29. August 2020 / 11:13 Uhr

Mit überraschendem Neuzugang: STK Eilvese will erneut gute Rolle in der Landesliga spielen

Mit überraschendem Neuzugang: STK Eilvese will erneut gute Rolle in der Landesliga spielen

Mark Bode
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Geht mit Zuversicht in die neue Saison: STK-Trainer Thassilo Jürgens.
Geht mit Zuversicht in die neue Saison: STK-Trainer Thassilo Jürgens. © Christian Hanke (Archiv)
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Im Sommer hat Landesligist STK Eilvese einen erheblichen Umbruch vollzogen, doch nun steht der Kader für die neue Saison fest. Mit der Leistung seiner Mannschaft in den ersten Testspielen zeigte sich Trainer Thassilo Jürgens durchaus zufrieden. 

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Gewöhnlich läuft es genau anders herum. Spieler sagen häufig unter der Voraussetzung bei Vereinen zu, dass diese ihnen eine Arbeitsstelle vermitteln. Abdul Samed Oumaron hatte sich beim Hauptsponsor des Landesligisten STK Eilvese beworben. In seinem Lebenslauf erwähnte er Fußball als Hobby. Beim Vorstellungsgespräch vermittelte der Sponsor den gebürtigen Gambianer an die Landesligamannschaft für ein Probetraining.

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"Er integriert sich super"

Dort fiel der 28-jährige Defensivspieler – er spielt bevorzugt als Innenverteidiger oder im defensiven Mittelfeld – Trainer Thassilo Jürgens positiv auf. „Er integriert sich super, hat schnell alle Namen der Mitspieler gelernt“, lobt der Coach den ehemaligen Spieler des Bezirksligisten SC Hicret Bielefeld.

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Umbruch in Eilvese abgeschlossen

Oumaron ist somit der letzte Neuzugang des inzwischen 24-köpfigen Kaders des STK. Die Eilveser, die die abgebrochene Saison auf dem vierten Platz beendet hatten, haben im Sommer einen erheblichen Umbruch vollzogen. Besonders schwer wiegt dabei der Abgang von Top-Torjäger Hussein Saade, der ausgerechnet zum Lokalrivalen TSV Mühlenfeld in die Bezirksliga wechselte. Torben Deppe (Lindwedel), Jan Dase und Ümit Tavan (beide Steimbke), Alessandro Busse (Mühlenfeld), Felix Gläser (Mariensee), Marvin Metzig (Frielingen), Jerrymie Bahtiri (Ziel unbekannt) und Daniel Degner (Co-Trainer 1. FC Wunstorf) sind die weiteren Abgänge.

Neu dabei sind Mittelstürmer Onur Yayan (23, TSV Berenbostel), Mittelfeldspieler Sebastian Schirrmacher (33, 1. FC Wunstorf) und Adrian Wagner (33, TSV Burgdorf), die Flügelspieler Cem Boran (19, HSC Hannover A-Junioren) sowie Tim Meinhold (22, TuS Garbsen) und Innenverteidiger Yanik Strunkey (33, 1. FC Wunstorf). Mit dem neu formierten Team zeigt sich Jürgens zufrieden: „Wir haben eine gute Mischung aus erfahrenen Akteuren und Spielern, die sich in der Landesliga beweisen wollen.“

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Heinze-Bittner ergänzt Trainerteam

Eine Verstärkung gibt es noch im Trainerteam. Sven Heinze-Bittner hat den Kreisligisten FC Wacker Neustadt verlassen und sich dem STK als Torwarttrainer angeschlossen. „Er hat Lust, noch etwas professioneller zu arbeiten. Theoretisch kann er auch noch für uns spielen. Sein Pass liegt zumindest bereit“, sagt Jürgens über den 34-jährigen Schlussmann. Somit wächst das Team um den früheren alleinigen Macher Jürgens. Marc Obermann steht weiterhin als Assistenztrainer bereit und hat durch berufliche Veränderungen wieder mehr Zeit, an den Trainingseinheiten mitzuwirken.

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Starke Leistungen in den Testspielen machen Hoffnung

Dass sich der Landesligist in guter Frühform befindet, zeigen die jüngsten Testspielergebnisse: Gegen den Oberligisten 1. FC Germania Egestorf/Langreder unterlag der STK nach zwischenzeitlicher 2:1-Führung noch knapp mit 2:3. „Wir hatten gegen ein Team, das in Richtung Regionalliga schielt, nur zwei Leute auf der Bank. Da sieht man, dass es schon ganz gut läuft“, sagte Jürgens. Drei Tage später gab es sogar einen Erfolg gegen einen Oberligisten: Die Eilveser bezwangen den Aufsteiger SV Ramlingen/Ehlershausen mit 4:3. Mohamad Saade, Kenny Böttger, Pascal Pagga und Yayan waren die Torschützen für den STK.

Die Spielpläne der hannoverschen Landesligen

Eilvese wenig erfreut über Spielplan

Wenig begeistert ist Jürgens allerdings vom inzwischen veröffentlichten Spielplan in der Landesligagruppe Nord. In der Neunerstaffel hat zwangsläufig an jedem Wochenende eine Mannschaft spielfrei. Gleich zum Saisonauftakt am 6. September erwischt es die Eilveser. „Wir wollen natürlich im Rhythmus bleiben: In der Woche trainieren und am Wochenende spielen“, sagt der Trainer. Deshalb versucht er, einen anderen Verein zu finden, der das Schicksal mit dem Eilveser Team teilt und spielfrei hat. „Wenn das nicht klappt, ist die Routine schnell wieder weg“, fürchtet der Trainer. Am zweiten Spieltag darf der STK dann starten. Zum Auftakt kommt der Heeßeler SV nach Neustadt.