24. Januar 2020 / 08:47 Uhr

Mitgliederversammlung steht an: Wohin geht die Reise für den 1. FC Lok Leipzig?

Mitgliederversammlung steht an: Wohin geht die Reise für den 1. FC Lok Leipzig?

Anton Kämpf
Leipziger Volkszeitung
Der 1. FC Lok und sein Präsident Thomas Löwe laden zur Mitgliederversammlung.
Der 1. FC Lok und sein Präsident Thomas Löwe laden zur Mitgliederversammlung. © Christian Modla
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Finanzielle Zukunft, Fusion mit dem VfB Leipzig, Trainerfrage - auf der Mitgliederversammlung des Regionalligisten werden viele Themen eine Rolle spielen.

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Leipzig. „Das höchste Organ des Vereins“ nennt Thomas Löwe die Mitgliederversammlung des 1. FC Lok Leipzig, die am Freitagabend Auskunft über die Zukunft des Regionalligisten geben soll. Der Lok-Präsident berichtet, man spreche derzeit mit Investoren, um die Zukunft Loks zu sichern. Der Vertrag mit Hauptsponsor und -geldgeber ETL läuft im Sommer aus, Liga drei oder Profitum in Liga vier wären ohne ETL oder einer neuen, großzügigen Firma nicht möglich.

„Wir haben noch viel vor uns“, sagt Löwe ohne Pessimismus. Wasserstandsmeldungen könnten dennoch heute präsentiert werden. Bei der Trainerfrage muss wohl noch etwas Geduld geübt werden. „Ich habe mich noch nicht entschieden“, meint der Sportdirektor und derzeitige Coach Wolfgang Wolf im Vorfeld der MV. Ein Hauptproblem ist, dass den Kandidaten keine Perspektive aufgezeigt werden kann. „Ich muss erst wissen, welche konkreten Infos ich den Anwärtern über unsere Zukunft geben kann“, so Wolf über die Verhandlungen mit seinen möglichen Nachfolgern.

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Bewusst Zeit lassen möchten sich die Lok-Verantwortlichen bei der Fusion mit dem VfB Leipzig, bis das Finanzamt sein Okay gibt. „Auch wenn das Restrisiko gering ist: Wir sind verantwortlich für den Verein und könnten unseren Mitgliedern und Fans schlecht erklären, wieso wir Schulden anderer auf uns nehmen“, sagte Löwe.

Gerüchten zufolge könne es dagegen beim VfB nicht schnell genug gehen, weswegen es zu einigen Befindlichkeiten zwischen den jeweiligen Präsidien gekommen sein soll. Und das nicht zum ersten Mal: Nach der Trennung von Björn Joppe nannte VfB-Präsident Dirk Sander Lok in einem mittlerweile gelöschten Facebook-Post einen „Komödiantenverein“. Am Freitagabend möchte Sander in den Aufsichtsrat gewählt werden.