15. Oktober 2020 / 18:28 Uhr

MSV-Trainer Henry Bloch freut sich über "fantastisches Los" im Landespokal-Viertelfinale

MSV-Trainer Henry Bloch freut sich über "fantastisches Los" im Landespokal-Viertelfinale

Marius Böttcher
Märkische Allgemeine Zeitung
Das letzte Duell zwischen dem MSV und Ludwigsfelde im Volksparkstadion endete im Dezember 2017 1:0.
Das letzte Duell zwischen dem MSV und Ludwigsfelde im Volksparkstadion endete im Dezember 2017 1:0. © Marius Böttcher
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AOK-Landespokal: In der Runde der letzten Acht bekommt es der Brandenburgliga-Zweite mit dem Oberliga-Süd-Vertreter Ludwigsfelder FC zu tun.

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Dieser Gegner ist genau nach dem Geschmack von Henry Bloch. „Ein fantastisches Los“, sagte der Trainer des MSV Neuruppin am Donnerstagnachmittag voller Vorfreude. Im AOK-Fußball-Landespokal trifft der Brandenburgligist aus der Fontanestadt am 14. November (Anpfiff 13 Uhr) im Volksparkstadion auf den Oberliga-Süd-Vertreter Ludwigsfelder FC. Dies ergab die Ziehung am Donnerstag, welche in der Geschäftsstelle des Fußball-Landesverbandes Brandenburg in Cottbus stattfand. Als Losfee fungierte dabei Anna Gerhardt, Fußballerin von Turbine Potsdam und Schwester vom Wolfsburger Bundesliga-Profi Yannick Gerhardt.

„Wir haben ein Heimspiel, dürfen uns mit einem höherklassigen Gegner messen und dabei um den Einzug ins Halbfinale des Landespokals kämpfen – diese Parameter reichen bereits, um sich auf dieses Duell zu freuen“, erklärte Henry Bloch, der die Favoritenrolle direkt Richtung Autobauerstadt schiebt: „Mit Blick auf die Ligazugehörigkeit kann ich das machen.“ Fakt ist aber auch, dass die ambitionierten Hausherren, die gegenwärtig auf dem zweiten Rang der höchsten brandenburgischen Spielklasse liegen und in dieser Saison noch ungeschlagen sind, in eben jene Liga wollen, in der der kommende Cup-Gegner seit seinem Aufstieg in der Saison 2017/18 um Punkte kämpft.

In Bildern: Der MSV Neuruppin fügt dem Ludwigsfelder FC die erste Saisonpleite in der Brandenburgliga zu.

Der MSV Neuruppin fügt dem Ludwigsfelder FC die erste Saisonpleite in der Brandenburgliga zu. Zur Galerie
Der MSV Neuruppin fügt dem Ludwigsfelder FC die erste Saisonpleite in der Brandenburgliga zu. © Marius Böttcher

„Natürlich wollen wir in dieser Partie zeigen, dass wir durchaus in der Lage dazu sind, einen fünftklassigen Gegner zu ärgern“, betont der MSV-Coach, der sich an die letzte Begegnung mit dem LFC im Volkspark noch genau erinnern kann: „Das war ein 1:0-Sieg zum Ende der Hinrunde 2017. Vadims Logins hat den Ball nach einem Eckball eingenickt.“ Bloch hat auf einen Auftritt im eigenen Wohnzimmer gehofft: „Ich habe schon fast darauf gesetzt. Die Wahrscheinlichkeit war als Brandenburgligist ja recht hoch. In den letzten Jahren blieb uns das oftmals vergönnt, jetzt haben wir wieder ein Highlight in Neuruppin.“

Auch für Sommerzugang Florian Matthäs dürften diese 90, oder gar 120 Minuten, besonders werden. Zwei Jahre lang trug der 25-Jährige zuletzt das Ludwigsfelder Trikot, seit diesem Jahr stürmt er für den Märkischen Sportverein. „Ich freue mich riesig, nach Frankfurt darf ich dann schon gegen den zweiten Ex-Verein in dieser Saison spielen. Ich habe auch schon die ersten Nachrichten von ehemaligen Kollegen erhalten“, verriet Matthäs, der sich mit einer kämpferischen Ansage nicht zurückhält: „Ich erwarte ein Spiel auf Augenhöhe, wir müssen uns jedenfalls nicht verstecken. An einem guten Tag können wir den LFC auch schlagen, der Pokal hat ohnehin seine eigenen Gesetze.“

Das Wiedersehen mit seinem früheren Mitbewohner Aaron Eichhorn, LFC-Keeper Lucas Lindner und etlichen „Typen“ aus dem Betreuerstab kann Florian Matthäs kaum abwarten, aufgrund der steigenden Infektionszahlen rund um das Coronavirus betont er aber auch: „Ich hoffe, dass das Spiel stattfindet. In einem Monat kann viel passieren und ich hätte Verständnis dafür, wenn wir Amateure zurückstecken müssten. Auf den regionalen Sport könnte man vorübergehend auch mal verzichten, die Gesundheit steht einfach über allem.“