19. Juli 2021 / 18:27 Uhr

Motorsport: Speedway in Meißen steigt mit einem Tag Verspätung

Motorsport: Speedway in Meißen steigt mit einem Tag Verspätung

Jochen Leimert
Dresdner Neueste Nachrichten
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Die Rennteilnehmer konnten auf trockengelegter Bahn wieder durchstarten. © Steffen Manig
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Die Lokalmatadoren vom MC Meißen Ronny Weis und Richard Geyer haben am Sonntag das Sandbahnrennen im Stadion an der Zaschendorfer Straße gewonnen, nachdem der erste Renntag des Jahres wegen starker Regenfälle um 19 Stunden verschoben werden musste.

Meißen. Mit einem Tag Verspätung konnten die Meißner Speedway-Fans am Sonntag doch noch ihrer Leidenschaft frönen und im Stadion an der Zaschendorfer Straße Sandbahnrennen verfolgen. Wegen starker Regenfälle in der Nacht zum und auch am Sonnabend hatten die Organisatoren den Autohaus-Cup verschieben müssen. Eigentlich sollte der am Samstagabend um 19 Uhr stattfinden, doch dann ging es erst am Sonntagnachmittag um 14 Uhr los.

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Material hat gehalten

Ronny Weis vom MC Meißen, der am Sonntag nicht nur mitfuhr, sondern gemeinsam mit Richard Geyer die Gesamtwertung gewann, hatte wie immer auch an der Vorbereitung der Bahn mitgewirkt. Der Kfz-Mechaniker war froh, dass der Renntag nur am Sonnabend und nicht völlig in Wasser gefallen war: „Wir haben uns am Sonnabend sehr zeitig auf der Bahn getroffen, weil es in der Nacht zuvor sehr viel geregnet hatte. Wir haben dann Vorbereitungen getroffen, um die riesigen Seen auf der Bahn abzupumpen, haben das auch getan. Dann war mal eine Pause, die Bahn fing an abzutrocknen, aber dann kam der nächste Wolkenbruch – und so ging das eigentlich bis 20.30 Uhr. Erst dann war der Regen durch. Wir haben alles noch einmal abgepumpt und die Strecke noch einmal geradegezogen.“

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Nach langer Regenpause bringen die Veranstalter den Renntag in Meißen doch noch über die Bühne. Zur Galerie
Nach langer Regenpause bringen die Veranstalter den Renntag in Meißen doch noch über die Bühne. ©

Zum Glück sei dann über Nacht kein Tropfen Regen mehr gefallen, die Feuchtigkeit gut in die Bahn eingezogen und letztere oben schnell abgetrocknet, so Weis. Am Ende hätte der Bahnmeister noch ganze Arbeit geleistet: „Er hat dann seit um sieben die Bahn trockengelegt, so habe ich um 10.30 Uhr, als ich ins Stadion gekommen bin, eine perfekte Bahn vorgefunden“, sagte Weis voller Anerkennung. Er dankte dem ganzen Team für dessen Einsatz, ohne den auch am Sonntag keine Rennen mehr möglich gewesen wären. Zwar hätten fünf Fahrer für Sonntag wegen anderer Verpflichtungen absagen müssen, doch andere seien kurzfristig eingesprungen, so Weis.

Am Sonntag ging es dann bei Sonnenschein richtig rund, waren die Rennen sehr eng. Und für Weis lief es prächtig, von fünf Läufen gewann er vier. So stand er am Ende mit Richard Geyer (ebenfalls MC Meißen) ganz oben auf dem Treppchen. Geyer freute sich: „Wir wären auch gern abends unter Flutlicht gefahren, aber das Wetter hat am Sonnabend nicht mitgespielt. Ich bin aber froh, dass einen Tag später alles geklappt hat. Das Material hat gehalten, wir haben gewonnen, es waren viele Zuschauer da – es war eigentlich ein perfekter Tag.“ Der einzige Sturz verlief auch harmlos: Mirko Wolter aus Wittstock konnte schon im nächsten Lauf wieder auf seine Maschine steigen. „Das war mehr ein Schreckmoment, er ist ja auch gleich wieder gefahren“, so Weis.