03. Mai 2021 / 09:31 Uhr

Moderatoren, Experten, Formate: ARD und ZDF stellen Konzepte vor – So läuft die EM im TV

Moderatoren, Experten, Formate: ARD und ZDF stellen Konzepte vor – So läuft die EM im TV

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Kevin-Prince Boateng (links) und Bastian Schweinsteiger (zweiter von links) arbeiten bei der EM für die ARD. Per Mertesacker (dritter von links) und Christoph Kramer (rechts) sind für das ZDF mit dabei.
Kevin-Prince Boateng (links) und Bastian Schweinsteiger (zweiter von links) arbeiten bei der EM für die ARD. Per Mertesacker (dritter von links) und Christoph Kramer (rechts) sind für das ZDF mit dabei. © Getty Images/IMAGO/Team 2 (Montage)
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Die Corona-Pandemie stellt nicht nur die Organisatoren der Europameisterschaft vor besondere Herausforderungen, auch "ARD" und "ZDF" reagieren. Beide TV-Sender haben ihre Reiseumfänge reduziert und am Sonntag über den Stand ihrer Planungen informiert.

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Die Europameisterschaft wirft ihre Schatten voraus: Am 11. Juni beginnt der prestigeträchtige Wettbewerb mit dem Eröffnungsspiel zwischen Italien und der Türkei im Olympiastadion in Rom. Die paneuropäische EM wird in Zeiten der Corona-Krise auch für die TV-Berichterstatter zu einer Herausforderung. ARD und ZDF, die insgesamt 41 der 51 EM-Spiele übertragen werden (zehn Spiele ohne deutsche Beteiligung laufen exklusiv auf Magenta-TV), stellten ihre Pläne am Sonntag konkret vor.

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"Diese EM steht ganz im Zeichen der Pandemie", erklärte ZDF-Chefredakteur Peter Frey. "Unsere redaktionellen Planungen und Konzepte haben wir entsprechend flexibel angelegt, so dass wir sie ständig an die aktuellen Entwicklungen anpassen können - dabei hat immer die Gesundheit der beteiligten Kolleginnen und Kollegen oberste Priorität." Dasselbe gilt bei den Kollegen der ARD. Man müsse sich wegen der Pandemie "immer wieder neuen Organisationsdetails stellen", sagte Steffen Simon, der EM-Teamchef der Sendergruppe. "Um maximal flexibel zu sein, haben wir zum Beispiel unsere Reiseaktivitäten stark reduziert."

Moderatoren und Experten

Die ARD schickt Moderatorin Jessy Wellmer und Weltmeister Bastian Schweinsteiger deshalb nur "zu ausgewählten Spielen" in die Stadien. Sofern dies nicht möglich ist, wird aus dem Sportschau-Studio in Köln gesendet. Gastgeber dort ist Alexander Bommes, der von den Experten Kevin-Prince Boateng (AC Monza), DFB-Torfrau Almuth Schult und U21-Bundestrainer Stefan Kuntz flankiert wird. Als Schiedsrichter-Fachmann wird Ex-Referee Lutz Wagner fungieren.

Auch das ZDF bleibt mit der Berichterstattung in Deutschland: Gesendet wird aus dem Hauptquartier, der "sportstudio arena", einer Leichtbauhalle am Mainzer Lerchenberg. Im Wechsel moderieren Katrin Müller-Hohenstein und SPORTBUZZER-Kolumnist Jochen Breyer. Als Experten fungieren die Weltmeister Per Mertesacker und Christoph Kramer von Borussia Mönchengladbach, Trainer Peter Hyballa macht Taktikanalysen. Oliver Welke, der jahrelang ein Gespann mit Oliver Kahn bildete, scheidet aus.

Kommentatoren und Co-Kommentatoren

Das ZDF hat sein Kommentatoren-Team kurzfristig um zwei Expert*innen erweitert: Die frühere Nationalspielerin Ariane Hingst ist ebenso neu dabei wie Ex-Profi Hanno Balitsch. Sie werden an der Seite von Claudia Neumann und Martin Schneider eingesetzt, die neben Béla Réthy und Oliver Schmidt den Kommentatorenpool des Senders bilden, der 13 Gruppenspiele zeigt und unter anderem auch das Finale im Londoner Wembley-Stadion im Programm hat.

Die ARD setzt ebenfalls auf bewährte Kräfte. Die Spiele werden von Tom Bartels, Gerd Gottlob und Florian Naß kommentiert werden, Co-Kommentator ist der frühere Mittelfeldspieler Thomas Broich. Insgesamt wird die ARD 21 Spiele des Turniers live ausstrahlen, darunter auch das Auftaktspiel in Rom.

Sedlaczek moderiert Sportschau Club mit Beisenherz

Neu im Team der Sportschau-Moderatoren ist Esther Sedlaczek, die während der EM am Ende der ARD-Sendetage gemeinsam mit Micky Beisenherz den Sportschau Club moderieren wird. Dazu sollen wechselnde Gäste eingeladen werden.

Erster Sendetermin ist der 11. Juni um 23.30 Uhr - also im Anschluss an die erste Partie des Turniers. Bis zum Ende der Bundesliga-Saison arbeitet Sedlaczek, die im Ersten die Nachfolge von Matthias Opdenhövel antritt, noch für Sky.

Wo laufen die deutschen EM-Spiele?

Bisher lässt sich das nur für die Gruppenspiele beantworten. Zwei Begegnungen zeigt das ZDF, ein Spiel übernimmt die ARD. Der deutsche EM-Auftakt am 15. Juni gegen Weltmeister Frankreich wird ebenso vom Zweiten übertragen wie das finale Gruppenspiel am 23. Juni gegen Ungarn. Die Partie gegen Titelverteidiger Portugal am 19. Juni wird dagegen von der ARD gezeigt.