05. August 2019 / 13:42 Uhr

MTV Dänischenhagen wird für zweifache Aufholjagd gegen Dobersdorfer SV belohnt

MTV Dänischenhagen wird für zweifache Aufholjagd gegen Dobersdorfer SV belohnt

Jan Claas Harder
Kieler Nachrichten
Es läuft bereits die Nachspielzeit und der Dobersdorfer SV vergibt nach einem Eckball die letzte Chance zum Ausgleich. Wer den Ball über das Tor lenkt, blieb letztlich ungeklärt, aber der MTV Dänischenhagen erringt am ersten Spieltag einen Auswärtssieg.
Es läuft bereits die Nachspielzeit und der Dobersdorfer SV vergibt nach einem Eckball die letzte Chance zum Ausgleich. Wer den Ball über das Tor lenkt, blieb letztlich ungeklärt, aber der MTV Dänischenhagen erringt am ersten Spieltag einen Auswärtssieg. © Karsten Freese
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Der FC Kilia Kiel untermauerte schon zum Saisonstart der Fußball-Verbandsliga Ost seine Favoritenrolle und holte sich mit souveränen 4:0 beim Aufsteiger TSV Flintbek den ersten Dreier. Den nahm auch der MTV Dänischenhagen beim 4:3 gegen den Dobersdorfer SV mit nach Hause. Beachtlich dabei: Das Team von MTV-Coach Frank Knocke lag mit 0:2 und 2:3 hinten und bog die Begegnung in den letzten Minuten noch um. Landesliga-Absteiger TSG Concordia Schönkirchen musste beim 1:3 gegen den Preetzer TSV registrieren, dass die Gegner in der Verbandsliga auch nicht leicht zu bezwingen sind.

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Dobersdorfer SV – MTV Dänischenhagen 3:4

Die Doberdorfer operierten in der kampfbetonten Partie vor allem mit langen Bällen, was den Gästen durchaus Probleme bereitete. Nach Wiederanpfiff schlugen die Gastgeber innerhalb weniger Minuten zu, traf nach einer Ecke und einem Einwurf zum 2:0-Vorsprung. Der MTVD glich jedoch durch den agilen Lasse Scherzinger (58.) und den unmittelbar zuvor eingewechselten Daniel Schwennsen (59.) aus. Der DSV konnte durch Yannick Schnoor zwar nochmal in Führung gehen (63.), doch nun waren die Dänischenhagener richtig in Fahrt und drehten die Partie in der Endphase noch zu ihren Gunsten. „Zu Spielbeginn waren wir überhaupt nicht sortiert. Je länger die Partie dauerte, desto präsenter war meine Mannschaft“, bilanzierte MTV-Coach Frank Knocke.

Klickt euch durch die Bilde rzur Aufholjags des MTV Dänischenhagen beim Dobersdorfer SV:

Besonders in der ersten Halbzeit herrschte viel Betrieb vor dem Tor von MTV-Keeper Timo Klauke, der hier vor dem Dobersdorfer Kapitän Patrick Mierse (#10) an den Ball kommt. Zur Galerie
Besonders in der ersten Halbzeit herrschte viel Betrieb vor dem Tor von MTV-Keeper Timo Klauke, der hier vor dem Dobersdorfer Kapitän Patrick Mierse (#10) an den Ball kommt. ©
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TSV Stein – Wiker SV 1:1

Bereits nach vier Minuten brachte Timo Federwisch den Gastgeber mit 1:0 in Führung. Der Steiner wurde mit einem langen Ball in Szene gesetzt, nahm diesen gekonnt aus der Luft mit und lupfte den Ball mit dem zweiten Kontakt über WSV-Keeper Yannik Burgemeister hinweg. „Das hat er richtig gut gemacht“, lobte Steins Spielertrainer Kristof Schneider. Doch in der Folge schwamm sich der Aufsteiger zunehmend frei und kam nicht nur durch Andre Wittern (12.) zum Ausgleich, sondern diktierte auch das Spielgeschehen. „Man muss schon ganz klar sagen, dass es am Ende für uns doch ein eher glückliches Unentschieden war. Allein Justin Rohde hat uns mit mehreren Paraden im Spiel gehalten. Wir hätten auch locker mit 1:3 oder 1:4 verlieren können“, so Schneider.

TSV Plön – ASV Dersau 1:1

„Das Spiel hatte zwei Gesichter“, sagte Plöns Manager Christoph Meinzer, der den Eindruck hatte, dass die Dersauer im ersten Durchgang griffiger agierten, während bei den Plönern eine gewisse Verunsicherung zu spüren war. Christopher Kroll profitierte von einem Plöner Abstimmungsfehler und brachte den Ball im langen Eck unter (26.). Die Antwort der Hausherren ließ jedoch nicht lange auf sich warten. Mit einem 40-Meter-Pass bediente Philipp Sartory Jens Henningsen, der zum Ausgleich traf (40.). Kurz vor der Halbzeitpause wurde dann Timo Falk wegen einer vermeintlichen Notbremse des Feldes verwiesen, doch die daraus resultierende Unterzahl beflügelte das Spiel der Plöner in Hälfte zwei mehr, als dass es schadete. Trotz guter Gelegenheiten blieb dem Team der Siegtreffer jedoch verwehrt. „Dersau hat sich gut präsentiert, aber wir waren die aktivere Mannschaft. Insgesamt geht das 1:1 wohl in Ordnung“, so Meinzer.

