07. Juni 2021 / 18:15 Uhr

Mitglieder von VT Union beschließen: Das Gesundheitssport-Zentrum kommt

Mitglieder von VT Union beschließen: Das Gesundheitssport-Zentrum kommt

Matthias Preß
Peiner Allgemeine Zeitung
Die Mitglieder verteilten sich bei der Hauptversammlung entsprechend den Coronaschutz-Vorschriften mit Abstand in der Ilseder Stadionhalle.
Die Mitglieder verteilten sich bei der Hauptversammlung entsprechend den Coronaschutz-Vorschriften mit Abstand in der Ilseder Stadionhalle. © Verein
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VT Union plant eine Art Fitness-Studio unter dem Gesundheitssport-Aspekt. Der Verein will sich damit für die künftigen Herausforderungen wappnen. Das Gesundheitssport-Zentrum wird im Vereinsheim untergebracht, die Mitgliederversammlung stimmte dafür.

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Das Gesundheitszentrum in Groß Ilsede kommt. Bei der Hauptversammlung der VT Union Groß Ilsede, die den Corona-Richtlinien entsprechend in der Stadionhalle stattfand, billigte die große Mehrheit der 78 Mitglieder die Pläne des Vorstandes und stimmte auch dem finanziellen Rahmen für dieses Projekt zu.

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Wie berichtet plant der Verein, in den Räumen der bisherigen Gaststätte im Vereinsheim das Gesundheitssport-Zentrum mit Kraftzirkel, Dehnungszirkel, Cardiobereich und Freihanteltraining einzurichten. Vorher sind Baumaßnahmen notwendig, unter anderem soll ein Fahrstuhl für einen behindertengerechten Zugang angebaut werden. Henning Pape, stellvertretender Vorsitzender für Sportentwicklung, erläuterte anhand einer Power-Point-Präsentation die Vorstellungen des Vorstandes, die schon bei einer Online-Veranstaltung im April erläutert worden waren.

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Vor allem hinsichtlich der sechstelligen Investitionskosten wurden bei der Hauptversammlung Fragen gestellt. „Die Bedenken konnten wir aber ausräumen“, sagt VTU-Sportreferent Michael Rekel. Er rechnet damit, dass durch die Sportangebote des Vereins zusätzliche Besucher ins Gesundheitszentrum kommen. „Zum Beispiel beim Kinderturnen. Die Eltern können die Kleinen bringen und bis zum Ende der Übungszeit trainieren.“



Der Verein kalkuliert mit 250 Nutzern, die regelmäßig ihren Beitrag zahlen – der unabhängig vom Vereinsbeitrag bei VT Union ist. Etwaige Bedenken zerstreute auch Peter Wehr, der Vorsitzende der TVG Hosterhausen (Stadtteil von Essen), der bei der Versammlung zu Besuch war. Die TVG betreibt bereits ein ähnliches Gesundheitszentrum, und der VTU-Vorstand hatte sich dort über das Projekt informiert. Wehr prophezeite eine höhere als die kalkulierte Nutzerzahl.

Mit großer Mehrheit stimmten die Mitglieder für das Projekt, für das auch Ortbürgermeisterin Ilse Schulz warb: „Ein von VT Union betriebenes Gesundheitssport-Zentrum ist ein Gewinn für die Ortschaft Groß Ilsede und darüber hinaus. Wir sollten diese Chance jetzt nutzen.“

Der nächste Schritt für den Verein ist es, die Förderanträge zu stellen. Das soll in den nächsten zwei Wochen erledigt sein. Dann muss ein vorzeitiger Projektbeginn beantragt werden, um die Zuschuss-Zahlungen durch etwaige frühzeitige Baumaßnahmen nicht zu gefährden. „Unser Wunsch ist es, dass das Gesundheitszentrum Anfang 2022 starten kann. Ich vermute allerdings, dass es erst zum Ende des ersten Quartals gelingt“, sagt Rekel, der hofft, dass der Verein zügig Baufirmen für das Projekt findet und es keine Probleme mit dem Materialkauf gibt.

Das noch vorhandene Gaststätteninventar wie Tische, Stühle oder Großküchen-Einrichtung wird bei Ebay inseriert. „Was wir vom Verein in Eigenarbeit erledigen können, werden wir jetzt in Angriff nehmen“, sagt Rekel.

Das Gesundheitssport-Zentrum soll sich durch die dort Trainierenden selbst finanzieren. Allerdings legte der VTU-Vorstand dar, dass die nun ausbleibenden Einnahmen aus der Vermietung des Clubhauses durch eine moderate Beitragsanpassung aufgefangen werden müssten. Diese Erhöhung billigten die Mitglieder ohne Gegenstimme.

Sportbetrieb startet – aber mit Hygienekonzept

Das komplette Sportangebot von VT Union Groß Ilsede startet wieder. Diese Woche geht es mit Rehasport wieder los, kommende Woche mit dem Funktionstraining. „Die einzelnen Abteilungen informieren ihre Teilnehmer selbst“, sagt Vereins-Sportwart Michael Rekel.

Insgesamt hat der Verein 68 Übungsleiter, knapp 400 der rund 950 Mitglieder sind im Gesundheitssport gemeldet. „Neu ist bei uns, dass Herzsport jetzt zweimal pro Woche angeboten wird. Das ist für bestimmte Verordnungen Voraussetzung“, sagt Rekel. Er hofft, dass die Kinder wieder die Vereinsangebote nutzen und viele neue hinzu kommen. „Uns fehlt ja ein ganzer Jahrgang. Und die Kinder hatten im Corona-Lockdown am meisten zu leiden, weil ihnen die sozialen Kontakte fehlten, die sie für ihre Entwicklung brauchen.“

Bei allen Vereinsangeboten gilt weiterhin, dass das Hygienekonzept (zum Beispiel Abstand halten außerhalb des sportlichen Betriebs, Geräte nach der Nutzung desinfizieren) einzuhalten ist. Der Verein bietet zudem die Möglichkeit von offiziellen Corona-Schnelltests an.

Von Matthias Press