26. Februar 2021 / 16:44 Uhr

MTV Vorsfelde: Handball-Team bleibt zusammen, Aufstieg nicht um jeden Preis

MTV Vorsfelde: Handball-Team bleibt zusammen, Aufstieg nicht um jeden Preis

Benno Seelhöfer
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Gehen auch gemeinsam in die nächste Saison beim MTV Vorsfelde: Trainer Daniel Heimann und sein Team.
Gehen auch gemeinsam in die nächste Saison beim MTV Vorsfelde: Trainer Daniel Heimann und sein Team. © Boris Baschin
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Trainer bleibt, Großteil des Teams bleibt: Der MTV Vorsfelde wird ohne großen Umbruch in die kommende Saison gehen. Vielleicht steigt die ja in der 3. Liga. An einer möglichen Aufstiegsrunde würde der Verein gern teilnehmen, aber nicht um jeden Preis.

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Planungssicherheit in einer von Ungewissheit geprägten Corona-Zeit: Der MTV Vorsfelde blickt nach dem beschlossenen Saison-Abbruch in der Handball-Oberliga natürlich schon auf die kommende Spielzeit voraus. Und hat für Planungssicherheit gesorgt. Coach Daniel Heimann, das gesamte Team hinter dem Team sowie "90 bis 95 Prozent des Kaders bleiben zusammen", verrät Manager André Frerichs. Ein stabiles Fundament, auf dem sogar das Gerüst für die 3. Liga fußen kann?

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Zu dem Gerüst zählt auch der Coach. Nach zwei von Corona beeinflussten Spielzeiten hakte Frerichs vorsichtshalber auch nach der Befindlichkeit des Trainers nach. "Das Gespräch hat zwei Minuten gedauert", sagt Heimann. "Ich habe im letzten Februar für zwei Jahre beim MTV unterschrieben. Ich will den eingeschlagenen Weg mit dem Team weitergehen." Dass die Mannschaft in großen Teilen bestehen bleibt, freut den Coach sehr, der sich einmal die Woche virtuell mit seinen Spielern trifft und austauscht - nicht nur über Handball. "Dass das Team zusammenbleibt, ist super für die Planungssicherheit. Wir wissen, was wir an unseren Jungs haben, sie sind extrem engagiert."

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Sportlich geht es für ihn jetzt erst mal darum - sobald Training und Spielbetrieb wieder möglich sind -, das Team zu stabilisieren. "Wir hatten im letzten Jahr einige Baustellen im Kader, haben die aber gut geschlossen." Neue Spieler wie Paul Mbanefo oder Jakob Nowak hätten sich noch gar nicht richtig entfalten können. "Das war in den drei Saison-Spielen bis zum Abbruch gar nicht möglich", klagt Heimann, der genau das endlich angehen will, es kribbelt bei ihm schon mächtig. "Ich freue mich da richtig drauf, ich bin richtig heiß."

"Müssen vorher unsere Hausaufgaben machen"

Vielleicht geht das ja auch schon früher als gedacht. Eine Aufstiegsrunde zur 3. Liga steht zur Diskussion. Ob und wie sie kommt: unklar. Heimann hätte auf jeden Fall Lust. "Wir haben das in den letzten zwei Jahren offen kommuniziert, dass wir aufsteigen wollen. Jetzt ist das vielleicht sogar in einer verkürzten Variante möglich. Wenn wir uns dem stellen dürften, sollten wir das tun." Denn: "Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, ich würde Vorsfelde nicht gerne in der dritten Liga sehen." Aber, und das betont Heimann ausdrücklich: nicht um jeden Preis.

So sieht's auch Manager Frerichs: Aufstieg? Gern. Finanzielles Harakiri? Keinesfalls. "Wir würden die Runde gerne spielen und wenn wir es schaffen, gerne aufsteigen. Aber nachher fliegt uns alles um die Ohren. Wir müssen vorher noch unsere Hausaufgaben machen, auch was das Sponsoring angeht, müssen das alles auf ein gesundes Fundament stellen." Schließlich seien wie bei vielen anderen Vereinen auch die Einschnitte durch die Corona-Pandemie groß. "Was wir uns aber gut vorstellen können, wenn die Statuten es hergeben würden", so ein Gedankenspiel des Managers, "dass wir im Falle eines Aufstiegs ohne Einbußen verzichten können." Aber Frerichs betont auch: "Wir sind gut beraten, in dieser Situation kleine Brötchen zu backen."