07. April 2021 / 22:16 Uhr

Müller-Comeback im DFB-Team? Bundestrainer Löw verrät Zeitplan für Entscheidung

Müller-Comeback im DFB-Team? Bundestrainer Löw verrät Zeitplan für Entscheidung

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Joachim Löw (r.) hat sich zu einem möglichen Comeback von Thomas Müller geäußert.
Joachim Löw (r.) hat sich zu einem möglichen Comeback von Thomas Müller geäußert. © IMAGO/Pool/MIS
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Die Entscheidung über ein Nationalmannschafts-Comeback von Thomas Müller rückt immer näher. Bundestrainer Joachim Löw hat im Interview bei "Sky" einen Zeitplan genannt, wann er sich mit einer Müller-Rückkehr beschäftigen wird.

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Jetzt spricht Joachim Löw: Nach konstant guten Leistungen beim FC Bayern München in der Bundesliga und in der Champions League könnte bald eine endgültige Entscheidung über ein DFB-Comeback von Thomas Müller fallen. Der Bundestrainer skizzierte am Mittwoch während der Halbzeit des Bayern-Spiels gegen Paris Saint-Germain im Viertelfinal-Hinspiel der Champions League (2:3) seine Pläne. "Ab nächster Woche werden wir uns dranmachen zu analysieren, was die Mannschaft braucht", antwortete Löw auf die Frage, ob er an einer Nominierung Müllers für die kommende Europameisterschaft (beginnt am 11. Juni) nach den jüngsten Auftritten des Bayern-Führungsspielers vorbeikomme. Dies werde allerdings zunächst intern geschehen.

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Löw hatte das Trio um Müller, Mats Hummels und Jerome Boateng, die allesamt 2014 als Stammspieler Weltmeister wurden, im Frühjahr 2019 nach einer Analyse der verkorksten WM 2018 ausgebootet und einen Umbruch vor allem mit jüngeren Spielern eingeleitet. Seither kochte die Diskussion über ein mögliches Comeback vor allem von Thomas Müller immer wieder hoch. Löw schloss ein Comeback des Bayern-Stars zwar nie grundsätzlich aus, hielt an seinem eingeschlagenen Weg aber stets fest. In Interviews mit dem Kicker und der ARD-Sportschau und kurz darauf abermals bei Sky stieß Löw Anfang März die Tür für ein Comeback der ausgebooteten Spieler wieder kräftig auf. "Wenn man solche Spieler zurückholt, muss man ihnen eine klare Verantwortung geben und sie in die Verantwortung nehmen. Dann sind sie natürlich gesetzt", sagte Löw, der damals seine Entscheidung auf Mai terminiert hatte.

In der WM-Qualifikation gegen gegen Island (3:0), Rumänien (1:0) und Nordmazedonien (0:1) verzichtete Löw auf auf das Weltmeister-Trio. Der Bundestrainer wird am 18. oder 19. Mai die 20 Feldspieler und drei Torhüter benennen, mit denen er am 25. Mai ins Trainingslager nach Seefeld (Tirol) fährt. Geplanter EM-Auftakt für das DFB-Team ist am 15. Juni in München gegen Weltmeister Frankreich. Dann mit Müller? "Die Dinge habe ich im Kopf. Das werden zuerst die Beteiligten erfahren", ließ der Coach, der nach der EM nach knapp 15 Jahren von seinem Amt zurücktreten wird, seine Entscheidung offen.



Der 100-malige Nationalspieler Müller bekräftigte Ende März Interview mit der englischen Zeitung Times, dass er weiter auf eine Teilnahme an der Europameisterschaft hoffe. "Ich hoffe, es gibt eine Chance, dass man mich bei der EM sieht", sagte Müller. "Aber wir werden sehen, was in den nächsten Wochen passiert."