15. Februar 2022 / 16:23 Uhr

MSV Zossen: Mit vier Neuzugängen auf Rang vier

MSV Zossen: Mit vier Neuzugängen auf Rang vier

Lars Sittig
Märkische Allgemeine Zeitung
Kevin Ottenhus (r.) ist einer der Kicker, die das Team von Trainer Sven Schröder in der Fußball-Landesklasse Ost verstärken.
Kevin Ottenhus (r.) ist einer der Kicker, die das Team von Trainer Sven Schröder in der Fußball-Landesklasse Ost verstärken. © Privat
Anzeige

Landesklasse Ost: Am Sonnabend hatte der MSV Zossen beim FSV Preußen Bad Saarow mit 3:1 (2:0) gewonnen und den Aufwärtstrend der vergangenen Monate nach der Heimniederlage zuvor gegen die SG Eintracht Peitz (0:2) fortgesetzt.

1-2-3-4 – so könnte der Erfolgscode des MSV Zossen lauten: Mit dem ersten Sieg im zweiten Punktspiel des Jahres 2022 sicherte sich der Verein drei Punkte und verbesserte sich auf Rang vier der Fußball-Landesklasse Ost – die bisher beste Saisonplatzierung. Am Sonnabend hatte der MSV beim FSV Preußen Bad Saarow mit 3:1 (2:0) gewonnen und den Aufwärtstrend der vergangenen Monate nach der Heimniederlage zuvor gegen die SG Eintracht Peitz (0:2) fortgesetzt. „Es war ein hochverdienter Sieg auf einem sehr schwer zu bespielenden Platz“, befand Zossens Trainer Sven Schröder, „das Ergebnis hätte deutlich höher ausfallen können.“

Anzeige

Beim MSV hatte Kevin Ottenhus – einer der vier Zugänge in der Winterpause – den Treffer zur zwischenzeitlichen 2:0-Führung erzielt (21.). „Bei den spielerischen Abläufen finden sich unsere Neuzugänge immer besser rein“, lobt Schröder, „was durch die hohe Trainingsbeteiligung natürlich beschleunigt wird. Otti passt menschlich top rein und ist schon richtig angekommen. Er gibt gut Gas, hängt sich rein und übernimmt Verantwortung. Außerdem bringt er eine enorme Qualität mit. Jetzt heißt es für uns Trainer, ihn richtig fit zu bekommen.“

Mehr zur Landesklasse Ost

Zossen hatte sich neben Ottenhus außerdem mit Alexander Roy (Eintracht Peitz, 31 Jahre, zentrales Mittelfeld), Muharrem Cacan (zurück aus der zweiten Mannschaft, 22, offensives Mittelfeld) und Mohamed Salah (zuletzt in seiner Heimat Algerien aktiv, 26, Abwehr) verstärkt. Außerdem kehrte Jimmy Nix (32, Sturm) nach einer langen Verletzungsmisere und einer komplizierten Waden-OP im vergangenen Spätsommer zurück. „Wir konnten unsere Abgänge Hauke Steinert und Patrick Hagen, die uns wegen ihrer Wohnortwechsel verlassen haben, sehr gut auffangen“, sagt Schröder.

Anzeige

Bei Ottenhus hatten auch familiäre Bande eine entscheidende Rolle für seine Zusage gespielt. „Mein Cousin kennt Trainer Sven Schröder“, berichtet der 33 Jahre alte Offensivmann, „so kam der Kontakt zustande. Ich habe mir die Vorstellungen des Vereins angehört und mir Gedanken gemacht und dann zugesagt. Ich wurde von den Jungs toll aufgenommen und möchte mit meiner Erfahrung helfen, auch wenn es mal nicht so läuft.“

MSV empfängt den Vorletzten Rot-Weiß Luckau

Erfahrung hat Ottenhus reichlich gesammelt in seiner langen Laufbahn: In der Vita stehen unter anderem Engagements beim SV Lichtenberg, seinem Heimatverein BFC Preussen und dem RSV Waltersdorf – für den Rotberger Sport-Verein 09 absolvierte er drei Partien in der NOFV-Oberliga. Im FK Dahme/Fläming spielte er außerdem für den Landesligisten SG Großziethen, bevor er im Sommer 2020 zum SV Blau-Weiß Dahlewitz in die Kreisoberliga wechselte und zweimal den Kreispokal gewinnen konnte. Zuletzt hatte er eine Pause eingelegt.

Auch Muharrem Cacan hat bereits die ersten Pflichtspielminuten im Landesklasse-Team bestritten. Aus Zeitgründen hatte er in der zweiten Mannschaft gekickt, zudem war er in dieser Zeit Vater geworden. „Bei mir hat sich in letzter Zeit einiges getan und ich bin froh, dass ich es jetzt auch wieder mit den Trainingszeiten einrichten kann“, sagt er. „Ich kenne natürlich noch einige der Jungs und freue mich, wieder gemeinsam mit ihnen Punkte in der Liga zu holen. Das Team hat auf jeden Fall Potenzial.“

In der Staffel Ost der Landesklasse hat sich das Feld hinter den beiden Topteams Blau-Weiss Markendorf (14 Spiele/32 Punkte) und FSV Luckenwalde II (13/27) ordentlich verdichtet: Zwischen dem Tabellendritten SG Wiesenau (25 Punkte) und der auf Rang sieben liegenden SG Peitz (23) liegen lediglich zwei Zähler. Der MSV empfängt am Sonnabend nun den Vorletzten Rot-Weiß Luckau (Start: 14 Uhr) und hat die Gelegenheit, den Aufwärtstrend weiter fortzusetzen.