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Preetzer TSV – TSG Concordia Schönkirchen 3:1

Auf den Trainerbänken ging es leidenschaftlich zur Sache, und auch auf dem Rasen ging die Post ab. Bereits nach drei Minuten durften die Preetzer jubeln. Nach einem Doppelpass von Finn Grunwald und Laurids Grohmann spielte Daniel Prost auf Nico Clasen, der das 1:0 markierte. Und der Preetzer Angriffswirbel ging weiter. Erst traf Clasen den Pfosten (6.), dann vergab Rudi Karius aus guter Position (22.), während Daniel Kolbe (37.) an Lukas Losch im TSG-Tor scheiterte. Die Concorden fanden offensiv zunächst nicht statt und sahen wie der sichere Verlierer aus, nachdem Kühl (59.) den Ball ins eigene Netz bugsierte. Erst der auffällige Moshood Alamide Adesanya verkürzte auf 1:2 (85.). Die Hoffnungen auf einen Punktgewinn der Concorden machte Nils Kretschmer mit einem Schuss aus 14 Metern (88.) endgültig zunichte.

FSG Saxonia – 1. FC Schinkel 2:3

Es passte eigentlich alles auf Seiten der Gastgeber, die druckvoll, leidenschaftlich und überaus ballsicher zu Werke gingen. Lediglich mit dem Toreschießen wollte es zunächst nicht klappen. Zu allem Überfluss gingen die Schinkeler dann auch noch durch einen von Moses Ogodogdo verwandelten Elfmeter in Führung. Dennoch blieb die FSG das deutlich aktivere Team, doch auch in der Folge waren es die Gäste, die nach zwei schnell vorgetragenen Angriffen sich sogar einen Drei-Tore-Vorsprung erarbeiten konnten. In der Schlussviertelstunde rächte es sich beinahe, dass der FSC ein denkbares 0:4 oder 0:5 liegen ließ, denn die Hausherren konnten noch auf 2:3 verkürzen, so dass es bis zum Ende hin noch spannend blieb. „Man muss schon sagen, dass Saxonia einen richtig guten Ball gespielt hat und eigentlich das bessere Team war. Gefallen hat mir allerdings unser Umschaltspiel“, sagte Schinkels Trainer Volkmar Meyer.

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Inter Türkspor Kiel II – VfR Laboe 3:1

Der Gastgeber hatte die Partie jederzeit im Griff und siegte verdient. Laboe überzeugte nur kurz nach Wiederanpfiff, doch mehr als einige harmlose Schüsse aus der Distanz brachte der VfR nicht zustande. Zu diesem Zeitpunkt führte Türkspor II bereits mit 2:1 und beendete mit dem 3:1 (52.) endgültig die Laboer Hoffnungen auf einen Punktgewinn. „Das war ein rundum überzeugender und kompakter Auftritt meiner Mannschaft“, meinte Türkspors Coach Mefail Sengül. Doppeltorschütze Yusuf Eser und Mittelfeldakteur Muhammed Aslan überzeugten. „Er ist wahnsinnig viele Wege gegangen, und auch seine Defensivarbeit war absolut vorbildlich“, lobt Sengül.

TSV Flintbek – FC Kilia Kiel 0:4

„Es war der erwartet schwere Gegner“, resümierte der Flintbeker Coach Wolfgang Szellas, der trotz der Niederlage mit seiner Mannschaft nicht unzufrieden war: „Wir haben taktisch gut gestanden, aus unseren Nadelstichen aber nichts machen können.“ Lediglich ein Lattentreffer durch Florian Wischnewski in der ersten Halbzeit sorgte für Torgefahr. „Gegen die tief stehenden Flintbeker haben wir uns schwer getan, sie haben mit Mann und Maus verteidigt“, attestierte FC-Manager Harry Witt seinem Team zwar „mindestens 80 Prozent Ballbesitz“, doch es dauerte, bis nach dem 1:0 (Yannik Jakubowski/25.) die weiteren Treffer fielen. Benjamin Petrick (65., 70.) sowie Siyabend Ramo (80.) trafen zum Endstand.

(Reinhard Gusner)

Klickt euch durch die Fotos zum Saisonauftakt des FC Kilia Kiel gegen Aufsteiger TSV Flintbek:

Kilias Mannschaftskapitän Yannik Jakubowski (Zweiter v. li.) setzt sich gegen die beiden Flintbeker Bennet Szellas (li.) und Andreas Büssau und erzielt das 1:0 für die favorisierten Kieler. Zur Galerie
Kilias Mannschaftskapitän Yannik Jakubowski (Zweiter v. li.) setzt sich gegen die beiden Flintbeker Bennet Szellas (li.) und Andreas Büssau und erzielt das 1:0 für die favorisierten Kieler. ©

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