweils am stark parierenden Schlussmann. Zudem vergab Enrico Karg kurz vor dem Kabinengang eine gute Gelegenheit gegen seinen Ex-Klub aus aussichtsreicher Position.

Nach einem torlosen ersten Durchgang fielen nach dem Seitenwechsel die Treffer. Die Güstrower übten zunächst Druck aus, SVP-Torwart Danny Zimmermann musste das eine oder andere Mal eingreifen. In der 68. Minute zappelte der Ball dann im Netz. Hannes Wandt traf für die Pastower. Später folgte das Tor aus der eigenen Hälfte von Rudlaff. Das 1:2 von Mihajlovic war nur noch eine Randnotiz.

„Das Spiel war die ganze Zeit offen. Wir hätten es in dieser Partie einfach haben können, aber sind froh, dass unsere Serie weitergeht. Am Ende hat sich das Team mit der größeren Qualität durchgesetzt“, analysierte Bittorf. Er genießt die erste Tabellenführung seit rund einem Jahr.

Güstrower SC: Kirsch – Writschan, Thormann, Bormann, Appel, Weidmann, Peters (75. Kastl), Reister, Mihajlovic, Fichelmann, O. Schuller.
SV Pastow: Zimmermann – Pett, Bockholt, Klöckner (87. Mönck), Siegmund, Kuster, Grahl, Schumski (72. Maerz), Mansour, Wandt, Karg (62. Rudlaff).
Tore: 0:1 Wandt (68.), 0:2 Rudlaff (90.+2), 1:2 Mihajlovic (90.+3).
Schiedsrichter: Michael Rust.
Zuschauer: 77.