13. August 2019 / 11:55 Uhr

Motoball-Derby vor toller Kulisse: MSC Pattensen ärgert Spitzenreiter Seelze

Motoball-Derby vor toller Kulisse: MSC Pattensen ärgert Spitzenreiter Seelze

Nicola Wehrbein
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Rund 700 Zuschauer waren beim Motoball-Derby vor Ort.
Rund 700 Zuschauer waren beim Motoball-Derby vor Ort.
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"Das war einfach mega", freute sich Pattensens Spielertrainer Tobias Hahnenberg über den großen Zuschauerandrang beim Motoball-Derby gegen den 1. MSC Seelze. Dass sein Team den Spitzenreiter der Bundesliga auch noch mit 6:4 besiegen konnte, rundete den Tag ab.

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Rund 700 Zuschauer verfolgten das Niedersachsenderby und Topspiel der Motoball Bundesliga Nord zwischen dem gastgebenden MSC Pattensen und Spitzenreiter 1. MSC Seelze. Keiner der Fans dieser rasanten Sportart dürfte sein Kommen bereut haben. Denn in dem intensiven, umkämpften und spannenden Duell ging die Post ab.

Am Ende feierten die Pattenser um ihren überragenden Keeper Kevin Hahnenberg einen 6:4-Erfolg über den ewigen Rivalen – und brachten somit dem Team vom Kanal die erste Saisonniederlage bei.

Derbysieger und Platz zwei gefestigt: ein Pattenser Freudentag. Umso mehr, weil Stammkraft Florian Bühre frühmorgens um 4:24 Uhr Vater geworden ist, Felix Bela erblickte das Licht der Welt. Der Kleine wird mit Motoball aufwachsen, keine Frage. Die Seelzer indes mussten ihre Meisterfeier vertagen - aufgeschoben ist bekanntlich nicht aufgehoben.

Pattensens Hahnenberg "hart im Nehmen"

Dass in diesem Derby viel Feuer ist, zeigte sich schon in der dritten Minute, Seelzes Coach und Kapitän Vygandas Zilius fuhr MSC-Spielertrainer Tobias Hahnenberg rüde in die Parade, Hahnenberg stürzte aufs Knie und blieb am Boden liegen. Der herbeigewinkte Krankenwagen konnte aber wieder umdrehen.

Der Pattenser berappelte sich, „ich bin hart im Nehmen“ – und führte den fälligen Strafstoß selbst aus. Der unplatzierte Schuss war jedoch eine sichere Beute von Gäste-Keeper Jerome Hahne. Die Platzherren, nunmehr in Überzahl, weil „Übeltäter“ Zilius seine Zeitstrafe absaß, drückten aufs Tempo. Und der nächste Versuch von Hahnenberg saß (5.), Schlussmann Hahne gab in dieser Szene keine gute Figur ab. Yannik Schaper legte zum 2:0 nach (8.), bevor Seelzes Jörg Leipert der Anschluss gelang (15.).

Im zweiten Viertel egalisierte Tobias Schulz (24.). Prompt gab Schaper die Antwort (25.). Der frischgebackene Papa Florian Bühre erzielte das 4:2 (26.). Vygandas Zilius hämmerte einen Distanzschuss aus vollem Tempo ins Netz – und hielt seine Farben im Spiel (32.).

Bilder vom Motoball-Derby zwischen dem MSC Pattensen und dem 1. MSC Seelze

Bilder vom Motoball-Derby zwischen dem MSC Pattensen und dem 1. MSC Seelze Zur Galerie
Bilder vom Motoball-Derby zwischen dem MSC Pattensen und dem 1. MSC Seelze ©
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Seelzer Nachwuchstalent Sujkowski brilliert

Auch nach dem Seitenwechsel ging es hin und her in der Pattenser Motoballarena. Die Formationen lieferten sich eine offene Partie. Immer wieder stand MSC-Torhüter Kevin Hahnenberg im Fokus, er flog förmlich durch seinen Strafraum und zeichnete sich mit klasse Paraden aus.

Auf der anderen Seite brillierte Nachwuchstalent Niclas Sujkowski, der zur Halbzeit Torwart Hahne zwischen den Pfosten ersetzt hatte. Das 5:3 von Tobias Hahnenberg kam einer Vorentscheidung gleich (57.), im finalen Durchgang setzte der MSC-Spielertrainer noch einen drauf (68.). Mehr als ein weiterer Treffer durch Vygandas Zilius sprang für die Seelzer nicht heraus (72.).

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Weiße Weste adé - aber Seelze bleibt ganz vorne

„Wir haben zu viele Fehler gemacht und dadurch Pattensen zu viel Raum gegeben“, konstatierte Zilius. Außerdem habe sein Team im Angriff zu wenig versucht, „die Chancenerarbeitung und –verwertung waren mangelhaft.“ Weiße Weste adé, aber angesichts von drei Punkte Vorsprung und noch drei Titel-Matchbällen lässt sich dieser (Derby-)Makel für die Truppe vom Kanal verschmerzen.

"Fast 700 Zuschauer, eine klasse Stimmung, das Ganze war einfach mega"

„Dieser Sieg ist für uns auch ein Sieg fürs Gemüt. Und ein schönes Feedback, dass es doch geht“, betonte Hahnenberg. „Unsere Abwehr war Bombe. Dazu ein überragender Kevin im Tor. Fast 700 Zuschauer, eine klasse Stimmung, das Ganze war einfach mega.“ Zwei Spieltage vor Schluss haben die zweitplatzierten Pattenser zwei Zähler Vorsprung vor Verfolger MSF Tornado Kierspe. In puncto Nord-Meisterschaft scheint der Zug für Hahnenberg und Co. abgefahren zu sein, obschon rein theoretisch sogar noch der große Coup drinliegt. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Seelzer noch mal ins Straucheln geraten, ist jedoch äußerst gering.

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