07. Oktober 2021 / 14:04 Uhr

Mögliches Comeback im Sachsenpokal: Bereitet Kummer dem FC Eilenburg Freude? 

Mögliches Comeback im Sachsenpokal: Bereitet Kummer dem FC Eilenburg Freude? 

Susan Stephan
Leipziger Volkszeitung
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Dennis Kummer (hier gegen TeBe) könnte am Freitag wieder für Eilenburg eine wichtige Rolle spielen. © Thomas Jentzsch
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Freitagabend gastiert der FC Eilenburg beim SSV Markranstädt. In der Sachsenpokal-Begegnung will sich die Knaubel-Truppe Selbstvertrauen holen und hofft auf zwei Rückkehrer.

Eilenburg. So ein Pokalwettbewerb kann Flügel verleihen und kommt für die gebeutelten Eilenburger Fußball zur rechten Zeit. Nach schwierigen Zeiten in der Regionalliga ist der Aufsteiger im Landespokal am Freitag (19 Uhr) beim SSV Markranstädt gefordert.

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Die Rand-Leipziger spielen in der Landesliga Sachsen eine gute Rolle, verputzten zuletzt die SG Taucha mit 3:0 und werden auch vom FCE nicht im Spaziergang vom Platz gefegt werden. Erst recht nicht in der Verfassung, in der der Viertligist zuletzt steckte. Dennoch ist Trainer Nico Knaubel froh, dass seine Mannschaft kurz Zeit zum Luftholen hat. „Wir können einige Verletzte zurückholen und gegen Germania Halberstadt am 17. Oktober zu Hause einen neuen Angriff auf den ersten Saisonsieg in der Liga starten“, so der Coach.

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Das bisher einzige Erfolgserlebnis gelang in der 2. Pokal-Hauptrunde. Dabei quälte sich der FCE gegen Oberligist FC Oberlausitz im Elfmeterschießen in die nächste Runde. Dort wartet mit Markranstädt mit alten Bekannten. Marc Böttger und Marko Trogrlic wechselten vor der Saison vom FCE zum SSV. Sie hatten weder Zeit noch große Lust auf die Regionalliga und gingen zwei Schritte zurück. Beim SSV sind die beiden Stützen in der Abwehr und im offensiven Mittelfeld. Auch sonst haben die Rand-Leipziger, die einst RB Leipzig zur Blüte in Sachsen verhalfen, gut aufgestellt.

Sieg wäre Balsam für die Seele

„Wir sind natürlich der Favorit, wissen aber auch, dass es nicht von allein gehen wird“, weiß Knaubel. Ziel sei es, mit einem Erfolgserlebnis Kraft zu tanken. Und das haben die Nordsachsen bitter nötig. Mit vier Punkten aus 13 Spielen und einer Tordifferenz von minus 26 steht der FCE am Tabellenende der Liga. Der Vorletzte ZFC Meuselwitz hat nur zwei Punkte mehr, viel Unruhe im Verein und keinen Trainer mehr. Neben Holm Pinder verabschiedete sich auch Sportchef Frank Müller, der die Verantwortung für den Kader trug. Dazu muss man wissen: Beim ZFC wurde in den letzten Jahren ordentlich investiert, Spieler mit reichlich Drittliga-Erfahrung kamen, schlugen aber nicht wie erhofft ein oder fehlen verletzt.

Beim FC Eilenburg rüttelt keiner am Stuhl von Trainer Nico Knaubel und Sportchef Stephan Hofmann. „Wir sind froh, dass wir die beiden haben“, sagt Präsident Steffen Tänzer. Neben fehlender individueller Klasse ist es einfach auch verdammt viel Pech, was die Eilenburger verfolgt. Dass der Klassenerhalt ein schwieriges Unterfangen werden würde, war dabei allen klar. Nur so lange ohne Sieg dazustehen, damit hatte keiner gerechnet. Insofern wäre der Einzug in die nächste Runde Balsam für die Seele. Der Kader wächst dabei nur langsam. Dennis Kummer könnte nach seiner zweiten Verletzungspause in dieser Saison ein Comeback feiern und auch Adam Fiedler ist fit und beflügelt. Vor einigen Tagen wurde er Papa eines kleines Töchterchens.