09. September 2019 / 13:20 Uhr

"Nicht unser Anspruch": MTV Großenheidorn müht sich zu Sieg über Barsinghausen

"Nicht unser Anspruch": MTV Großenheidorn müht sich zu Sieg über Barsinghausen

Uwe Serreck
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Großenheidorns Trainer Marc Siegesmund gibt lautstark Anweisungen.
Großenheidorns Trainer Marc Siegesmund gibt lautstark Anweisungen. © Christian Hanke
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Der MTV Großenheidorn ist mit einem Heimsieg in die Saison gestartet. Allerdings tat sich der Absteiger zum Oberliga-Auftakt gegen den HV Barsinghausen sehr schwer. "Wir sind während der 60 Minuten nie ins Laufen gekommen", kritisierte Trainer Marc Siegesmund.

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Schon fünf Minuten vor dem Ende des Oberliga-Derbys gegen den HV Barsinghausen war die Großenheidorner Fankurve Blaue Wand in Siegeslaune und feierte ihren Torhüter: „René Schröpfer, du bist der beste Mann.“ Mit einem Blitzreflex lenkte die Nummer eins des MTV den Siebenmeter von Jannis Frädermann um den Pfosten, und im Gegenzug beseitigte Linksaußen Jakob Appel mit dem Treffer zum 24:20 die letzten Zweifel am Sieg, der wenig später mit 26:23 (12:10) perfekt war.

Insgesamt holprige Vorstellung

„Hallo Oberliga, wir sind zurück“, hatte Hallensprecher Torsten Sobiejewski die Fans vor dem Anpfiff begrüßt. Seiner zugedachten Favoritenrolle wurde der MTV als Absteiger aus der 3. Liga spielerisch allerdings nie gerecht. Sinnbildlich für die holprige Vorstellung war der Ausfall des Beamers, sodass Sobiejewski bei der Vorstellung der beiden Mannschaften ohne Bilder auskommen musste.

Auch dem Großenheidorner Spiel fehlten die Glanzpunkte. „Wir sind während der 60 Minuten nie ins Laufen gekommen. Das ist nicht unser Anspruch“, fand Trainer Marc Siegesmund in der Pressekonferenz nach dem Spiel klare Worte.

Bilder vom Handball-Spiel der Oberliga zwischen dem MTV Großenheidorn und HV Barsinghausen

Barsinghausens Philipp Obrock verkürzt auf   9:10, Großenheidorns Jörg Harre wird gleich überwunden. Zur Galerie
Barsinghausens Philipp Obrock verkürzt auf 9:10, Großenheidorns Jörg Harre wird gleich überwunden. ©
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Vor der drittligareifen Kulisse von 336 Zuschauern erwischten die Seeprovinzler einen Start nach Maß. Torhüter Schröpfer zeigte zwei Glanzparaden, die Abwehr mit Neuzugang Kevin Ströh im Innenblock machte die Räume eng, und nach dem 6:1 in der 13. Minute durch Maurice Nolte feierte die Fankurve Blaue Wand erstmals ihre Mannschaft.

Gäste noch aggressiver

Doch nach einer Auszeit von Gästecoach Stephan Wyss kippte das Spiel. Barsinghausen war jetzt noch aggressiver in der Abwehr und erzwang gegen den ideenlosen Heidorner Rückraum zahlreiche Ballgewinne. Einen davon nutzte Jannis Frädermann zum 6:6 (17. Minute).

Siegesmund reagierte und brachte in dieser schwierigen Phase Kilian Kraft, den zweiten Neuzugang des MTV, um das Spiel seiner Mannschaft zu beruhigen. Kraft versemmelte jedoch gleich seine ersten drei Würfe. „Meinen Einstand habe ich mir anders vorgestellt, die Bälle müssen ins Tor“, zeigte sich der drittligaerfahrene Routinier selbstkritisch. Erst mit seinem vierten Versuch traf der ­35-Jährige zum 11:9 (28.).

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Ihre knappe Führung zur Halbzeit verdankten die Gastgeber der Tatsache, dass die Barsinghäuser allzu schludrig mit ihren Chancen umgingen. MTV-Urgestein Bertrand Salzwedel war in der Pause überhaupt nicht zufrieden: „Da muss mehr kommen.“

Zu statisch im Rückraum

Nach Wiederanpfiff änderte sich jedoch wenig. Großenheidorn agierte weiterhin zu statisch im Rückraum. Allerdings blieben die Barsinghäuser auch äußerst unangenehm in der Abwehr und störten früh den Spielfluss der Gastgeber. Jakob Appel, der als Nachfolger von Till Hermann auf Linksaußen eine starke Partie machte, traf zwar zum 15:12, doch beim 19:18 (46.) war der Vorsprung fast wieder dahin.

Am Ende waren es die Fehler des HVB, die den Unterschied machten. Kraft traf zum 20:18, und zwei Zeitstrafen der Gäste nutzte Niklas Hermann mit dem vorentscheidenden Treffer zum 22:18 (49.) aus. Barsinghausen zollte seinem kraftraubenden Spiel Tribut, sodass sich der MTV über die beiden so wichtigen Punkte zum Auftakt freuen konnte.

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