16. Dezember 2020 / 14:30 Uhr

Mit Vranckx und Elvis? So eng wird's im Wolfsburger Mittelfeld

Mit Vranckx und Elvis? So eng wird's im Wolfsburger Mittelfeld

Engelbert Hensel
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Fußball Bundesliga, VfL Wolfsburg, Saison 202072021, Auftakttraining, Saisonauftakt
VfL-Mittelfeld: Maximilian Arnold (r.) und Xaver Schlager (2. v. r.) spielen im Moment auf der Doppel-Sechs – auf dieser sind auch (l. von oben) Aster Vranckx, Elvis Rexhbecaj, Ridle Baku, Josuha Guilavogui und Yannick Gerhardt aktuelle oder potenzielle Kandidaten. © Roland Hermstein
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Mit Aster Vranckx hat der VfL Wolfsburg einen hoch talentierten Mittelfeldspieler für die neue Saison geholt - seine Verpflichtung sorgt mit dafür, dass es da einen großen Konkurrenzkampf geben dürfte.

Mit Aster Vranckx hat der VfL in der vergangenen Woche den Transfer eins großen Talents bekannt gegeben. Der 18-jährige Mittelfeldspieler kommt in der kommenden Saison vom belgischen Erstligisten KV Mechelen – und sorgt mit dafür, dass der Konkurrenzkampf im Mittelfeld des Wolfsburger Fußball-Bundesligisten so groß wie ganz lange nicht mehr sein dürfte, was Manager Jörg Schmadtke jedoch ausdrücklich begrüßt.

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Mit Maximilian Arnold, Xaver Schlager (beide sind zurzeit auf der Sechs erste Wahl), Kapitän Josuha Guilavogui (zuletzt verletzt), Yannick Gerhardt (Gespräche über eine Vertragsverlängerung sind angelaufen), Ridle Baku (spielt zurzeit hinten rechts, aber die Acht ist seine Lieblingsposition), Neuzugang Vranckx und dem ausgeliehenen Elvis Rexhbecaj, der im Sommer vom 1. FC Köln zurückkehren könnte (Schmadtke: „Da haben wir mit der Entscheidung noch Zeit), ist der VfL im Mittelfeld richtig dick besetzt. Zu dick besetzt? Nein, sagt Schmadtke. „Ich glaube, man kann nie zu viele gute Fußballer haben.“ Der Manager weiter: „Mittelfeldspieler sind die Taktgeber, sie ziehen die letzte Kette mit, sie bestimmen, wann und wie gepresst wird. Sie sind nicht nur Verteidigungslinie, sondern oftmals auch die erste Offensivlinie – das Mittelfeld war schon immer bedeutsam und kriegt eine immer höhere Bedeutung, wobei ich damit andere Reihen in einer Mannschaft nicht minder bewertet wissen möchte.“

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Neuzugang Vranckx bringt trotz seiner jungen Jahre schon jetzt vieles mit, um den Sprung in die Bundesliga schaffen zu können. Der Neuzugang wird gern mal mit Ex-Bayern-Star Arturo Vidal (jetzt Inter Mailand, Spitzname: Krieger) verglichen – einer, der auch mal dazwischenfegt, wie es in der Fußballersprache gern mal heißt. „Aster ist einer, der auch unangenehm werden kann“, sagt Schmadtkte. Der Manager legt jedoch Wert darauf, dass der VfL-Neue auch über große „fußballerische Qualitäten“ verfüge. "Wir waren schon länger an ihm dran." Schon im Sommer hatte es Gerüchte gegeben. Nun schlug der VfL zu.

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Nach Bartosz Bialek (19) und Maxence Lacroix (20) ist Vranckx nun der nächste junge, wilde mit viel Potenzial, den die Wolfsburger holen – und so ihren vor zweieinhalb Jahren eingeschlagenen Weg konsequent weitergehen. Als Schmadtke und Sportdirektor Marcel Schäfer im Sommer 2018 übernahmen, habe man nach zwei Fast-Abstiegen in Folge bei den Transfers Wert „auf Stabilisierung gelegt“. Man habe dem Kader mit den Verpflichtungen etwa von Wout Weghorst oder Daniel Ginczek „eher Erfahrung zuführen“ wollen. „Aber schon damals war die Idee da, dass wir uns eher mit jüngeren Spieler beschäftigen werden und versuchen wollen, Werte zu schaffen. Das haben wir immer gesagt.“ Und mit der Vranckx-Verpflichtung nun erneut mit Leben gefüllt.