24. Januar 2023 / 19:01 Uhr

Modefreak Gnabry bis Torwart-Beben um Tapalovic: Diese Sorgen plagen den FC Bayern vor dem Köln-Spiel

Modefreak Gnabry bis Torwart-Beben um Tapalovic: Diese Sorgen plagen den FC Bayern vor dem Köln-Spiel

Patrick Strasser
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Beim FC Bayern gab es vor dem Spiel gegen den 1. FC Köln eine Menge Unruhe.
Beim FC Bayern gab es vor dem Spiel gegen den 1. FC Köln eine Menge Unruhe. © IMAGO/Picture Point LE/Team 2/Serge Gnabry/Instagram (Montage)
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Der FC Bayern München legte gegen RB Leipzig einen Stotterstart ins Pflichtspieljahr 2023 hin. An einigen Stellen plagen die Münchener zu Beginn der Englischen Woche Sorgen. Der SPORTBUZZER blickt auf die FCB-Probleme vor dem Spiel gegen den 1. FC Köln.

Den holprigen Start ins Pflichtspieljahr 2023 mit dem 1:1 bei RB Leipzig wertete man bei Bundesligist FC Bayern München als "schon okay". Mehr aber auch nicht. Es war eher eine vertane Chance, das Punktepolster an der Spitze weiter auszubauen. Und jetzt kommen an diesem Dienstag (20.30 Uhr, Sat.1 und Sky) auch noch die Kölner, beseelt von ihrem 7:1-Erfolg gegen Werder Bremen.

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"Ich glaube, die sieben Tore machen eher etwas mit Köln als mit uns", meinte Bayern-Trainer Julian Nagelsmann am Montagnachmittag an der Säbener Straße und offenbarte in der Gesprächsrunde, dass er die Pro­ble­me eher in den eigenen Gefilden ausgemacht hat vor dem Heimspiel-Doppelpack. Erst geht es am Dienstag gegen den 1. FC Köln und dann am Samstagabend (18.30 Uhr, Sky) im Topspiel gegen den Tabellenzweiten Eintracht Frankfurt. Die Bayern wollen so schnell wie möglich ihre Topform erreichen, denn bis zum ersten wegweisenden Spiel in der Champions League, dem Achtelfinalhinspiel beim Weltstarensemble von Paris Saint-Germain, sind es lediglich noch drei Wochen.

Dank der Wochenendergebnisse der Konkurrenz konnten die Bayern den inoffiziellen Herbstmeistertitel verbuchen, der eine 81-prozentige Titelwahrscheinlichkeit bringt. In 21 von 26 Fällen standen die Münchner dann auch am Saisonende ganz oben. Doch der Winterstiefel drückt in diesen Tagen an vielen Stellen. Der SPORTBUZZER, das Sportportal des RedaktionsNetzwerks Deutschland (RND), blickt auf die winterlichen Sorgen des deutschen Rekordmeisters.

Die Offensive ohne Müller: Mittelstürmer Eric Maxim Choupo-Moting konnte bei RB seinen Lauf fortsetzen, besetzt jedoch Thomas Müllers Position. Nagelsmann betonte das Leistungsprinzip, er sagte: "Dieses Thema ist in der Öffentlichkeit ein größeres als bei uns. Wenn man so lange verletzt war, ist man immer der Herausforderer. Den Freifahrtschein, dass er immer spielt, will kein Spieler. Thomas will auch die Konkurrenz." Doch die Mitspieler in der Offensive fühlen sich einen Tick sicherer auf dem Platz mit dem "spielenden Co-Trainer" Müller.

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Der "kindliche" Kimmich: Vor dem Leipziger Ausgleich wertete Kapitän Joshua Kimmich den Zupfer an ihm als Regelverstoß und beklagte sich beim Schiedsrichter. Für Ex-Bayer Mario Basler war der Zweikampf "kein Foul" wie er bei Sport 1 befand. Er meinte: "Kimmich als Sechser weiß, wie aggressiv da teilweise gespielt wird. Da kann ich mich nicht jedes Mal fallen lassen und hoffen. Er ist ein hervorragender Spieler, aber manchmal ist er noch etwas zu kindlich." Gegen die mutigen Kölner forderte Nagelsmann: "Wir müssen die Aggressivität auf den Platz bringen und uns wehren."

Modefreak Gnabry: Nationalspieler Serge Gnabry hatte den freien Sonntag für einen Besuch bei der Pariser Fashion Week genutzt. Bei Bayern gebe es "keine Auflagen", so Nagelsmann, die Spieler sollen in ihrer Freizeit grundsätzlich "machen dürfen, was sie wollen". Das große Aber: "Wichtig ist, dass die richtige Antwort auf dem Platz erfolgt." Der 35-Jährige betonte: "Ich muss ja selbst freie Tage vor meinen Chefs rechtfertigen. Wenn dann die sozialen Kanäle voll sind mit diversen Shootings, geht mir die Argumentationskette flöten. Wenn man dann gut spielt, ist das egal."

Problem Neuer-Intimus: Torwarttrainer Toni Tapalovic ist mit Manuel Neuer gut befreundet. Nun beschwerte sich jedoch der nach Monaco ausgeliehene und einst als Neuers Kronprinz auserkorene Alexander Nübel, der Assistenzcoach habe den Kontakt schleifen lassen. Am Montagabend wurde Tapalovic entlassen. Grund laut Sportvorstand Hasan Salihamidzic: "Insbesondere Differenzen über die Art und Weise der Zusammenarbeit". Tom Starke gilt aus heißer Kandidat auf die Nachfolge.

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