10. Juli 2020 / 16:23 Uhr

Müller Co-Trainer bei Lupo/Martini, das reißt Lücke beim SSV Kästorf

Müller Co-Trainer bei Lupo/Martini, das reißt Lücke beim SSV Kästorf

Jürgen Braun
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Neuzugang: Lupos Sportlicher Leiter Lennart Gutsche (l.) begrüßt den neuen Co-Trainer Michael Müller.
Neuzugang: Lupos Sportlicher Leiter Lennart Gutsche (l.) begrüßt den neuen Co-Trainer Michael Müller.
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Fußball-Oberligist Lupo/Martini Wolfsburg komplettiert sich weiter, gab am Freitag Michael Müller als neuen Co-Trainer bekannt. Das allerdings reißt eine Lücke beim Nachbarn, Landesligist SSV Kästorf...

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Lupo-Coach Giampiero Buonocore wollte gern weiterhin einen Co-Trainer (Tahar Gritli wechselte als Coach zum Landesligisten SV Reislingen/Neuhaus). Die Wahl fiel auf Michael Müller. "Man kennt sich über die Jahre", sagt Müller, "Lupo ist ein starker und gut geführter Verein, das ist eine reizvolle Aufgabe. Es waren gute Gespräche mit Giampiero. Wir lagen von Anfang an auf einer Wellenlänge. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit."

Müller hatte vor zwei Jahrzehnten sogar mal selbst für die Kreuzheider gespielt. Lennart Gutsche, Sportlicher Leiter beim Oberligisten: "In erster Linie lag die Entscheidung natürlich beim Coach, aber auch ich habe mich mit Michael Müller unterhalten. Auch das waren gute Gespräche. Er wird neue Ideen einbringen. Es passt."

Oberliga: MTV Gifhorn - Lupo/Martini Wolfsburg

Oberliga: MTV Gifhorn - Lupo/Martini Wolfsburg Zur Galerie
Oberliga: MTV Gifhorn - Lupo/Martini Wolfsburg © Michael Franke

Der Oberligist, der noch einige Neuzugänge holen will, startet am 19. Juli ins Training und hat inzwischen die ersten Testspiele geplant. Anfang August geht es gegen Bezirksliga-Aufsteiger WSV Wendschott, am 5. August gegen den FC Brome und am 12. August gegen Regionalligist VfL Wolfsburg II.

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Der SSV Kästorf muss auf der Trainerbank nun eine größere Lücke füllen. Müller war (mit einem Sieben-Spiele-Intermezzo zu Beginn der vergangenen Saison als Coach beim MTV Gamsen) Co-Trainer beim SSV Kästorf. Und im Februar war er zum stellvertretenden Spartenleiter gewählt worden. Dieses Amt lässt er nun ruhen. Bei der Wahl damals konnte allerdings auch niemand ahnen, wie sich die Situation entwickeln würde. Kästorf hatte Top-Aufstiegschancen, scheiterte aber durch den Abbruch, Coach Georgios Palanis warf dann hin.

"Ich sehe mich eher als Co-Trainer", gibt Müller zu verstehen, dass er kein Interesse gehabt hätte, Palanis-Nachfolger zu werden, sah aber auch eine Schwierigkeit, beim SSV Assistenztrainer zu bleiben: "Ich bin mit Georgios sehr gut befreundet, war praktisch sechs Jahre da, ein neuer Trainer hätte vielleicht gern einen Co-Trainer seiner Wahl, wenn ich als Co-Trainer beim SSV geblieben wäre, wäre das vielleicht nicht optimal gewesen."

Kästorfs Spartenleiter Stefan Redler sieht das ähnlich und meint: "Wir haben einen Neuanfang, müssen uns völlig neu aufstellen, die Gespräche laufen." Er kann allerdings auf eine eingespielte Landesliga-Mannschaft bauen. "Das ist eine tolle Truppe", sagt Müller, "und auch wenn sich das vielleicht seltsam anhört, wenn ich jetzt in kurzer Zeit zum zweiten Mal gehe - ich trage den SSV im Herzen."