11. Juni 2019 / 17:14 Uhr

1700 Zuschauer und Erdbeeren: (Fast) Grand-Slam-Atmosphäre in Arnum

1700 Zuschauer und Erdbeeren: (Fast) Grand-Slam-Atmosphäre in Arnum

Mark Bode
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Pavel Jakunin, Cheftrainer der SV Arnum, erreicht bei den Männern 40 das Finale, muss sich dort jedoch geschlagen geben.
Pavel Jakunin, Cheftrainer der SV Arnum, erreicht bei den Männern 40 das Finale, muss sich dort jedoch geschlagen geben. © Dennis Michelmann
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Der 31. Möbel Hesse Impulspokal begeistert Tennisspieler, Fans und Ausrichter gleichermaßen. René Schulte siegt bei den Männern, Lea Gasparovic war die beste Frau im Wettbewerb. Lokalmatador Pavel Jakunin musste sich bei den Männern 40 im Finale geschlagen geben.

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René Schulte, der Turniersieger bei den Männern, hatte eine einfache Erklärung, warum er immer wieder gerne zum Möbel Hesse Impulspokal der SV Arnum kommt. „Es ist einfach geil, vor so vielen Zuschauern zu spielen. Das gibt es sonst nicht“, sagte der Konstanzer, der für den TC Bad Homburg startet. Das Turnier begeisterte nicht nur die Spieler.

Alle Erdbeeren sind weg

Auch die Organisatoren waren vollauf zufrieden: „Wir haben mit 1700 Zuschauern einen neuen Besucherrekord erreicht“, sagte Turniersprecher Jan Dingeldey. An Pfingstsonntag und -montag waren jeweils rund 400 Zuschauer auf der Anlage. „Wir platzten aus allen Nähten“, so Dingeldey. Auch alle Erdbeervorräte, die für etwas Wimbledonflair sorgten, waren am Ende verkauft. Darüber hinaus sahen die Zuschauer erstklassigen Sport und verdiente Sieger. „Das sportliche Niveau war unglaublich gut“, befand Florian Skibbe von der Turnierleitung.

Schulte setzte sich bei den Männern im Endspiel am Montagnachmittag mit 6:1, 6:4 gegen Lukas Rübke (Club zur Vahr) durch. Für Pavel Jakunin, den Cheftrainer der SV Arnum, kam das Aus in der ersten Runde mit 4:6, 2:6 gegen Oscar Moraing (TC Bredeney). Marvin Rehberg vom Lehrter TC spielte sich mit Siegen über Fynn Sieckmann vom Uhlenhorster Hockey-Club (6:3, 6:3) und Lennard Zumbrock vom Oldenburger TeV (6:1, 6:3) bis ins Viertelfinale vor. Dort kam mit 3:6, 6:7 gegen den an Nummer zwei gesetzten Johann Willems (TC Wolfsberg Pforzheim) das Aus.

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Bohlen bezwingt Jakunin im Endspiel

Bei den Männern 30 hatte Publikumsliebling Marc Leimbach (Ratinger TC Grün-Weiß) leichtes Spiel. Aufgrund fehlender oder verletzter Gegner absolvierte er bis ins Finale nur eine Partie. Dort ließ er Timour Dick (MTV Wolfenbüttel) beim 6:1, 6:0 keine Chance. Dick hatte im Halbfinale Andria Orsulic vom SV Gehrden 6:0, 6:0 ausgeschaltet.

Den Erfolg des Lokalmatadors Jakunin bei den Männern 40 verhinderte Bastian Bohlen, der sich im Endspiel mit 6:2, 6:4 durchsetzte. „Das war ein sehr temporeiches Spiel, bei dem beide aber auch die nötige Finesse mit Lobs und Stoppbällen zeigten“, lobte Skibbe die beiden Finalisten. Der an Nummer eins gesetzte Bohlen vom Lehrter TC schaltete auf dem Weg zum Titel im Achtelfinale Jan Steinbrecher (SV Großburgwedel) 6:0, 6:0, Sascha Meyer (TV Berenbostel) 6:2, 6:0 und Michael Bethke (TC Bissendorf) 6:0, 6:1 aus. Ähnlich souverän war der Weg von Jakunin, der sich allerdings im Finale – wie schon so oft in diesem Jahr – geschlagen geben musste.

Am weitesten kam bei den Männern 50 von den Spielern aus der Region Frank Hilke. Für den Spieler vom TC Bissendorf kam das Aus im Halbfinale – 3:6, 1:6 gegen Louis Eilers (TSV Kirchrode). Den Sieg fuhr Alexander Bruns mit einem 6:2, 6:1 ein.

Lea-Marie Sümnick von der SV Arnum übersteht die erste Runde, dann ist für sie Schluss.
Lea-Marie Sümnick von der SV Arnum übersteht die erste Runde, dann ist für sie Schluss. © Dennis Michelmann
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Zwei Godshornerinnen im Halbfinale

Hochklassig ging es beim Finale der Frauen zu. Lea Gasparovic (TC Grün-Weiß Aachen) setzte sich gegen die Argentinierin Catalina Pella, die für den SV Zehlendorfer Wespen spielt, mit 2:6, 6:4, 10:7 durch. Laura-Sophie Schomburg (TC Sommerbostel) zog kampflos ins Achtelfinale ein. Dort scheiterte sie an Hannah Nagel (TC Bad Homburg) - 1:6, 0:6. Teamkollegin Louisa Strauß hatte gegen Anastasia Simonov (RTHC Bayer Leverkusen) beim 3:6, 1:6 in Runde eins keine Chance. Lea-Marie Sümnick (SV Arnum) schlug die Qualifikantin Pola Piaskowska (TC Lilienthal) 6:3, 6:7, 11:9, in der nächsten Runde gewann sie gegen Marie-Charlot Lonnemann (TV Visbek) allerdings nicht ein Spiel.

Katrin Dickhuth (Stader TC) setzte sich bei den Frauen 40 durch. Von den Spielerinnen aus der Region kamen Kerstin Haase (TC Godshorn, scheiterte an Finalistin Christina Lohner vom MTV Jever 2:6, 4:6) und Christine de Weber (TC Godshorn, verlor gegen Dickhuth 1:6, 3:6) mit dem jeweiligen Halbfinaleinzug am weitesten.

Die fünf angemeldeten Frauen der Altersgruppe 50 trugen ihre Spiele im Modus jede gegen jede aus. Sabina Schuster vom TSV Rethen/Leine gewann dabei alle vier Spiele und gab auf dem Weg zum Sieg nur einen Satz ab. Katja Marten (TC Bissendorf) landete mit einer Matchbilanz von 2:2 auf Rang drei.

Nach dem Turnier ist vor dem Turnier

Schon mit dem Turnierende fing die Vorbereitung für die 32. Auflage im nächsten Jahr an. „Hauptsponsor Möbel Hesse hat seine Unterstützung schon zugesagt“, erklärte Dingeldey.

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