06. November 2019 / 13:45 Uhr

MSV Pampow im Höhenflug

MSV Pampow im Höhenflug

Rene Warning
Ostsee-Zeitung
Haben derzeit einen starken Lauf: Die Kicker des MSV Pampow.
Haben derzeit einen starken Lauf: Die Kicker des MSV Pampow. © Danilo Thienelt
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Randschweriner nach 3:0 auf Rang sechs. Trainer Ronny Stamer ist bislang zufrieden mit der Leistung seines Teams.

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Für den MSV Pampow könnte es nach dem Aufstieg in die Oberliga Nord kaum besser laufen. Nach dem Erfolg vom Wochenende gegen Ludwigsfelde stehen die Randschweriner auf einem hervorragenden sechsten Platz. Im Interview spricht MSV-Coach Ronny Stamer über den Höhenflug und die Entwicklung seines Teams.

Herr Stamer, wie beurteilen Sie die bisherige Spielzeit?

Ronny Stamer: (lacht), Wir sind natürlich total unzufrieden, wollten längst auf Platz drei stehen und um den Aufstieg mitkämpfen. Aber Spaß beiseite. Wir haben nicht mit 19 Punkten zu diesem Zeitpunkt gerechnet. Sicherlich haben wir noch den Bonus als Aufsteiger, vielleicht werden wir unterschätzt. Aber die Gesamtheit der Spiele war absolut in Ordnung und die Ergebnisse meist gerechtfertigt. Da war vieles harte Arbeit und weniger Glück.

Was macht denn den aktuellen Höhenflug aus?

Wir haben eine hohe mannschaftliche und individuelle Qualität. Am wichtigsten war, dass wir größtenteils zusammengeblieben sind und uns nur punktuell verändern mussten. Zu Saisonbeginn waren wir noch etwas unbeständig. Nicht nur spielerisch, sondern auch vom Kader her. Dann sind wir leider auch aus dem Pokal geflogen (2:3 gegen Graal-Müritz/d. Red.). Aber wir haben uns dann gefangen. Mittlerweile sind wir das fünfte Spiel ungeschlagen und das haben wir uns nach den Leistungen der letzten Wochen auch verdient. Wir treten diszipliniert auf, haben eine hohe Trainingsbeteiligung und -qualität. Und das schlägt sich dann auch auf dem Platz nieder.

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Wie beurteilen Sie die Leistungsstärke der Liga, insbesondere der MV Teams, die die Plätze drei bis sieben belegen?

Also für uns ist die Liga in vielerlei Hinsicht lukrativ. Man lernt neue Mannschaften und deren Anlagen kennen. In Ludwigsfelde waren beispielsweise Top-Bedingungen. Dass die MV-Teams so gut agieren hat auch damit zu tun, dass sie sich gut verstärkt haben und die Kaderqualität etwas anders verteilt ist, als noch in den vergangenen Jahren.

Zu Hause gab es erst eine Niederlage.

Und das ist eine hervorragende Basis. Wir haben einen überragenden Platzwart, der uns drei Rasenplätze in bestem Zustand hält. Die Bedingungen sind top und das wollen wir natürlich auch für uns nutzen, was bisher gut geklappt hat.

Fühlen Sie sich deswegen so wohl in Pampow?

Unter anderem. Ich bin mittlerweile in meiner fünften Saison hier. Sportlich konnten wir uns stetig steigern. Wir haben eine kontinuierliche Entwicklung gemacht, sind überwiegend zusammengeblieben, was den Zusammenhalt extrem gefördert hat. Darüber hinaus arbeiten alle im Verein mit- und füreinander. Jeder versucht hier die Dinge ruhig und sachlich zu betrachten. Das sorgt für den nötigen Rückhalt und eben die Ruhe, mit der man als Trainer arbeiten möchte.

Wie groß sind die privaten Entbehrungen?

Es hält sich in Grenzen. Ich bin froh, dass meine Frau, meine Tochten und meine Eltern zu jedem Heimspiel kommen. Klar, man ist auswärts auch bis zu 12 Stunden unterwegs. Aber das wussten wir, wusste ich, vorher. Umso wichtiger ist ein Trainerteam, das akribisch und verantwortungsvoll arbeitet. Und das ist hier gegeben.

Welche Ziele haben Sie für die Hinrunde ausgegeben?

Wir wollten 20 Punkte holen und haben mit dem Sieg gegen Ludwigsfelde (3:0/d. Red.) unsere Ausgangsituation stark verbessert. Wir sind nicht traurig, wenn es bis zum Ende der Hinrunde 22 bis 25 Punkte sind. Allerdings haben wir nur noch Brocken vor uns. Neustrelitz, Charlottenburg, Tennis Borussia Berlin, aber auch Seelow sind nicht einfach zu bespielen. Aber wir werden uns wieder was überlegen und wollen punkten.

Gibt es auch Bestrebungen, noch eine Liga höher zu kommen?

Das hängt natürlich auch etwas vom Geld ab. So einfach ist es nicht, in Schwerin Sponsoren gewinnen. Das ist eine Sportstadt, in der beispielsweise Volleyball, Boxen, Handball und der Fußball eine sehr große Rolle spielen. Klar dürfen unsere Anhänger und Verbündeten träumen. Wir wollen und sollten uns erstmal langfristig in der Oberliga etablieren. Das ist die richtige Liga für uns. An der Regionalliga sind schon viele Teams zu Grunde gegangen.