30. Mai 2022 / 20:15 Uhr

"Will nicht wieder in Deutschland arbeiten": Gladbach-Sportdirektor Roland Virkus verkündet Favre-Absage

"Will nicht wieder in Deutschland arbeiten": Gladbach-Sportdirektor Roland Virkus verkündet Favre-Absage

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Lucien Favre wird doch nicht neuer Trainer von Borussia Mönchengladbach. Das bestätigte Sportdirektor Roland Virkus am Montag.
Lucien Favre wird doch nicht neuer Trainer von Borussia Mönchengladbach. Das bestätigte Sportdirektor Roland Virkus am Montag. © IMAGO/Icon SMI/dpa
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Lucien Favre wird entgegen aller Berichte doch nicht neuer Trainer von Borussia Mönchengladbach. Das verkündete Sportdirektor Roland Virkus am Montagabend bei der Mitgliederversammlung des Klubs. Favre wolle laut Virkus nicht mehr in Deutschland arbeiten.

Lucien Favre wird nicht Trainer beim Bundesligisten Borussia Mönchengladbach. "Sie können sicher sein, dass wir alles dafür getan haben. Er hat uns aber gesagt, dass er die Raute im Herzen trägt, aber nicht wieder in Deutschland arbeiten will", sagte Sportdirektor Roland Virkus bei der Mitgliederversammlung des Klubs am Montagabend. "Ich glaube nicht, dass Lucien Favre in den beiden kommenden Jahren Trainer bei Borussia Mönchengladbach ist."

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Favre, der die Borussia zwischen 2011 und 2015 trainiert, dabei zunächst vor dem Abstieg gerettet und bis in die Champions League geführt hatte, galt nach der Trennung von Adi Hütter laut Medienberichten bereits sicher als künftiger Gladbacher Trainer.

Virkus: Gladbach mit mehreren Trainer-Kandidaten in Gesprächen

Gleichzeitig verkündete Virkus, dass aktuell Gespräche "mit mehreren Kandidaten", die für Hütter-Nachfolge infrage kommen, geführt werden: "Es ist für die Zukunft des Vereins unabdingbar, dass wir in der Trainerfrage die richtige Entscheidung treffen", mahnte der Sportchef. "Wir haben ein klares Anforderungsprofil erstellt."

Als möglichen Ersatzkandidaten für Favre soll Gladbach laut Medienberichten den ehemaligen Bundesliga-Profi Vincent Kompany im Auge haben. Der 36‑Jährige spielte von 2006 bis 2008 für den Hamburger SV, danach elf Jahre für Manchester City. Zuletzt hatte er seinen Heimatclub RSC Anderlecht trainiert, der aber am Mittwoch die Trennung von Kompany bekannt gegeben hatte. Laut Bild soll auch Ex-Norwich-Coach Daniel Farke ein Kandidat sein.

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Auch finanziell gab es keine guten Nachrichten an die Mitglieder. Zum zweiten Mal hintereinander fuhr die Borussia einen zweistelligen Millionen-Verlust ein. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2021 betrug der Verlust vor allem coronabedingt 14,6 Millionen Euro. Bereits im Geschäftsjahr 2020 hatte die Pandemie ein Minus in Höhe von gut 16,7 Millionen Euro verursacht. "Im Ligavergleich bei der Größe unseres Vereins ist das trotz allem ein sehr respektables Ergebnis", befand Finanz-Geschäftsführer Stephan Schippers. Durch die Verluste schrumpfte das Eigenkapital in den vergangenen beiden Jahren von über 100 Millionen Euro auf nur noch rund 72 Millionen Euro.

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