26. Mai 2021 / 15:48 Uhr

Gemeinsame Sache: Muldentaler Vereinstrio gründet Nachwuchsförderverein

Gemeinsame Sache: Muldentaler Vereinstrio gründet Nachwuchsförderverein

Wilko Finke
Leipziger Volkszeitung
Falkenhains Nachwuchstrainer Jens Rothenburger.
Falkenhains Nachwuchstrainer Jens Rothenburger bereitet das Training vor. © Bettina Finke
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Die Muldentaler Fußball-Clubs ATSV Frisch Auf Wurzen, SSV Thallwitz-Nischwitz und Falkenhainer SV wollen dem Nachwuchs im Landkreis eine nachhaltige Perspektive bieten. Dazu hat das Trio den Jugendförderverein „Mulde-Lossa-Tal“ ins Leben gerufen.

Muldental. Am Anfang gab es Gespräche, dann wurden Nägel mit Köpfen gemacht seitens der Fußball-Verantwortlichen des ATSV Frisch Auf Wurzen (Tobias Bendel), SSV Thallwitz-Nischwitz (Sven Lehmann) und des Falkenhainer SV (Stefan Hennig/Jugendkoordinator). Unter dem Motto „Not macht erfinderisch“ favorisierten sie die Variante der Bildung eines Nachwuchsfördervereins. Inzwischen sind die Planungen abgeschlossen. In der Saison 2021/22 sollen drei Mannschaften (A-, B- und C-Teams) des Jugendfördervereins „Mulde-Lossa-Tal“ den Punktspielbetrieb aufnehmen.

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Mitgliedschaft im Stammverein

„Wir sind durch den Sächsischen Fußballverband dazu verpflichtet, pro Verein und je Team auf Kreisebene mindestens einen C-Lizenz-Trainer zu stellen“, lässt Tobias Bendel (Jugendleiter von Frisch Auf) durchblicken, dass es im Vorfeld der Bildung einiges zu tun gab. Er ergänzt: „Für Mannschaften der Landesklasse wird sogar die B-Lizenz gebraucht.“ Die meisten und dicksten Fäden des JFV Mulde-Lossa-Tal zieht er, die Koordinierung der Trainings- und Pflichtspielorte der jeweiligen Mannschaften wird aber im Teamwork beschlossen. Auch das Vorhandensein von Flutlicht (im Training) könne einen Ausschlag geben. Ein weiterer Grund, warum dieser Weg gewählt wurde, liegt auf der Hand. Denn das nervenaufreibende Suchen nach Partnern für eine Spielgemeinschaft vor dem jeweiligen Saisonbeginn fällt nun weg.

Merh zu Fußball

„Uns geht es darum, den Spielern der älteren Jugendaltersklassen eine Perspektive zu bieten. Wir wollen ihnen die Chance geben, dass sie später solide ausgebildet in den Männerbereich wechseln können“, war von Sven Lehmann, Mitbegründer des JFV, in Erfahrung zu bringen. Falkenhains Nachwuchstrainer Jens Rothenburger klärt auf, wie die Mitgliedschaft geregelt ist: „Die in Frage kommenden Spieler unserer drei Vereine behalten die Mitgliedschaft im Stammverein, bekommen aber zusätzlich für den Förderverein einen Pass ausgestellt.“ Rothenburger fügt noch an: „Genügend und gut ausgebildeten Nachwuchs bei der Stange zu halten lautet das Ziel – damit zumindest der Fortbestand der Herrenmannschaften gesichert wird. Und wenn höherklassige Vereine den einen oder anderen Spieler übernehmen wollen, werden ihnen keine Steine in den Weg gelegt.“

Zusätzlich wird betont, dass mit der Bildung des Fördervereins niemand vorhabe, höherklassig (eventuell Landesliga, beziehungsweise Regionalliga) in Erscheinung treten zu wollen. Vielmehr werde das Ziel verfolgt, Spieljahr für Spieljahr durchgängig mit den betreffenden Mannschaften in der Landesklasse (A-, B- und C-Jugend) präsent zu sein. Tradition verpflichtet: Wurzens Nachwuchs spielte nach der Wende sogar ab und an in der Landesliga. In den beiden an der Lossa beheimateten Gemeinschaften können Nachwuchskicker als Referenz zahlreiche Meistertitel auf dem Großfeld und der Halle sowie Pokalsiege vorweisen.