15. Dezember 2020 / 23:15 Uhr

Moukoko, Reus, Teamgeist: So erlebte Edin Terzic sein Debüt als BVB-Trainer

Moukoko, Reus, Teamgeist: So erlebte Edin Terzic sein Debüt als BVB-Trainer

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
 Sieg zum Einstand: BVB-Trainer Edin Terzic beim Spiel in Bremen
Sieg zum Einstand: BVB-Trainer Edin Terzic beim Spiel in Bremen © imago images/Revierfoto
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Erstes Spiel, erster Sieg: Edin Terzic saß beim 2:1 von Borussia Dortmund bei Werder Bremen erstmals als Cheftrainer auf der BVB-Bank. Anschließend sprach er über Startelf-Debütant Youssoufa Moukoko, den Siegtorschützen Marco Reus - und darüber, worauf es nun ankommt.

Edin Terzic lieferte an der Seitenlinie das, was der Mannschaft von Borussia Dortmund zuletzt abhanden gekommen schien: 90 Minuten voller Leidenschaft und Feuer. "Druck, Druck, Druck", forderte der neue BVB-Trainer sein Team immer wieder zum Gegenpressing auf. Worte, die angesichts der momentanen Situation beim deutschen Vizemeister auch eine andere Bedeutung hätten haben können. Denn selten in den vergangenen Monaten stand der BVB derart im Fokus wie nach dem 1:5-Debakel am vergangenen Samstag gegen den VfB Stuttgart und der anschließenden Entlassung von Lucien Favre.

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Am Dienstag bei Werder Bremen sollte vieles besser werden. Und zumindest beim Blick auf das Ergebnis wurde vieles besser. Nach zuvor drei Bundesliga-Spielen nacheinander ohne Sieg reichte es zu einem 2:1 (1:1). "Es hat sich schon anders angefühlt, dieses Spiel zu spielen", meinte Torhüter Roman Bürki nach der Partie bei Sky: "Nach der hohen Niederlage habe ich mehr Druck gespürt." Auch Kapitän Marco Reus war nach dem Dreier sichtlich erleichtert und verteilte ein Extralob an seinen neuen Chef Terzic: "Großes Kompliment dafür, wie er in den letzten Tagen alles gemeistert hat."

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Tatsächlich war Terzic seit seiner Beförderung am Sonntag zahlreichen Herausforderungen ausgesetzt. Er appellierte an den Teamgeist, verwies auf seine jahrzehntelange enge Verbindung zum BVB und versuchte ganz nebenbei noch, der Mannschaft wieder Selbstvertrauen einzuimpfen. "Ich bin stolz darauf, dass wir von Anfang bis Ende alles gegeben haben und jeden Meter gegangen sind. Das Spiel vom vergangenen Samstag saß bei den Jungs noch tief. Daher sind diese drei Punkte sehr wichtig", meinte der 38-Jährige nach seinem Debüt-Sieg. Gleichzeitig gestand er aber auch, dass spielerisch so manches zu verbessern sei: "Wir brauchen noch Zeit."


Eine Formulierung, die auch auf Youssoufa Moukoko zutrifft, Nachdem der 16-Jährige unter Favre nur zu Joker-Einsätzen gekommen war, brachte Terzic das Top-Talent erstmals von Beginn an. "Wir sind vollkommen überzeugt von ihm. Er ist nicht bei uns, weil er 16 ist. Er ist bei uns, weil er gut ist", meinte der Coach vor der Partie bei Sky und rückte nach dem Spiel noch einmal die Erwartungshaltung an den jüngsten Bundesliga-Profi aller Zeiten zurecht: "Wir sind der BVB und dürfen unsere offensive Stärken nicht allein in die Hände eines 16-Jährigen legen. Es ging nicht darum, dass er das Siegtor schießt, sondern darum, dass er für die Mannschaft arbeitet. Damit sind wir sehr zufrieden."

Weitere warme Worte verteilte Terzic an Reus, der per Elfmeter-Nachschuss für den Dreier sorgte. "Marco ist extrem wichtig", meinte der Trainer und warb umgehend dafür, dass Reus auch in der Nationalmannschaft eine große Rolle spielen sollte: "Nicht nur für uns, sondern auch für Deutschland." Aussagen, die wohl vor allem eines bewirken sollen: Die Rückkehr des zuletzt verlorenen Selbstvertrauens.