01. Januar 2019 / 19:29 Uhr

Müde Grizzyls starten beim Spitzenreiter ins neue Jahr

Müde Grizzyls starten beim Spitzenreiter ins neue Jahr

Jakob Schröder
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Foto; Boris Baschin, Wolfsburg,SPORT, Eishockey, Grizzlys Wolfsburg - Adler Mannheim, 30.11.2018,
Positive Erinnerung: Im letzten Duell mit Mannheim lief’s gut für Spencer Machacek (r.) und die Grizzlys, am Ende durften die Wolfsburger jubeln. © Boris Baschin
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Eishockey-Erstligist Grizzlys Wolfsburg will mit einem Erfolg ins Kalenderjahr 2019 starten. Das wird am Mittwoch (19.30 Uhr) beim Spitzenreiter, den Adlern Mannheim, allerdings sehr schwer.

Ein Grund dafür ist, dass die Grizzlys bei den beiden jüngsten deutlichen Pleiten müde wirkten und kaum Zeit zur Regeneration hatten. Und Rückkehrer aus dem acht Stürmer umfassenden Lazarett sind auch nicht in Sicht.

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In der Weihnachtszeit hatten die Grizzlys den Rückstand auf die Play-Off-Plätze auf sechs Punkte verkürzt. Mit viel Einsatz, Konzentration und sogar Spielwitz siegte Wolfsburg gegen Augsburg, gegen Straubing und in Köln, nahm zudem in Ingolstadt einen Punkt mit. Dann aber setzte es ein 1:8 in Bremerhaven, beim 0:4 gegen München gelang zuletzt kein eigener Treffer – es fehlten ein wenig Glück, ein gutes Überzahl- Spiel und schlicht die Kraft.

Besonders gegen München wirkten die Wolfsburger müde. Der Rückstand auf Platz zehn beträgt wieder elf Punkte. „Wir werden in Mannheim wahrscheinlich spielerisch nicht auf Augenhöhe sein“, meint Stürmer Marius Möchel. Zu stark sind die Adler unter Ex-Grizzlys-Coach Pavel Gross. Aus den letzten neun Spielen holten die Mannheimer sieben Siege. Die beiden Niederlagen fingen sie sich gegen Schlusslicht Schwenningen und gegen Krefeld – vor allem Schwenningens Erfolg zeigte, dass dem Spitzenreiter mit starker Defensivarbeit und guter Chancenverwertung beizukommen ist.

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Ein weiteres Plus für die zuletzt defensiv deutlich verbesserten Grizzlys: Im letzten Duell beider Teams gab’s ein 4:3 nach Verlängerung – es war so etwas wie der Startschuss für die aufkeimende Play-Off-Hoffnung. „Wir werden aber noch besser spielen müssen als bei unserem Sieg“, ist Grizzlys-Coach Hans Kossmann überzeugt.

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Da über den Jahreswechsel kaum Zeit zum Ausruhen war, dürften die Grizzlys nicht gerade vor Kraft strotzen. Möchel setzt auf eine effiziente Leistung seines Teams: „Wenn sich uns Chancen bieten, müssen wir eiskalt zuschlagen. Wir müssen noch weiter zusammenrücken und uns noch mehr unterstützen.“

Grizzlys gegen München: Die Bilder des Spiels

Grizzlys Wolfsburg - Red Bull München Zur Galerie
Grizzlys Wolfsburg - Red Bull München ©

Personell ändert sich für das Mannheim-Spiel sowie für die kommenden Partien (unter anderem das wichtige Heimspiel am Freitag gegen Krefeld) voraussichtlich nichts. Center John Albert, der sich vor der Saison schwer am Fuß verletzte und noch kein Spiel bestreiten konnte, „hat über Weihnachten eine Woche Heimaturlaub verordnet bekommen“, so Manager Charly Fliegauf. „Auch für den Kopf. Seine Situation ist ja auch frustrierend.“ Christoph Höhenleitner sei wieder auf dem Eis, Gerrit Fauser (beide Gehirnerschütterung) „wird es bald wieder sein. Die letzten Schritte fehlen aber noch“, so Fliegauf weiter. „Wie auch bei Kris Foucault.“

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