20. Januar 2022 / 11:28 Uhr

"Möglichst mit Happy End": RB Leipzig jetzt Pokalfavorit

"Möglichst mit Happy End": RB Leipzig jetzt Pokalfavorit

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
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Die Spieler von RB Leipzig bejubeln das 2:0 gegen Hansa Rostock. © Getty Images
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Auf dem Weg zum dritten Pokalfinale in vier Jahren kann sich RB Leipzig eigentlich nur noch selbst ein Bein stellen. Für die Spieler ist das Aus vieler Favoriten aber auch Anlass, vor weiteren Überraschungen im Pokal zu warnen.

Leipzig. Nach dem Aus zahlreicher Großclubs ist der Weg für RB Leipzig zum ersten Titel der Clubgeschichte frei, doch der Rumpel-Sieg gegen Rostock ist für den neuen Pokal-Favoriten vor allem eine Warnung. "Wir haben viele Spiele gesehen, in die Mannschaften als Favorit reingegangen sind und eben nicht gewonnen haben. Dieser Sieg war mit Sicherheit wichtig für uns, aber im Finale stehen wir noch lange nicht", sagte Nationalspieler Lukas Klostermann. Ungefährdet, aber komplett glanzlos, hatte der Vizemeister durch ein 2:0 gegen Rostock das Viertelfinale erreicht.

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Spielt Leipzig am 21. Mai erneut in Berlin um den DFB-Pokal, wäre es die dritte Finalteilnahme binnen vier Jahren. Gerade diese Erfahrung soll auf dem Weg ins Endspiel helfen. "Grundsätzlich liegt das sehr viel an uns. Wir standen schon mal dort und wissen, was für ein geiles Gefühl das ist. Das wollen wir wieder schaffen", sagte Klostermann und fügte die wichtigsten Worte an: "Und es diesmal möglichst mit Happy End beenden." Das betonte auch Spielmacher Kevin Kampl: "Falls wir dahinkommen, dürfen wir es uns nicht nehmen lassen, das Ding mit nach Hause zu nehmen."

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2:0 gegen Hansa Rostock! RB Leipzig zieht durch einen ungefährdeten Erfolg gegen die Ostseestädter in das Viertelfinale des DFB-Pokals ein. Zur Galerie
2:0 gegen Hansa Rostock! RB Leipzig zieht durch einen ungefährdeten Erfolg gegen die Ostseestädter in das Viertelfinale des DFB-Pokals ein. ©

Übermächtig ist die Konkurrenz keinesfalls. Vier Zweitligisten (Karlsruhe, HSV, St. Pauli, Hannover) und in Union Berlin, Bochum sowie dem SC Freiburg eher Bundesliga-Mittelklasse könnte den ersten Leipziger Titel noch verhindern. "Man sieht, der Pokal macht, was er will. Wenn man schaut, welche Mannschaften schon raus sind und wer gegen Zweitligisten verloren hat. St. Pauli hat das gegen Dortmund überragend gemacht, das hat mich selbst überrascht", sagte Kampl.

Drei Siege in Folge

Ein Selbstläufer, so die eindringliche Botschaft der Spieler, werden die Runden bis Berlin nicht. Aber vom Papier her dürfte höchstens leichte Sorgen bereiten, müsste man auswärts in Freiburg oder bei Union Berlin antreten. Alles andere sollte in jeglicher Konstellation mehr als machbar sein.

Der Auftritt gegen Rostock war kein Fußballfest, aber er war souverän. Hansa wurde eine halbe Chance durch einen Abschluss von Nico Neidhart gewährt, man selbst nutzte die eigenen Möglichkeiten von Yussuf Poulsen und Dani Olmo eiskalt zu den entscheidenden Toren. Der Rest bestand aus Leipziger Spielkontrolle, die aufgrund der Behäbigkeit nicht immer schön anzuschauen war. Doch das ist offenbar die Spielweise, die der Mannschaft nach der schlechtesten Hinrunde der Clubgeschichte gerade Sicherheit gibt.

Mit drei Siegen nacheinander ist man nun ins neue Jahr gestartet. Am Sonntag soll gegen den taumelnden VfL Wolfsburg Nummer vier hinzukommen. "Durch die Siege kommt man in einen Flow. Das gibt einem Sicherheit und mehr Selbstvertrauen", betonte Kampl. Und das Spiel gegen Wolfsburg ist das letzte vor der zweiwöchigen Länderspielpause. Die sehnt der dezimierte Leipziger Kader herbei, zumal die wenigsten Spieler verreist sein werden. Der Schwerpunkt kann somit auf Regeneration und Taktik gelegt werden. Das sollte dem künftigen Leipziger Spieltempo gut tun.


Tom Bachmann