09. Oktober 2020 / 19:46 Uhr

Mühlenfelds Torwart Tim Müller will im Spitzenspiel gegen Garbsen wieder ohne Gegentor bleiben

Mühlenfelds Torwart Tim Müller will im Spitzenspiel gegen Garbsen wieder ohne Gegentor bleiben

Dirk Herrmann
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Torwart im Anflug: TSV-Keeper Tim Müller wird auch im Spiel gegen Garbsen
weder sich noch den Gegner schonen.
Torwart im Anflug: TSV-Keeper Tim Müller wird auch im Spiel gegen Garbsen weder sich noch den Gegner schonen. © Christian Hanke
Anzeige

Im Spitzenspiel der Bezirksliga 4 empfängt der TSV Mühlenfeld den TuS Garbsen. Dabei möchte Mühlenfelds Torwart Tim Müller wie in den vergangenen zwei Partien keinen Gegentreffer kassieren. Sein Trainer Mario Pohl ist optimistisch: "Tim wird seinen Job machen“, sagt er.

Anzeige

Es ist schon eine Weile her, dass sich der TSV Mühlenfeld und der TuS Garbsen in einem Punktspiel begegnet sind. Vor dem Topduell zwischen dem Zweiten und dem Ersten der Bezirksliga 4 am Sonntag (15 Uhr) in Hagen bietet sich deshalb eine kleine Zeitreise an. Zurück ins Jahr 2008, als beide Klubs ebenso in der Tabelle oben standen. Vizemeister TuS ging am letzten Spieltag dreimal in Führung, am Ende stand es 3:3 gegen Meister TSV, der in die Landesliga aufstieg. Die Wege trennten sich.

Anzeige

„Das ist Geschichte“, sagt Martin Kummer, damals schon TuS-Coach. Ihm sei in Erinnerung geblieben, dass sich sein Spieler Emre Karaman an jenem 1. Juni das Kreuzband gerissen hat. Jetzt, mehr als zwölf Jahre später, will Kummer mit seiner Mannschaft bei den bisher gleichfalls ungeschlagenen Mühlenfeldern die Tabellenführung verteidigen. „Es sind schöne Voraussetzungen für ein interessantes Spiel“, sagt er. „Gegen einen Gegner, der sich nicht hinten reinstellt und nur lange Bälle kloppt.“

Mehr Berichte aus der Region

"Es wird wahrscheinlich kein ruhiger Nachmittag für mich"

Als Kummer sich beim bislang letzten Garbsener Sieg gegen den Nachbarn in der 82. Minute selbst eingewechselt und mitgeholfen hatte, das entscheidende 2:1 durch ein Kopfballtor von Niyazi Sarier zu behaupten, war Tim Müller noch Grundschüler. Übermorgen will der TSV-Torwart seinen Teil dazu beitragen, dass es nach dem Abpfiff einen neuen Spitzenreiter gibt und nach Möglichkeit auch seine persönliche Bilanz von zuletzt zwei Partien ohne Gegentreffer ausgebaut sein wird. „Es wird wahrscheinlich kein ruhiger Nachmittag für mich“, glaubt Müller. „Aber wir wollen den ersten Platz und dann auch nicht mehr von da weg.“

Der 22-Jährige weiß, dass es beim Vergleich der beiden ungeschlagen in den siebten Spieltag gehenden Spitzenteams nicht zuletzt auf seine Fangkünste ankommt – und es auch auf Garbsener Seite jemanden gibt, der sich das genau anschauen wird: Frank Stähly, Fitnesscoach beim TuS, ist Tims Patenonkel. Ein Grund mehr für Müller, sich in die nächste Aufgabe ordentlich reinzuknien. „Es ist noch kein entscheidendes Spiel, aber ein wichtiges“, sagt der Torhüter, der mit den Mühlenfeldern genauso wie der TuS die Aufstiegsrunde anpeilt. Die anstehenden Wochen mit weiteren Topspielen gegen die Mitbewerber aus Godshorn und Kolenfeld seien richtungweisend.

TSV-Trainer Mario Pohl geht davon aus, dass sich zum Kampf um die ersten beiden Tabellenplätze nach diesem Wochenende schon etwas mehr sagen lässt, wie es um die Chancen steht. 14 Punkte nach sechs Spielen – das ist der beste Saisonstart der Mühlenfelder seit sechs Jahren, eine vielversprechende Ausgangslage. „Wir sind ganz gut drauf“, sagt Pohl und hofft, dass auch der Elektromonteur zwischen den Mühlenfelder Pfosten gegen den TuS wieder an die Leistungen in den vergangenen Partien anknüpft. „Erst einmal ist Tim einer von elf“, sagt Pohl. „Aber angesichts des Drangs, den die Garbsener im Spiel nach vorn haben, brauchen wir einen guten Keeper. Und Tim wird seinen Job machen.“