01. August 2019 / 21:54 Uhr

MTV Gifhorn: Nach dem "Weltuntergang" ist Uppi wieder obenauf

MTV Gifhorn: Nach dem "Weltuntergang" ist Uppi wieder obenauf

Marcel Westermann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Wieder da: Zehn Monate nach seinem Kreuzbandriss gab Marc Upmann sein Comeback für den MTV Gifhorn.
Wieder da: Zehn Monate nach seinem Kreuzbandriss gab Marc Upmann sein Comeback für den MTV Gifhorn. © Copyright by Photowerk Gifhorn
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Beim MTV Gifhorn ist Marc Upmann nach Kreuzbandriss und langer Pause wieder zurück.„Fußball ist mein Leben", sagt er. "Ich habe mit drei Jahren damit angefangen. So eine Verletzung ist schon hart."

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"Es war fast ein Weltuntergang“ – so emotional beschreibt Marc Upmann das, was ihm vor einem Dreivierteljahr passiert war: Mitte September hatte sich der Abwehrmann des MTV Gifhorn im Training das Kreuzband gerissen, fiel lange aus. Jetzt ist seine Leidenszeit endlich vorbei, im NFV-Pokal gab er sein Comeback. Am Sonntag (15 Uhr), beim Auftakt der Fußball-Oberliga gegen den TuS Bersenbrück, ist er auch wieder mit dabei.

Eine harte Zeit liegt hinter Upmann. Es war die erste schwere Verletzung in der Karriere des Innenverteidigers. „In der Pubertät hatte ich mal Probleme mit dem Wachstum, aber das ist ja nichts Ungewöhnliches“, erinnert sich der MTVer. Im September traf es ihn deutlich schlimmer. „Fußball ist mein Leben. Ich habe mit drei Jahren damit angefangen. So eine Verletzung ist schon hart“, sagt Upmann zu seinem Kreuzbandriss. Nicht nur körperlich, sondern auch mental war es eine Herausforderung. „Meine Familie und meine Freundin waren da und haben mich unterstützt. Und ich hatte Zeit, etwas mehr mit Freunden zu machen, wofür sonst nicht viel Zeit bleibt.“

NFV-Pokal: MTV Gifhorn gegen Lupo/Martini Wolfsburg

NFV-Pokal: MTV Gifhorn gegen Lupo/Martini Wolfsburg Zur Galerie
NFV-Pokal: MTV Gifhorn gegen Lupo/Martini Wolfsburg © Cagla Canidar
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Im NFV-Pokal gab er vor zwei Wochen in Lüneburg (6:4 nach Elfmeterschießen) sein Pflichtspiel-Comeback. Ganz problemfrei ist Upmann aber immer noch nicht. „Ein bisschen merke ich noch, aber ich habe zumindest keine Schmerzen. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass nach einer OP alles so ist wie vorher“, so der Gifhorner, der auch zuletzt gegen Lupo/Martini Wolfsburg (5:4 nach Elfmeterschießen) in der Startaufstellung gestanden hatte – aber frühzeitig ausgewechselt werden musste. „Ich habe eine Bewegung gemacht, die ich sonst nicht mache. Dabei bin ich weggeknickt. Ich hatte leichte Schmerzen, aber es ist alles stabil“, gibt Upmann Entwarnung.

Spies: "WIr haben gesehen, wie wichtig Uppi ist"

Somit kann der 22-Jährige wohl auch am Sonntag auflaufen. „Bersenbrück war immer schwer zu bespielen, die können gut verteidigen“, erinnert sich Upmann, der in der abgelaufenen Saison beide Duelle mit dem TuS verpasste. Zur Erinnerung: Beide Partien entschied der MTV für sich (beide mit 1:0). Einen weiteren Sieg gegen den Klub sowie ein gutes Abschneiden in der Liga traut der Gifhorner seiner Mannschaft in diesem Jahr zu: „Wenn alle fit sind, kann ich mir vorstellen, dass es eine gute Saison wird und wir den Klassenerhalt früh klarmachen.“ Und was sind seine persönlichen Ziele? „Ich will auf jeden Fall verletzungsfrei bleiben, oft in der Startelf stehen und Verantwortung übernehmen.“

Nicht nur Upmann, auch MTV-Trainer Michael Spies ist froh, dass der Youngster zurück ist. „Wir haben vergangene Saison gesehen, wie wichtig Uppi ist. Es freut mich sehr, dass er im Kommen ist und hoffentlich gesund bleibt. Wir brauchen ihn, er macht uns definitiv stärker“, sagt der Coach, der gegen Bersenbrück auch wieder auf Kim Kemnitz, Elvir Zverotic und Mario Petry (hatten alle Urlaub) zurückgreifen kann.

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