29. Juli 2020 / 20:23 Uhr

Wie vor zehn Jahren: Letztes Duell zwischen Fraufarth und Weckwerth beim MSV-Abschiedsspiel

Wie vor zehn Jahren: Letztes Duell zwischen Fraufarth und Weckwerth beim MSV-Abschiedsspiel

Marius Böttcher
Märkische Allgemeine Zeitung
Die MSV-Urgesteine Daniel Fraufarth (r.) und Marcel Weckwerth erhalten ein Abschiedsspiel.
Die MSV-Urgesteine Daniel Fraufarth (r.) und Marcel Weckwerth erhalten ein Abschiedsspiel. © Marius Böttcher/SPORTBUZZER-Montage
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Brandenburgliga: Am Freitagabend erhalten die MSV-Urgesteine Daniel Fraufarth und Marcel Weckwerth ihr Abschiedsspiel im Volksparkstadion Neuruppin.

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„Der Druck liegt nicht auf meiner Seite“, lacht Marcel Weckwerth, als er über das erste Aufeinandertreffen mit Daniel Fraufarth erzählt. Am 15. August 2009 gastierten die Prignitzer Kuckuck Kickers beim MSV Neuruppin. Schon nach sieben Minuten überwand Weckwerth, damals noch im Kuckuck-Trikot, seinen baldigen Teamkollegen Fraufarth zur 1:0-Führung. Die Partie endete aus MSV-Sicht 1:3. Oder wie Weckwerth gerne sagt: „1:0 für mich. Daher liegt der Druck bei Fraufi, das ist ihm aber sicher bewusst.“

Am Freitagabend (18 Uhr, Volksparkstadion Neuruppin) treffen die beiden Urgesteine des Märkischen Sportvereins wieder aufeinander – im Rahmen ihres Abschiedsspiels. Unter dem Motto „Die Liga der außergewöhnlichen Gentlemen“ duellieren sich „Butchi & Friends“ mit „Fraufi & Friends“. „Ich freue mich riesig, eine tolle Geschichte, die uns der MSV da ermöglicht“, sagt der 33-jährige Daniel Fraufarth, für den es in seiner 25 Jahre langen Torhüter-Laufbahn nur einen Verein gab und der sich bereits vorab bei jeglichen Helfern bedankt. Auch bei seinem Konkurrenten, der seit 2010 sein stetiger Begleiter war, ist die Vorfreude grenzenlos: „Auch ich freue mich natürlich wahnsinnig auf das Spiel und dass es überhaupt stattfinden darf. Wir haben jederzeit die Unterstützung vom MSV erhalten, das ist grandios.“ Überhaupt gab es solch eine Partie in solch einer Form wohl noch nie in Neuruppin, „deswegen hat das Spiel auch eine große Bedeutung für uns nach diesen vielen Jahren.“

Aktuelles aus der Region

Beide scheidenden Personalien wünschen sich zu ihrem letzten Auftritt viele Zuschauer. An fußballerischer Qualität sollte es am Freitagabend jedenfalls nicht mangeln. „Mir war schnell klar, dass ich Spieler, mit denen ich über Jahre in der Jugend- oder auch im Männerbereich gekickt habe, in meinem Team haben will“, erklärt Weckwerth, bei dem auch einige Familienmitglieder integriert sind, die Zusammenstellung seiner Truppe. Fraufarth war vor allem eines wichtig: „Die Menschlichkeit. Glücklicherweise können meine gewählten Kicker aber auch alle sehr gut Fußball spielen, weshalb ich sehr optimistisch bin, was das Spiel angeht.“ Nicht nur ehemalige und aktuelle Fußballer der Region (aus der Prignitz, von den Neuruppiner Vereinen oder aus Oberhavel) geben sich die Ehre, auch auf den Trainerbänken sind mit Jens Reckmann, Dietmar Bletsch oder Marc Flohr frühere MSV-Akteure zu finden. Dass sich dieses Event niemand entgehen lassen will, zeigt auch die Flut der Zusagen, welche beide Parteien erhalten haben – lediglich ein, zwei untröstliche Absagen gab es im Vorfeld zu verzeichnen.

In Bildern: Das ist die Traum-Elf von Marcus Lemke.

Trägt seit 2014 das Trikot des MSV Neuruppin und ging vorher für Hansa Wittstock, Energie Cottbus, die Sportfreunde Siegen (Hessen) und den Berliner AK auf Torejagd: Marcus Lemke. Zur Galerie
Trägt seit 2014 das Trikot des MSV Neuruppin und ging vorher für Hansa Wittstock, Energie Cottbus, die Sportfreunde Siegen (Hessen) und den Berliner AK auf Torejagd: Marcus Lemke. ©

„Wir hoffen natürlich, dass die Veranstaltung gut ankommt und lange in Erinnerung bleiben wird“, gesteht Daniel Fraufarth, bei dem nicht mehr nur die Vorfreude steigt: „Ich dachte anfangs, dass es halt ein normales Spiel wird, man steht aber doch im Mittelpunkt. Ich bin ziemlich aufgeregt, wir werden es trotzdem genießen.“ Und vielleicht kann „Fraufi“ mit seinen Freunden dann auch den Ausgleich zum 1:1 gegen „Butchi“ erzielen.