15. Mai 2019 / 19:29 Uhr

Recken-Spielmacher Olsen aus Klinik entlassen - Comeback "völlig unklar"

Recken-Spielmacher Olsen aus Klinik entlassen - Comeback "völlig unklar"

Stefan Dinse
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Weltmeister Morten Olsen braucht jetzt ganz viel Ruhe.
Weltmeister Morten Olsen braucht jetzt ganz viel Ruhe. © Florian Petrow
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Morten Olsen, der Spielmacher der Handball-Recken der TSV Hannover-Burgdorf, hat am Mittwoch die Klinik verlassen können. Er hatte sich am letzten Donnerstag eine erst später diagnostizierte Gehirnerschütterung zugezogen. Wann er wieder spielen kann, ist völlig unklar.

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Der größte Schreck ist überstanden, bei den Recken herrscht Erleichterung. Das hat nichts mit dem wichtigen 30:24-Heimsieg gegen den VfL Gummersbach zu tun, sondern mit ihrem Spielmacher. Morten Olsen (34) war wegen einer Gehirnerschütterung ausgefallen, er ist gestern jedoch aus dem Krankenhaus entlassen worden.

„Es geht ihm besser, aber nicht gut“, sagt Sportchef Sven-Sören Christophersen. Der dänische Weltmeister Olsen darf aber auf unbestimmte Zeit keinen Sport treiben. Ob er in dieser Bundesliga-Saison noch einmal eingreifen wird? Unwahrscheinlich.

Bilder vom Spiel der Handball-Bundesliga zwischen der TSV Hannover-Burgdorf und dem VfL Gummersbach

Recken-Torhüter 
Urban Lesjak bejubelt eine seiner Paraden. Zur Galerie
Recken-Torhüter Urban Lesjak bejubelt eine seiner Paraden. ©
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Olsen war am vergangenen Donnerstag im Spiel bei der SG Bietigheim mit einem Gegner zusammengerasselt, Kopf stieß an Kopf. Der Routinier brachte die Partie trotzdem zu Ende. „Die Schmerzen im Anschluss der Begegnung haben wir den Folgen einer leichten Erkältung zugeschrieben“, so Christophersen.

Olsen nahm nach dem kläglichen Recken-Auftritt in Bietigheim (27:29) noch am Training teil, erst am Sonntag traten stärkere Beschwerden auf. Der Befund in der Klinik war unauffällig, erklärt Christophersen: „Versteckte Blutergüsse oder derlei wurden nicht gefunden. Aber Morten bleibt natürlich weiter unter ärztlicher Beobachtung.“ Wann er wieder spielen kann, sei „völlig unklar“.

Die nächsten Tagen und Wochen sollen Klarheit bringen. „Die Gesundheit des Einzelnen steht im Vordergrund“, betont der Sportchef und lässt durchblicken, dass die Recken es nehmen, wie es kommt. „Wenn Morten erst in der nächsten Spielzeit wieder dabei ist, dann ist das so. Hauptsache, es geht ihm wirklich wieder gut.“

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Alternativen im Rückraum

Als zweiter Spielmacher löste Pavel Atman seine Aufgabe nach überstandener Oberschenkelzerrung gegen Gummersbach sehr ordentlich. In den Schlussminuten kam zudem Youngster Veit Mävers zum Einsatz. Atman und Mävers sind die ersten Optionen für Trainer Carlos Ortega in den verbleibenden drei Begegnungen, falls Olsen ausfällt. Auch Kai Häfner und ein zweiter Linkshänder oder zwei Kreisläufer wären als Lösung denkbar, sagte der Coach. Entscheidend ist für Sportchef Sven-Sören Christophersen, „dass wir es in den letzten drei Spielen als Mannschaft lösen“.

Das sind die Spiele der TSV Hannover-Burgdorf in der Hinrunde der Saison 2019/20

<b>1. Spieltag:</b> GWD Minden (H, Swiss Life Hall), Sonntag, 25. August 2019, 16 Uhr Zur Galerie
1. Spieltag: GWD Minden (H, Swiss Life Hall), Sonntag, 25. August 2019, 16 Uhr ©

Christophersen will Einsatz und Kampf sehen

Bei der MT Melsungen am Donnerstag in einer Woche könne das Team befreit aufspielen. Im Heimspiel gegen Leipzig (28. Mai, 19 Uhr) wünscht sich Christophersen einen Sieg. Die Resultate stünden aber nicht mehr unbedingt an erster Stelle. „Entscheidend ist, dass wir über den Einsatz und den Kampf kommen. Und das haben wir gegen Gummersbach schon ganz gut gemacht“, stellt Christophersen fest. Ortega ist da kämpferischer: „Wir wollen noch so viele Punkte sammeln wie möglich“, sagt der Coach. „Das ist unsere Mission.“

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