18. Oktober 2020 / 19:28 Uhr

Schalke-Boss Schneider verurteilt Moukoko-Schmähungen "aufs Schärfste" – Kontakt mit Watzke

Schalke-Boss Schneider verurteilt Moukoko-Schmähungen "aufs Schärfste" – Kontakt mit Watzke

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Die Beschimpfungen von BVB-Talent Youssoufa Moukoko sind aus Sicht von Schalke-Chef Jochen Schneider inakzeptabel.
Die Beschimpfungen von BVB-Talent Youssoufa Moukoko sind aus Sicht von Schalke-Chef Jochen Schneider inakzeptabel. © imago images/Team 2/Getty
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Nach den schlimmen Beschimpfungen, die BVB-Talent Youssoufa Moukoko beim U19-Derby gegen Schalke 04 über sich ergehen lassen musste, haben sich die S04-Verantwortlichen Manuel Baum und Jochen Schneider zu Wort gemeldet und die Vorfälle scharf kritisiert.

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Die üblen Beschimpfungen von Borussia Dortmunds Toptalent Youssoufa Moukoko am Rande des U19-Revierderbys beim FC Schalke 04 (3:2) schlagen weiter hohe Wellen. Vor dem Bundesliga-Spiel von S04 gegen Union Berlin verurteilten sowohl Cheftrainer Manuel Baum als auch Sportvorstand Jochen Schneider die Schmährufe, die der erst 15-Jährige über sich ergehen lassen musste. Sowohl Baum als auch Schneider hatten sich Teile der Partie angeschaut, von den Beschimpfungen allerdings selbst nichts mitbekommen.

Was passiert war, sei "aufs Schärfste zu verurteilen", erklärte Schneider bei Sky und machte seinem Ärger Luft: "Es ist in der heutigen Zeit langsam nicht mehr in Worte zu fassen, was sich manche Menschen in dieser Gesellschaft erlauben." Zuvor hatte sich der Verein mit mehreren Tweets bereits bei Moukoko entschuldigt, der beim 3:2 mit drei Toren der Matchwinner der Dortmunder war. Die Beschimpfungen des Teenagers waren im Livestream, den der DFB auf YouTube anbot, klar zu hören. Er solle "sich verpissen" oder "ins Grab legen", hieß es unter anderem. Auch rassistische Äußerungen und Androhungen körperlicher Gewalt gab es.

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Schneider erläuterte auch, wie genau die Konsequenzen aussehen können, die S04 nach dem Vorfall ankündigte: "Es waren nicht so viele Zuschauer im Parkstadion, genau 300, noch dazu mit personalisierten Tickets. Wir werden nach Möglichkeit in Zusammenarbeit mit der Fanbetreuung diejenigen zu ermitteln, die sich entsprechend geäußert haben." Der Sportchef hatte zuvor Kontakt mit BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke aufgenommen und sich "in aller Form beim Spieler und beim Verein entschuldigt".

Auch Baum zeigte sich entsetzt. "Ich finde es ganz wichtig, dass der Verein sich klar positioniert, das hat man auch in der U19 aus dem Kreis der Spieler gehört", betonte der neue Trainer der Schalker Profis. "Für mich persönlich hängt das Thema Werte ganz oben. Es ist gut, dass er Verein sich so positioniert hat." Moukoko selbst hatte auf Instagram auf die Beschimpfungen reagiert. "Ich bin stolz mit dieser Hautfarbe geboren zu sein und werde immer stolz sein #blacklivesmatter", schrieb der Youngster in einer Story.