04. Juni 2021 / 18:51 Uhr

Für Speedway-Fahrer Steven Mauer: Die Meisterschule muss warten

Für Speedway-Fahrer Steven Mauer: Die Meisterschule muss warten

Marius Böttcher
Märkische Allgemeine Zeitung
Vor 20 Jahren begann alles: Steven Mauer (r.), hier bei einem Rennen in Wolfslake.
Vor 20 Jahren begann alles: Steven Mauer (r.), hier bei einem Rennen in Wolfslake. © privat
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Der Kapitän des MSC "Wölfe" Wittstock freut sich auf neue Saison in Polen, die am Samstag mit einem Heimrennen gegen Poznan beginnt.

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Mit der Rückkehr auf die polnische Speedway-Bühne hatte Steven Mauer in diesem Jahr nicht mehr gerechnet. „Die Inzidenzen waren hier zeitweise so hoch, dass es mir schwer fiel, zu glauben, dass wir dort starten dürfen. Die Entscheidung lag ja eh nicht bei uns, wir konnten nur abwarten“, erinnert sich der 26-jährige Kapitän vom MSC „Wölfe“ Wittstock. Vor einigen Wochen war die Absage traurige Gewissheit, wenig später – dank sinkender Inzidenzwerte – gab es aber die Rolle rückwärts: Die Speedway-Asse aus der Dossestadt starten nach der Premiere im Vorjahr erneut auf polnischem Boden. In der 2. Liga, der dritthöchsten und damit einer der drei Profiligen im Nachbarland.

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Mauer hatte bereits einen Plan B: Die Meisterschule, er lernt Maurer- und Betonhandwerk, voranbringen. Freitags und am Samstag ist der Elstaler (Havelland) meist in Götz – das muss nun warten. „Es ist toll, dass wir an die Leistung im letzten Jahr anknüpfen dürfen. Wir haben in diesem Jahr noch kein Rennen absolviert, uns fehlt die Praxis“, erklärt Mauer, der erst Samstagmittag wissen wird, wo sein gegenwärtiges Leistungslevel liegt. Zum Auftakt empfangen die Wölfe auf dem heimischen Heidering PSZ Poznan (deutsch: Posen). Rennstart ist um 12 Uhr, die Stadiontore öffnen sich bereits um 9.30 Uhr – 500 Zuschauer dürfen dabei sein.

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„Ich habe Fitness gemacht und war joggen, Kondition und gesunde Ernährung sind für mich grundlegend, um auch in unserem Sport Erfolg zu haben“, betont der Sohn vom Vereinschef Frank Mauer. Der Papa ist stolz auf seinen Schützling, der vor 20 Jahren erstmals Rennen fuhr. „Mein erstes Rad war von KTM, ein luftgekühltes Motorrad in orange“, weiß Steven Mauer. Heutzutage hat er mit 500ccm eine deutlich leistungsstärkere Maschine unter sich. „Ein Platz im Mittelfeld wäre gut für uns, wir sollten nicht auf Teufel komm raus etwas erzwingen. Die anderen Mannschaften können auch um die Ecke fahren. Durch Spaß kommt der Erfolg von ganz alleine“, sagt der Wölfe-Kapitän.