07. August 2020 / 08:20 Uhr

"Haut mich nicht vom Hocker": Mühlenbergs Trainer Cichon hadert mit neuem Spielmodus

"Haut mich nicht vom Hocker": Mühlenbergs Trainer Cichon hadert mit neuem Spielmodus

Jannik Meyer
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Hand drauf: Henryk Koroll (links) und
 der Mühlenberger SV wollen in der kommenden Saison gut starten.  
Hand drauf: Henryk Koroll (links) und der Mühlenberger SV wollen in der kommenden Saison gut starten.   © Debbie Jayne Kinsey
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Für den Mühlenberger SV geht es in das zweite Jahr in der Bezirksliga. Ziel ist es, "so gut wie möglich abzuschneiden", so Trainer Michael Cichon. Mit dem neuen Spielmodus (die ersten beiden Plätze ziehen in die Aufstiegsrunde ein, die restlichen Mannschaften kämpfen gegen den Abstieg und die Punkte werden nicht in die Entscheidungsrunden mitgenommen) kann sich der Coach allerdings nicht so richtig anfreunden. 

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Ohne wesentliche persönliche Veränderungen geht der Mühlenberger SV in das zweite Jahr in der Fußball-Bezirksliga. Nach einem soliden ersten Jahr, in dem der MSV am Ende auf Platz acht landete, will sich das Team von Michael Cichon weiter etablieren. „Unser Ziel ist es, so gut wie möglich abzuschneiden“, sagt der Trainer. „Wenn wir einen guten Start erwischen, ist alles möglich.“

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Keine Attraktivität

In der siebten von insgesamt acht Vorrundenstaffeln dürfte es für die Mühlenberger allerdings schwer werden, um die Aufstiegsränge mitzuspielen. Den neuen Spielmodus – nur die ersten beiden Plätze ziehen in die Aufstiegsrunde ein, die restlichen Mannschaften kämpfen gegen den Abstieg und die Punkte werden nicht in die Entscheidungsrunden mitgenommen – findet Cichon nicht sonderlich attraktiv. „Die Spannung haut mich nicht vom Hocker. Da man wahrscheinlich sowieso in der Abstiegsrunde spielen wird, braucht man sich bis Weihnachten kein Bein auszureißen. Das System ist zwar okay, so wirklich unter Druck gerät man in der Vorrunde aber nicht“, sagt der Coach.

Wenn am Montag der Trainingsauftakt ansteht, wird sich im Kader der Mühlenberger nicht viel verändert haben. Zwar ist man derzeit noch in Gesprächen mit einigen Spielern, jedoch wird es nicht zuletzt aufgrund der finanziellen Mittel schwierig, diese Akteure für sich zu gewinnen. Allerdings gibt es auf der anderen Seite auch keine Abgänge.

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Vorne hui, hinten pfui

Gerne hätte der MSV noch einen Defensivspieler verpflichtet, war doch die Abwehr in der abgebrochenen Saison die Problemzone. Während die Mühlenberger in der Offensive auf ganzer Linie überzeugten und den zweitbesten Angriff stellten, kassierten sie deutlich zu viele Gegentore (41). Außerdem ist das Team zu abhängig von Matthias-Sven Braczkowski. Als sich der Torjäger zum Ende der Hinrunde verletzte, lief nur noch sehr wenig zusammen. Nach starkem Saisonstart setzte es eine herbe Niederlagenserie.