07. November 2019 / 18:29 Uhr

Müller-Wohlfahrt sei Dank: Bezirksligist Adenbüttel kann auf den Feuerwehrmann bauen

Müller-Wohlfahrt sei Dank: Bezirksligist Adenbüttel kann auf den Feuerwehrmann bauen

Jonas Präger
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Foto: Michael Franke, Fußball, Bezirksliga, MTV Gamsen, FSV Adenbüttel Rethen
Half Adenüttels Philipp Schmidt nach viel Verletzungskummer: Bayern-Coc Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt. © Michael Franke / dpa
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Fußball ist sein Leben. Dass Philipp Schmidt aber überhaupt noch für die FSV Adenbüttel/Rethen auf dem Platz stehen kann, hat der 33-Jährige dem Bayern- und DFB-Arzt Dr. Müller-Wohlfahrt zu verdanken - nach Dauerkummer mit Sprunggelenk-Verletzungen.

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„Über die Jahre waren das jetzt 14 Sprunggelenkverletzungen, sodass die Bänder immer wieder kaputt waren“, erzählt der 33-Jährige über seine Verletzungshistorie, „die eigentlich schon in der A-Jugend anfing“. Nach dem ersten Herrenjahr war das Sprunggelenk schon so sehr in Mitleidenschaft gezogen und die Diagnosen nicht zufriedenstellend, dass sein Vater eine Idee hatte: „‘Wie wäre es, wenn du dich mal von dem Besten untersuchen lässt?‘“, erinnert sich Schmidt zurück, der kurze Zeit später beim Bayern-Doc in München in der Praxis saß.

„Er ist nicht umsonst so besonders in der Sportwelt. Er nimmt keine Geräte, sondern tastet, hört und fühlt alles ab.“ Nach der Diagnose hatte Deutschlands wohl bekanntester Sportmediziner einen Ratschlag für den damals noch jungen Kicker: „Er meinte zu mir: ‚Wenn du noch weiter Fußballspielen willst, musst du dich operieren lassen.‘“ Um den Mittelfeldmann von einer OP zu überzeugen, holte der Arzt noch einen prominenten Fußballer ins Behandlungszimmer, der gerade selbst in der Praxis weilte: „Dann hat er tatsächlich Mehmet Scholl dazu geholt. Der hat dann nur noch mal genickt – das war schon cool.“

Für Schmidt sei es auf jeden Fall die richtige Entscheidung gewesen, den Knöchel operieren zu lassen: „In der Summe ist das super stabil geworden. Sonst könnte ich heute überhaupt keinen Sport mehr treiben“, sagt Schmidt, „auch wenn der Knöchel später noch mal operiert werden musste.“ Nach dem Eingriff im Herbst 2017, den Dr. Ulrich Boenisch aus Augsburg übernommen hatte, der eng mit Müller-Wohlfahrt zusammenarbeitet, „habe ich über das gesamte Jahr 2018 versucht, den ganzen Körper wieder zu stabilisieren.“

Nun ist der 33-Jährige wieder fit, um seinem Kumpel und FSV-Coach Michael Horst zu helfen: „Mein Körper ist soweit stabil, die Gelenke halten, der Rücken tritt immer mal wieder rum – aber für die Spiele bis zur Winterpause hält das.“ Sehr zur Freude des Trainers: „Dass er nach ein paar Tagen sofort zugesagt hat, hat mich und den Rest des Teams enorm gefreut.“

Für Schmidt, der den Teamgedanken und „Michis riesiges Engagement für die FSV“ sehr schätzt, stand die Sache schnell fest. „Es ist im Verein ganz cool, dass wir so einen guten Austausch unter den Teams haben und uns in allen Situationen helfen“, betont der Mittelfeldmann, der erst seit drei Jahren bei der FSV ist.

FSV Adenbüttel/Rethen - VfR Wilsche/Neubokel

FSV Adenbüttel/Rethen - VfR Wilsche/Neubokel Zur Galerie
FSV Adenbüttel/Rethen - VfR Wilsche/Neubokel © Lea Rebuschat
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Auch abseits der FSV ist Fußball die große Leidenschaft im Leben des 33-Jährigen. Während des Sportmanagement-Studiums absolvierte Schmidt Praktika bei Eintracht Braunschweig, dem VfL Wolfsburg und Bayern München. „Ich durfte in München von meinem Chef aus nahezu jedes Training von Jupp Heynckes gucken, da geht einem als Fußballfan das Herz auf“, erzählt Schmidt, der nun Mitarbeiter bei Volkswagen im Fußball-Center ist – ein echter Traumjob: „Wir kümmern uns alle europäischen Sponsorships, die VW so im Fußball hat.“

So oder so steht für den FSVer fest: „Fußball ist für mich der Lebensmittelpunkt – auf dem Platz, als Zuschauer auf dem Sportplatz oder im Stadion und bei der Arbeit.“

So tippt Philipp Schmidt den Bezirksliga-Spieltag

SV Lauingen/Bornum – TSG Mörse 1:5. „Mörse ist in unfassbar guter Form und hat eine hohe Qualität im Kader.“

VfB Fallersleben – TSV Hehlingen 2:1. „Auch wenn Fallersleben ein bisschen vom Hoch runtergekommen ist, werden sie zuhause gewinnen.“

Lupo/Martini Wolfsburg II – MTV Gamsen 3:1. „Lupo bringt etwas mehr Qualität auf den Platz und fährt die Punkte ein.“

SV Calberlah – VfR Wilsche/Neubokel 2:0. „Calberlah spielt eine sehr gute Saison und gewinnt zu Hause.“

SV Gifhorn – TSV Vordorf 3:1. „Da setzt sich die Gifhorner Qualität durch.“

FSV Adenbüttel/Rethen – TSV Hillerse 2:1. „Wir sind trotz der Ausfälle als Team zusammengewachsen, der Knoten wird platzen!“

TuS Neudorf-Platendorf – VfL Wahrenholz 1:1. „Ohne Begründung – das wird ein Unentschieden.“

1. FC Wolfsburg – FC Brome 2:1. „Auch wenn es bei Wolfsburg ein Auf und Ab ist mit den Ergebnissen, werden sie das Heimspiel gewinnen.“

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