04. Oktober 2019 / 13:48 Uhr

Trotz "Mordsmuskelkater": Gwendolyn Mewes gewinnt Benther-Berg-Lauf über zehn Kilometer 

Trotz "Mordsmuskelkater": Gwendolyn Mewes gewinnt Benther-Berg-Lauf über zehn Kilometer 

Norbert Fettback
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Jede ist zufrieden: Über zehn Kilometer gewann Gwendolyn Mewes (M.) vor Raphaela Koch (l.) und Anne Schloßer. 
Jede ist zufrieden: Über zehn Kilometer gewann Gwendolyn Mewes (M.) vor Raphaela Koch (l.) und Anne Schloßer.  © Rene Leppin
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Auch die 18. Auflage des Benther-Berg-Laufes war wieder einmal sehr beliebt. Insgesamt 570 Läufer kamen ins Ziel. Besonders hervorgetan hat sich Gwendolyn Mewes, die bei den Frauen über zehn Kilometer gewann - und das obwohl sie am Sonntag noch beim Marathon in Berlin am Start war. 

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Es ist wieder Zeit für einen Familienausflug. Gleich zu sechst haben sich die Mewes aus Hannover auf den Weg Richtung Ronnenberg gemacht. Die Herbstferien haben begonnen, da gibt es gerade in einer Lehrerfamilie mehr Muße für gemeinsame Unternehmungen. Erst recht, wenn man kleine Kinder hat und den Sport so sehr mag. Der Benther-Berg-Lauf kommt ihnen wie gerufen. Da darf das Ganze durchaus auch ein wenig stressig werden bei dieser Veranstaltung der „Laufpass“-Serie mit dem besonderen familiären Touch.

Sohn Fiete schaut seiner Mama zu

Das wissen wie die Mewes aus Bothfeld auch viele andere zu schätzen. Abzulesen an der Zahl von insgesamt 570 Läufern im Ziel. Auch bei der 18. Auflage hat der Volkssportverein Benthe (VSV) nicht nur an die Großen gedacht. Die laufen ihre Runde um den Berg, suchen dabei Abwechslung und Herausforderung; dieser und jener denkt dabei auch an Punkte für das SPORTBUZZER-Ranking.

Download SPORTBUZZER-Ranking: 30. Einzelwertung

Gwendolyn Mewes hat diese regionale Rangliste über Jahre so dominiert wie keine andere. Dann machte sie eine Pause. 2019 ist sie zum vierten Mal Mutter geworden; Söhnchen Fiete, sechs Monate alt, ist in Benthe als Zuschauer dabei. Und während sich Jörg Kleinholz-Mewes seinen väterlichen Aufgaben widmet, kümmert sich seine Frau um das Sportliche - und hat einiges zu tun.

Bilder vom 18. Benther-Berg-Lauf

Nun aber schnell: In der Benther Sporthalle gab es noch etliche Nachmeldungen – andere holten sich den Stempel für ihren Laufpass. Zur Galerie
Nun aber schnell: In der Benther Sporthalle gab es noch etliche Nachmeldungen – andere holten sich den Stempel für ihren Laufpass. ©
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Da heißt es zunächst, die beiden Töchter Florentine (7) und Josefine (4) auf den Bambinilauf einzustimmen. Keine leichte Übung angesichts des Gewusels auf der Aschenbahn. Je näher der Startschuss rückt, desto größer ist die Nervosität bei den Kleinen – und auch bei manchem Großen. 550 Meter gilt es zu laufen, mehr als einmal rum um den Fußballplatz. Florentine macht ihre Sache gut, freut sich über Platz acht. Nach dem Namen ihrer jüngeren Schwester sucht man in der Ergebnisliste vergebens – da ist wohl etwas schiefgelaufen. Kein Beinbruch. Wenig später ist Flynn Mio Mewes (10) an der Reihe. Für den Sohnemann stehen in Benthe 1800 Meter auf dem Programm, der Blondschopf – wie seine Schwestern im grünen Trikot des TuS Bothfeld – mischt als Fünfter bei den Jungen vorne mit.

Was für ein Gewusel: Start zum Bambinilauf in Benthe.

Mewes siegt trotz schwerer Beine

Dann hat die Mutter ihren Auftritt über die zehn Kilometer. Am Sonntag noch ist Gwendolyn Mewes in Berlin den Marathon gelaufen – in 3:28 Stunden, was aufgrund des Schmalspur-Trainings zuvor alle Achtung verdient. Sechs Tage später also Benthe statt Berlin: die schweren Beine ein wenig ausschütteln nach dem „Mordsmuskelkater“ zu Wochenbeginn. „Ich wollte mal gucken, wie es geht, und hatte nichts Bestimmtes vor“, sagt Mewes. „Es lief erstaunlich rund und hat Spaß gemacht. Sowohl das Laufen als auch das Nebenher davor und danach mit vielen netten Leuten.“ Um Punkte fürs SPORTBUZZER-Ranking geht es ihr aktuell nicht.

Download SPORTBUZZER-Ranking: 30. Einzelwertung (Sonderpunkte)

Als Mewes ins Ziel läuft, zeigt die Uhr 42:41 Minuten an, da kann keine andere Läuferin mithalten. Platz zwei holt sich Raphaela Koch (43:15), Dritte wird Anne Schloßer (44:44). Nicht so deutlich sind die Abstände in der Männerkonkurrenz. Alexander Bley siegt in 35:31 vor Jürgen Rodenbeck (35:43) und Tobias Krug (35:56). Dabei hatte Bley, der ansonsten im Trikot von Hannover Athletics startet, lediglich einen „Trainingslauf“ angekündigt, „so um 37 oder 38 Minuten“. Doch so leicht will er es sich am Benther Berg dann wohl doch nicht machen.

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Regen erschwert die Bedingungen

Dort ist es auf dem Kamm und bei Abwärtspassagen aufgrund des vielen Regens im Vorfeld stellenweise recht matschig. „Man musste schon aufpassen, um nicht hinzufallen“, berichtet Christoph Bach, Stammgast in Benthe und mit seiner Zeit von 1:51 Stunden im Halbmarathon durchaus zufrieden. Vorne im Feld machen Steve Kehl (Sieger in 1:28:03), der Vorjahresdritte Dirk Hofmann (1:29:28) und Sebastian Walz (1:29:38) Tempo. Schnellste Frau über die drei Runden ist Melina Gryschka (1:38:41), es folgen Kathrin Hoffmann (1:39:07) und Nadine Klug (1:44:07).

Klug nimmt ihre beiden Töchter mit zur Siegerehrung. Durchaus passend zu dieser Laufveranstaltung mit dem familiären Extra. Das hat was.

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