11. Februar 2021 / 09:27 Uhr

Mourinho über Pokal-Aus von Tottenham nach Neun-Tore-Krimi: "Schmerzt umso mehr"

Mourinho über Pokal-Aus von Tottenham nach Neun-Tore-Krimi: "Schmerzt umso mehr"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
 José Mourinho schied mit Tottenham in einem spektakulären Spiel aus dem FA Cup aus.
José Mourinho schied mit Tottenham in einem spektakulären Spiel aus dem FA Cup aus. © imago images/PA Images
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Die Begegnung der Star-Trainer Carlo Ancelotti (Everton) und José Mourinho (Tottenham) hatte am Mittwoch das torreichste FA-Cup-Spiel zweier Erstligisten seit 60 Jahren zur Folge - mit dem besseren Ende für den früheren Bayern-Coach. Mourinho gab sich anschließend nicht als schlechter Verlierer. Der Portugiese war vor allem enttäuscht.

José Mourinho ist mit Tottenham Hotspur in einem spektakulären Spiel aus dem FA Cup ausgeschieden. 4:5 stand es aus Sicht der Londoner nach 120 nervenaufreibenden Minuten im Goodison Park des FC Everton. Der frühere Bayern-Trainer Carlo Ancelotti hatte mit den Toffees dank eines Treffers von Bernard in der Verlängerung die Oberhand behalten und darf sich anders als "The Special One" auf das Viertelfinale freuen.

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Nach der Neun-Treffer-Show in Liverpool, dem torreichsten FA-Cup-Spiel zweier Erstliga-Klubs seit 1961, zeigte Mourinho sich enttäuscht, aber mit Blick auf die anstehenden Aufgaben (am Samstag wartet mit Manchester City der derzeit überragende Tabellenführer) auch hoffnungsvoll. "Wenn du vier Tore schießt, musst du gewinnen. So, wie wir gespielt haben, hätten wir locker gewinnen müssen. Wir nehmen das Positive mit", sagte der 58-Jährige nach der fünften Niederlage in den letzten sechs Spielen. "Das Positive war eine fantastische Anstrengung der Spieler, fantastischer Offensivfußball von der ersten Minute an."

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Die Spurs seien vor allem im Abschluss unglücklich gewesen, betonte der Portugiese, der nach acht Spielen gegen Ancelotti eine vollkommen ausgeglichene Bilanz von je vier Siegen hat. Sein ebenso hochdekorierter italienischer Kollege durfte nach der Spurs-Führung durch Davinson Sanchez in der dritten Minute allerdings erstmal jubeln - Dominic Calvert-Lewin, Richarlison und Gylfi Sigurdsson stellten vor der Pause auf 3:1. Tottenham nutzte indes seine Chancen nicht. "Wir hatten sofort eine starke Kombination und einen Kopfball von Lamela, der von Olsen gehalten wurde - es ging das ganze Spiel so weiter", klagte Mourinho, der allerdings den Anschluss durch besagten Lamela in der Nachspielzeit der ersten Hälfte bejubeln durfte.

Mourinho: "Die Spieler haben alles gegeben"

Die Partie wurde auch nach der Pause von beiden Seiten mit offenem Visier gewohnt - wer einen Langweiler erwartet hatte, wurde für das Einschalten reich belohnt: Sanchez glich nach einer Stunde aus, Richarlison schoss Everton wieder in Front. Der Ausgleich des zuletzt angeschlagenen Goalgetters Harry Kane kurz vor dem Ende rettete Tottenham in die Verlängerung, in der Bernard nach 97 Minuten und einem Traumpass von Sigurdsson das entscheidende fünfte Everton-Tor beisteuerte. Die müden Gäste aus London fanden darauf keine Antwort mehr.

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"Wenn wir den Ball hatten, waren wir wirklich gut, wir waren dominant und hatten die Kontrolle. Wir waren meiner Meinung nach das beste Team, deshalb schmerzt es umso mehr", so Mourinho. "Die Spieler haben alles gegeben."

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